Kurhessenbahn

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Kurhessenbahn
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Basisinformationen
Webpräsenz www.kurhessenbahn.de
Bezugsjahr 2012
Eigentümer DB RegioNetz
Verkehrsverbund * Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV)
Mitarbeiter 175[1]
Linien
Spurweite 1.435 mm

Eisenbahn

Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 1 × 218
Triebwagen 9 × VT 646, 15 × VT 628
Statistik
Fahrgäste täglich ca. 5.500
Fahrleistung 1,9 Mio. Zugkilometer
Haltestellen 60
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 245 kmdep1
Bahnhof Wolfhagen der Kurhessenbahn

Die in Kassel ansässige Kurhessenbahn ist das erste von fünf RegioNetzen, die im Rahmen ihrer Mittelstandsoffensive von der Deutschen Bahn AG geschaffen worden sind. Sie bildet eine Einheit, die aus der DB RegioNetz Verkehrs GmbH und der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH besteht.

Ziel ist es, durch eine Änderung der Organisationsstruktur und ortsnahe Aktivitäten schwach ausgelastete Strecken auf Dauer zu erhalten.

Geschäftszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kurhessenbahn fährt bei einem 245 Kilometer langen Streckennetz auf sechs Linien insgesamt 65 Stationen an (davon 50 eigene). Mit 19 Dieseltriebwagen werden jährlich 1,9 Millionen Zugkilometer (130 Züge täglich) zurückgelegt und 1,9 Millionen Fahrgäste (5.500 täglich) befördert. Diese Leistung wird von 175 Mitarbeitern erbracht.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde zum 7. Dezember 2000 als erstes Regionalnetz auf den Weg gebracht[2] und Anfang September 2002 als DB RegioNetz Verkehrs GmbH / Infrastruktur GmbH Kurhessenbahn gegründet.[3]

Die Kurhessenbahn hat ab 1. Januar 2002 für die Dauer von zwanzig Jahren Nebenstrecken in Hessen und Nordrhein-Westfalen von der DB Netz AG gepachtet. Personen- und Güterverkehr wird auf folgenden Strecken bedient:[4]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit September 2015 nicht mehr aktuell zu sein: RB 42 wurde bis Brilon verlängert, Mitte September 2015 freigegeben und fährt ohne Umsteigen direkt von Marburg nach Brilon-Wald (siehe Kurhessenbahn).
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Linie Strecke Knotenbahnhöfe Länge Anmerkung
RE 4 (bis 12.2015)
R4 (ab Dezember 2015)
Volkmarsen–Obervellmar,
Bahnstrecke Warburg–Sarnau
Kassel-WilhelmshöheWolfhagenVolkmarsenBad ArolsenKorbach 74 km
RB 39 (bis 12.2015)
R39 (ab Dezember 2015)
Bahnstrecke Wabern–Brilon Wald, Main-Weser-Bahn Kassel HbfWabernFritzlarBad Wildungen ca 30 km wurde bis 2008 von der Hessischen Landesbahn betrieben;
ein Zugpaar Mo–Fr von/bis Kassel Hbf
seit Dezember 2015 Mo–Fr durchgehend im Zweistundentakt nach Kassel Hbf
RB 42 Burgwaldbahn (Marburg-Frankenberg (Eder))
Nationalparkbahn (Frankenberg (Eder)–(Korbach))
Uplandbahn (Korbach–Brilon)
MarburgWetter (Hessen)MünchhausenBahnhof Frankenberg (Eder)–Vöhl-Herzhausen–KorbachBrilon Wald (–Brilon Stadt/Bestwig) 33 km 2007 von Stilllegung bedroht;
2010 Modernisierung, Umstellung auf ESTW und Verlegung von Haltepunkten
2015 Reaktivierung der Strecke Frankenberg (Eder)–Korbach
im Sommer umgebaute Fahrradtriebwagen
RB 43 (bis Dezember 2015)
RB 94 (ab Dezember 2015)
Obere Lahntalbahn Marburg–Friedensdorf (Lahn)BiedenkopfBad Laasphe (–Erndtebrück) 64 km 2003, 2009 und 2010 wurden neue Haltepunkte gebaut;
im Sommer umgebaute Fahrradtriebwagen
2015 Umbau des Bahnhofes Bad Laasphe
Linienänderung auf RB94
RB 55 (bis Dezember 2016, danach eingestellt)
(von RB42 ab Dezember 2016 übernommen)
Uplandbahn (Brilon Stadt–) Brilon WaldWillingen–Korbach 30 km sämtliche Viadukte und Bahnhöfe saniert;
Geschwindigkeit auf 100 km/h angehoben;
bei Skispringen in Willingen Sonderverkehr;
Strecke Brilon Stadt–Brilon Wald seit Dezember 2011 nur an Sonn- und Feiertagen durch die Uplandbahn bedient
2015 Linie eingestellt, Strecke Korbach–Brilon wird nun durch RB42 bedient.
Obere Edertalbahn / Ruhr-Eder-Bahn Battenberg (Eder)Allendorf (Eder)–Frankenberg (Eder) 13 km nur Güterverkehr (Holzverladung, Industrieanschlüsse, nicht von der KHB);
2005–2007 regelmäßiger Sonderverkehr, seitdem nur noch gelegentliche Sonderfahrten
Untere Edertalbahn Korbach–Herzhausen–Frankenberg (Eder) 31 km Abschnitt Korbach–Herzhausen war bis 2015 stillgelegt;
Abschnitt Frankenberg (Eder)-Herzhausen 2005–2007 und 2011–2013 Sonderverkehr;
Reaktivierung der Gesamtstrecke im September 2015

