Kunsthaus Dresden

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Südseite mit Blick auf den Haupteingang; rechts die spiralförmigen Sitzgelegenheiten auf dem Kunsthausplatz

Das Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst ist eine öffentliche Ausstellungs- und Veranstaltungsinstitution für zeitgenössische Kunst in Dresden.

Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kunsthaus befindet sich im Stadtteil Innere Neustadt, dem rechtselbischen Teil der Dresdner Innenstadt. Es liegt an der Rähnitzgasse, dem historischen Verbindungsweg zwischen Altendresden und Rähnitz. Das Kunsthaus Dresden ist das südlichste erhaltene Gebäude des zusammenhängenden Barockviertels um die Königstraße. Unmittelbar benachbart stehen Plattenbauten um den Neustädter Markt, die die bei den Luftangriffen 1945 zerstörten Bürgerhäuser ersetzten. Andere Dresdner Museen in der näheren Umgebung sind das Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik sowie die Museen im Jägerhof und im Japanischen Palais.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kunsthaus Dresden ist das städtische Zentrum für zeitgenössische Kunst und das Gegenstück zur Kunsthalle im Lipsius-Bau der Staatlichen Kunstsammlungen, in der ebenfalls moderne Kunst ausgestellt wird. Auf mehr als 600 Quadratmetern Fläche, die sich um einen offenen Innenhof erstreckt, werden in dem zweigeschossigen Gebäude jährlich drei bis vier Ausstellungen für die Dauer von mehreren Monaten gezeigt. Sowohl internationale als auch regionale Künstler kommen zum Zug. Zu sehen waren unter anderem bereits Werke von Eberhard Bosslet, Lage Opedal, Lois Renner, Walter Dahn und Tímea Junghaus. Die Wechselausstellungen mit ihren verschiedenen thematischen Schwerpunkten spiegeln jeweils aktuelle Entwicklungen in der Kunst wider und werden zumeist von Veranstaltungen wie Vorträgen und Filmvorführungen begleitet.

2015 erregte die Gruppenausstellung Künstliche Tatsachen/Boundary Objects Aufsehen, in der auch elf Collagen eines Karl Waldmann gezeigt wurden, bei denen der Verdacht der Kunstfälschung geäußert wurde und dass ein Karl Waldmann und dessen Werk nie existiert habe.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintereingang

Im Jahre 1981 wurde das im frühen 18. Jahrhundert errichtete barocke Gebäude zu einer Kunstgalerie umgebaut. Bei der IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1982/83 beziehungsweise 1987/88 diente es unter dem Namen „Galerie Rähnitzgasse“ als Ausstellungsort sowie Sitz der Jury. Bis 1990 waren im Kunsthaus zumeist Werke von Dresdner Künstlern ausgestellt. Nach der Wende beschloss der Stadtrat eine Weiternutzung als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Ab 1996 verfolgt das Kunsthaus sein aktuelles Konzept. In den Jahren 2011 bis 2013 erfolgte die Sanierung des Gebäudes. Seit der Wiedereröffnung am 8. September 2013 verfügt das Kunsthaus Dresden über einen weiteren Eingang, der das Haus zur Hauptstraße hin öffnet. Ebenfalls an diesem Tag wurde der Öffentlichkeit der neben dem Gebäude befindliche Platz als Kunsthausplatz übergeben. Er wurde nach Plänen des Künstlers Jozef Legrand gestaltet.

Weitere kommunale Kunstgalerien sind das Leonhardi-Museum und die Städtische Galerie Dresden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kunsthaus Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hat Karl Waldmann wirklich existiert? in Süddeutsche Zeitung (abgerufen am 27. August 2015)
  2. Kunsthaus Dresden, Ausstellung Boundary Objects, 20. Juni - 20. September 2015

Koordinaten: 51° 3′ 34″ N, 13° 44′ 27″ O