Kurhessisches Jäger-Bataillon Nr. 11

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Fahne und Fahnenträger des Kurhessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 um 1900
Darsteller in Uniformen der Marburger Jäger um 1900 im Rahmen des Preußentages der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz (am Deutschen Eck)

Das Kurhessische Jäger-Bataillon Nr. 11 war von 1866 bis 1919 ein Verband der Preußischen Armee. Der letzte Friedensstandort des Bataillons war Marburg.

Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurde das Kurfürstentum Hessen von Preußen annektiert und die kurhessischen Regimenter in die Preußische Armee eingegliedert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hessischen Jäger gelten, aufgrund der Ersterwähnung von 1631, als der älteste Jägerverband in einer deutschen Armee. Altpreußen übernahm, nach dem hessischen Vorbild, später das Konzept der hessischen Jägertruppe, die sich überwiegend aus ausgebildeten Forstleuten und Berufsjägern rekrutierte. Im Gegensatz zu den mit Musketen ausgestatteten Linienregimentern, waren die Jäger meist mit ihren eigenen, präzise schießenden Büchsen, mit gezogenem Lauf, ausgestattet. Die Berufsjäger und Förster welche den Kern der Einheiten stellten, entstammten überwiegend Familien welche über Generationen in direktem herrschaftlichen Dienst standen, waren also staatsnahe Landeskinder und es von berufswegen her auch gewohnt, sich in unbekanntem Gelände frei zu bewegen und zu orientieren. Die Jägereinheiten operierten häufig als Kundschafter, Kuriere, Scharfschützen und Plänkler und im militärischen Ordnungsdienst. Ihre von den Linienregimentern abweichende Einsatztaktik- und Kampfweise nahm die modernen Auftragstaktik vorweg.

1631–1632[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der hessischen Jäger lässt sich in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurückverfolgen. Unter Landgraf Wilhelm V. wurde eine Jägertruppe zu drei Kompanien gebildet. Sie war mit Büchsen bewaffnet und nahm am Sturm auf Fritzlar im August 1631 und an der Erstürmung von Volkmarsen 1632 teil. Nach 1648 wurde die Truppe wieder aufgelöst.

1688–1689[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit von 1688 bis 1689 wurden wieder hessische Jägerkompanien unter dem Befehl des Oberförsters Oesterling erwähnt. Es handelte sich dabei um eine Kompanie „Fußjäger“ und eine Kompanie reitender Jäger, die im Krieg der Liga von Augsburg gegen den französischen König Ludwig XIV. kämpfte.

1758–1762[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Zeit des Siebenjährigen Krieges kämpften hessische Jäger an der Seite Friedrichs des Großen gegen Frankreich. Sie dienten im Englisch-Hannoverschen Heer des Herzogs Ferdinand von Braunschweig als hessische „Jäger-Brigade“ unter dem Kommando des Majors von Buttlar. Anfangs bestand die Jäger-Brigade aus zwei Kompanien, wurde jedoch bald schon um eine weitere Kompanie zu Fuß und eine reitende Kompanie ergänzt. In den Rekrutierungsakten ist besonders vermerkt, dass nur Forstleute, oder Männer mit guter körperlicher und geistiger Bildung, zu den Jägern eingezogen wurden. Die Besoldung war höher als bei Linieninfanteristen, der Umgangston besser und die Strafen geringer. Die Jäger kämpften in Westfalen, Hannover und Hessen. Im Gefechtskalender stehen dabei Kämpfe um Sandershausen, bei Landwehrhagen, bei Bergen, die Erstürmung von Osnabrück, die Verteidigung des Schlosses Friedewald und unter anderem das Gefecht bei Lünen an der Lippe.

1763–1776[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges werden die Jägerkompanien bis auf eine fünfzehn Mann (ein Offizier, zwei Oberjäger und zwölf Jäger) starke Stammeinheit aufgelöst. Erst Ende April 1774 wurde wieder eine Feldjäger-Kompanie aus gelernten Jägern in der Stärke von 102 Mann aufgestellt. Im Februar 1776 wurde aus dieser Einheit eine Leibjäger-Kompanie gebildet.