Die Strecke Korbach Süd–Frankenberg (31,2 km) wurde bis Ende August 2015 durch hessische Landesmittel weitestgehend saniert, weitere geplante und genehmigte Sanierungsarbeiten an der Infrastruktur erfolgen über den Eröffnungstermin hinaus. Die Wiedereröffnung wird Mitte September 2015 durch ein Streckenfest mit historischen und modernen Fahrzeugen offiziell gefeiert. Sie soll zukünftig den sanften Tourismus in der Region des Edersees unterstützen.[5]

Im Sommer 2006 und 2007 wurde sie zwischen Frankenberg und Herzhausen an Sonn- und Feiertagen auch von planmäßig verkehrenden Triebwagen befahren. Vom 1. Mai 2011 bis zum 27. Oktober 2014 fand der Verkehr wieder im 2-Stunden-Takt statt; die Züge wurden dabei direkt von Marburg über Frankenberg hinaus durchgebunden.

Im September 2008 beschloss der hessische Landtag mehrheitlich auf Grund einer Initiative von Bündnis 90/Die Grünen die Bahnstrecke Frankenberg-Korbach zu reaktivieren. Der Streckenabschnitt soll so bald als möglich für den regulären Bahnverkehr in Stand gesetzt werden. Ab Sommer 2009 sollte wieder ein regelmäßiger Verkehr von Frankenberg nach Herzhausen stattfinden, aufgrund des im Januar 2009 neu gewählten Landtages wurde dieser Beschluss jedoch nicht umgesetzt; die Strecke wird zurzeit nur unregelmäßig von vorbestellten Sonderzügen der Kurhessenbahn und selten von Dampfloks der Eisenbahnfreunde Treysa e. V. befahren. Eine Interessengemeinschaft innerhalb des Arbeitskreises zur Förderung des Schienenverkehrs im Raum Marburg e. V. (AFS) widmet sich der Reaktivierungsfrage.[6] Im September 2012 wurde endgültig beschlossen, die Gesamtstrecke Frankenberg (Eder) – Korbach im Sommer 2015 wieder für den Personenverkehr zu reaktivieren. Seitdem wird ein Verkehr im 2-Stunden-Takt angeboten. Darüber hinaus werden wieder durchgehende Verbindungen von Brilon (Stadt) bis Marburg angeboten.

Zwischen Kassel und Wolfhagen verkehrt seit Ende 2006 die RegioTram-Linie RT4 mit Dieselhybridfahrzeugen.

Auf der Strecke Frankenberg–Battenberg (13 km) findet Güterverkehr statt, jedoch verkehrten von 2005 bis 2007 während der Sommersaison auch auf dieser Strecke an Sonn- und Feiertagen Personenzüge nach Fahrplan.

Die Strecke WabernBad Wildungen (17 km) ist vom Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) in einem Ausschreibungsverfahren im Frühjahr 2008 ebenfalls an die Kurhessenbahn vergeben worden. Diese Strecke wurde zuvor von der Kassel-Naumburger Eisenbahn AG betrieben.

Darüber hinaus hält die Kurhessenbahn für Güter- und Sonderverkehre eine Diesellokomotive der Baureihe 218 vor.[7] Diese wird vor allem im Holzverkehr eingesetzt, der von der 2007 eingerichteten Verladestelle Breidenstein an der Scheldetalbahn ausgeht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikivoyage: Kurhessenbahn – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b "Daten und Zahlen". DB RegioNetz Kurhessenbahn, 2012, abgerufen am 12. August 2012.
  2. Neue Regionalnetze: Die Strategie der Deutschen Bahn. In: Eisenbahn-Kurier, Nr. 345, Juni 2001, ISSN 0170-5288, S. 8.
  3. Kurhessenbahn feiert 10jähriges Bestehen. Deutsche Bahn AG, 10. August 2012, abgerufen am 12. August 2012.
  4. Vgl. Imagebroschüre „DB RegioNetz – Wir geben der Region eine Zukunft.“, Kurhessenbahn, S. 9. DB Mobility Logistics AG, 2009_08, abgerufen am 12. August 2012 (PDF; 1,5 MB).
  5. http://korbach-frankenberg.de/
  6. Interessengemeinschaft Edertalbahn
  7. Fuhrpark. DB RegioNetz Kurhessenbahn, 2010, abgerufen am 26. Januar 2011.