Kunstmuseum Bayreuth

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Kunstmuseum Bayreuth
Wikicommon111.jpg

Kunstmuseum Bayreuth mit Eingang in der Brautgasse
Daten
Ort Bayreuth
Art Museum für moderne Kunst
Eröffnung 1999
Website Homepage Kunstmuseum Bayreuth
ISIL DE-MUS-749517

Das Kunstmuseum Bayreuth ist das Museum für Moderne Kunst der Stadt Bayreuth. In den historischen Räumen des Barockrathauses werden Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst und Kunst der klassischen Moderne präsentiert. Das Angebot beinhaltet Führungen, museumspädagogische Veranstaltungen und Vorträge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunstmuseum Bayreuth, Galerie zu den Ausstellungsräumen
Kunstmuseum Bayreuth, Enfilade im Ausstellungsbereich

Die Anfänge des Gebäudes führen ins Mittelalter. Nach Zerstörungen infolge der Hussitenkriege im Jahr 1430 und der großen Stadtbrände 1605 und 1621 sind 1679 große Umbauten beurkundet. 1721 wurde das Gebäude der Nutzung als Rathaus der Stadt Bayreuth zugeführt. Diese Funktion sollte es bis 1917 innehaben. Mit der Aufgabe als öffentliches Gebäude und Rathaus verbunden ist eine barocke Umformung 1722–1727 unter Federführung des markgräflichen Baumeisters Johann David Räntz. Von 1797 bis 1812 war das alte Rathaus Sitz des Stadtgerichts und von 1816 bis 1832 tagte hier das Kreisgericht. Bis 1916 sollten verschiedene städtische Einrichtungen, wie beispielsweise eine Gewerbeschule oder die Diensträume der Stadtpost, im Alten Rathaus Unterkunft finden. Mit der Einweihung des Neuen Rathauses am Luitpoldplatz verlor das alte Rathaus 1916 seine administrativen Aufgaben.

In der Weimarer Republik beherbergte das Barockrathaus von 1921 bis 1928 im Erdgeschoss die Räume der Stadtbücherei. Nach der Zerstörung des neuen Rathauses am Luitpoldplatz im Zweiten Weltkrieg wurde das Alte Rathaus 1945 wieder in seine repräsentativen Ämter eingeführt. Mit dem Rathausneubau 1972 war ein erneuter Funktionswechsel zum Dienstgebäude der bayerischen Landespolizei verbunden.

Nachdem Oberbürgermeister Dieter Mronz die Dr. Helmut und Constanze Meyer Kunststiftung für Bayreuth gewinnen konnte, fiel die Entscheidung für das Alte Rathaus als Sitz des nun entstehenden Kunstmuseums, das im Dezember 1999 seiner neuen Bestimmung übergeben werden konnte.[1]

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkt der Sammlung des Museums ist die Kunst des 20. Jahrhunderts. Unter den rund 10000 betreuten Objekten bilden Arbeiten auf Papier die mit Abstand größte Gruppe. Die Druckgraphiken, Zeichnungen und Aquarelle befinden sich im Depot. Zuweilen werden Einzelobjekte und Objektgruppen in Ausstellungen präsentiert. Das Plakatmuseum im Kunstmuseum Bayreuth umfasst rund 17000 Plakate. Die Plakatmotive konzentrieren sich auf kulturelle Inhalte wie Literatur, Theater, Ausstellungen. Aber auch zu Themengebieten wie Zeitgeschichte, Sport, Reisen oder Gastronomie finden sich mannigfaltige Variationen.[2]

Eigenständige Einrichtungen, Stiftungen und Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dr. Helmut und Constanze Meyer Kunststiftung und die Caspar Walter Rauh-Sammlung der Oberfrankenstiftung bildeten 1991 den Grundstock des Museums, der 1992 um eine Schenkung von Werken des Expressionisten Georg Tappert erweitert wurde. Mit der Gründung des Kunstmuseums erfolgte 1999 die Einrichtung der Tabakhistorischen Sammlung der British American Tobacco. 2002 wurde die Prof. Dr. Klaus Dettmann Kunststiftung gegründet, es folgte 2009 die Voith von Voithenberg Stiftung. Mit der Werner Froemel Sammlung der Oberfrankenstiftung kam 2010 ein weiteres großes Konvolut zu den Sammlungsbeständen. Die Georg Jakob Best Kunststiftung Viola Schweinfurter bildet seit 2014 die jüngste Stiftung im Haus.

Schenkungen und Ankäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über eigene Ankäufe wächst das Inventar seit 1999 kontinuierlich. Die Sammlung Hertha Drescher und Günter Ruckdäschel ist seit 2000 im Kunstmuseum. Die Prof. Dr. Felix und Sybille Böcker Schenkung besteht seit 2008. Der Freundeskreis des Kunstmuseums Bayreuth beschenkt das Haus seit 2005. Die Übergabe des Kleinen Plakatmuseums begründete 2012 das Plakatmuseum im Kunstmuseum Bayreuth.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marina von Assel, Martina Kern, Susanne Steinlein, Helmut Meyer, Constanze Meyer: Kunst im 20. Jahrhundert. Aus der Sammlung des Kunstmuseums Bayreuth: Museumsführer. Stadt Bayreuth, 1999, ISBN 3-9807043-1-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kunstmuseum Bayreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Bartl, Bernd Mayer, Reiner Küchler, Jürgen Dohrmann, Norbert Will, Holger Leverentz, Marina von Assel, Dieter Mronz, Hans Angerer: Das Alte Rathaus der Stadt Bayreuth: Geschichte, Umbau und heutige Nutzung. Stadt Bayreuth, 2000, ISBN 3-9807043-0-0.
  2. Kulturatlas Bayreuth

Koordinaten: 49° 56′ 39″ N, 11° 34′ 30″ O