Jäger aus Hessen-Kassel, 1776–1783

1776–1784[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast die gesamte hessische Infanterie und Artillerie beteiligte sich unter englischem Sold am Feldzug gegen die aufständischen Kolonien in Amerika. Es wurden wieder zwei Jäger-Kompanien gebildet. Die Truppe nahm 1776 auf dem Marsch nach New-York teil, in der Schlacht von Long Island konnte es 5 Kanonen erobern. Sowie in folgenden Gefechten auf Manhattan während des 16. Septembers. in der Schlacht von White Plains kämpfte das Regiment bei Chatterton-Hill, später besetzte es das Fort Lee. Es kämpfte danach in der Ueberfall von Trenton wo die Hessen erhebliche Verluste hatten. Im Winterfeldzug 1776/77 kämpfte das Regiment bei Bound Brook, wo sich Hauptmann Ewald auszeichnete. Es kämpfte bei Quiddletown und nahm an der Expedition in die Chesapeake-Bay bei, dor kam es zur Schlacht von Iron Works Hill, Während eines britischen Vorstoßes kam traf man am White-Clay-Creek auf Widerstand. In der folgenden Schlacht von Brandywine konnte bei Chadds Furth eine Kanone erobert werden. Ferner kämpfte es bei Goschen, French-Creek und Philadelphia. Beim Vorstoß nach Germantown fielen beim Sturm auf das Fort Mercer der Oberst von Donop sowie weitere 49 Mann. Später nahm es am Gefecht bei Gloucester sowie der Eroberung von Fort Clinton und Fort Montgomery teil. Die Truppe wurde um drei weitere Fuß-Kompanien und eine reitende Kompanie vermehrt. Diese sechs Jäger-Kompanien wurden unter dem Kommando des Oberst von Wurmb unter dem Namen „Feldjägerkorps“ zu einem selbstständigen Truppenteil. Die Tapferkeit der hessischen Jäger findet ihren Niederschlag in einem Tagesbefehl von General Howe vom 4. September 1777.

1778 erfolgte der Rückzug nach New-York, dort war die Aufgabe noch die Verteidigung der Stellung von New-York, während der Schlacht von Monmouth kämpfte die Einheit beim Monmouth-Court-House.

In das Jahr 1779 fiel die Expedition nach Connecticut, die Eroberung von Stony Point, im Gefecht bei Younghouse am 3. Februar 1780 wurde ein amerikanischer Posten aufgehoben, Springfield. sowie der Feldzug nach Charlestown.

Im Jahr 1780 besetzte man Charleston und Savannah, zwei Kompanien wurden nach Yorktown verlegt, um den dortigen Tiefwasserhafen zu sichern.

1781 kämpfte das Regiment in Süd-Carolina in Guilford, bei Mac Kays-Mill konnte es 3 Kanonen erobern. Im Gefecht bei Kingsbridge kam er zur Heldentat des Sergeant Rübenkönig, der gefangen, mit augenblicklichem Tode bedroht, wenn er einen Laut von sich gäbe, aus allen Kräften rief: „Aufgepaßt, Jäger! die Rebellen sind da.“ – Verlust 36 Mann. Bei Portsmouth verteidigte der damalige Major Ewald und 33 Mann einen Pass gegen 800 Mann unter Lafayette. Nach drei erfolglosen Sturmversuchen gab La Fayette auf.

1784–1792[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende des Krieges wurde die Jäger-Einheit bis auf eine Stammtruppe aufgelöst. 1786 wurden die Hessen-Hanauischen Jäger-Kompanien einverleibt und damit die Stammtruppe wieder auf eine Stärke von zwei Kompanien gebracht. 1787 wurden die Jäger durch die Neubildung zweier Kompanien auf eine Gesamtstärke von vier Kompanien erhöht. Im darauf folgenden Jahr wurden zwei Kompanien geteilt und das Leichte Infanterie-Bataillon „von Lenz“ daraus gebildet.

1792–1795[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Feldjägerkorps kämpfte, zwei Kompanien stark, 1792 mit anderen hessischen Einheiten gegen die Truppen des revolutionären Frankreich. Zusammen mit den Einheiten Preußens und Österreichs zogen die Jäger gegen den Rhein und in die Champagne. Die Jägertruppe bewährte sich erneut und eroberte unter anderem durch handstreichartige Überfälle zahlreiche Kanonen. Alleine beim Sturm auf die Weißenburger Linien fielen den Jägern neun Kanonen und sieben Fahnen in die Hände. Auch im Verlauf dieses Krieges wurden die Jäger wieder durch eine Erwähnung im Divisionsbefehl (10. Januar 1795) geehrt.

1795–1806[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Frieden von 1795 wurden die Jäger unter dem Kommando des Obersten von Prüschenk vereinigt. Sie führten fortan den Namen „Hessisches Feldjägerkorps“ und die Kompaniestärke betrug nun je Kompanie 200 Mann. 1799 wurde es in „Jäger-Bataillon“ umbenannt und aus drei Kompanien zu Fuß und einer berittenen Kompanie gebildet. Zusammen mit zwei Füsilier-Bataillonen bildete es nun die „Brigade leichter Truppen“. Während dieser Zeit stand das Bataillon zuerst in Ziegenhain, später in Schmalkalden in Garnison.

1805 wurden die hessischen Truppen, darunter auch das Jäger-Bataillon, mobilgemacht. Napoleons schneller Sieg bei Austerlitz änderte die Lage für Kurhessen jedoch und die Truppen wurden in ihre Garnisonen zurückbeordert.

Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt wurde Hessen dem Königreich Westphalen unter der Herrschaft von Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte zugeschlagen und das Hessische Heer aufgelöst. Die Offiziere wurden als Kriegsgefangene in den Festungen Luxemburg und Metz interniert.

Schulterklappe des Kurhessischen Jäger-Bataillons Nr. 11. Das M steht für Margarethe von Italien, wird aber oft falsch als M für Marburger-Jäger gedeutet. Gleichzeitig bilden die gegeneinander gestellten Schenkel des M die Regimentsnummer 11

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gefechtskalender des 11. Jägerbataillons enthält folgende Schlachten und Gefechte:

Nach der Besetzung von Paris am 1. März 1871 wurden die deutschen Truppen in den Vororten stationiert. Nach dem offiziellen Kriegsende am 10. Mai 1871 unterstützte das Marburger Jäger-Bataillon vom 21. bis 30. Mai die französischen Regierungstruppen bei der Niederschlagung der Pariser Kommune, indem es die aus der Stadt fliehenden Männer, Frauen und Kinder an der Flucht hinderte.[1]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien gehörte nicht zu den Mittelmächten und war später sogar Kriegsgegner. Deshalb wurde zu Beginn des Weltkrieges das Bildnis der Königin Margaretha von Italien, der nominellen Chefin des Bataillons, mit einem schwarzen Tuch verhängt. Dieses Bildnis hing im Offizierskasino der Marburger Jäger und ist bis heute erhalten. Es befindet sich in Besitz der Kameradschaft Marburger Jäger. Außerdem legten die Jäger die Schulterklappen mit dem „M“ und der italienischen Krone ab und trugen während des Weltkrieges einfache Schulterklappen mit der Nummer „11“.

Der Gefechtskalender des Bataillons enthält folgende Schlachten und Gefechte:

1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. August --- Erster Mobilmachungstag
  • 14. bis 20. August --- Aufklärungsgefechte und gewaltsame Erkundung der feindlichen Stellungen bei Dinant
  • 15. bis 18. August --- Gefecht bei Dinant
  • 23. bis 24. August --- Beteiligung am Massaker von Dinant
    • 23. August --- Gefecht bei Houy – Leffe
  • 24. bis 27. August --- Eingreifen der 3. Armee in den Kampf der 2. Armee bei Namm in Richtung Mettet – Philippeville und anschließende Verfolgung in südwestlicher Richtung bis an die Sormonne.
  • 27. bis 30. August --- Schlacht an der Maas und Verfolgung bis an die Aisne
    • 27. August --- Gefecht bei Tremblois
    • 29. August --- Gefecht bei Novion Porcien
    • 30. August --- Gefecht bei Rethel – Schlacht an der Aisne und Verfolgung bis an die Marne
  • 31. August bis 5. September --- Gefecht bei Menil-Anncelles
    • 1. September --- Gefecht bei Pauvre
    • 3. September --- Gefecht bei Mourmelen – le Petit
    • 3. bis 4. September --- Gefecht in der Nacht bei Livry
  • 6. bis 11. September --- Schlacht an der Marne
    • 7. September --- Gefechte bei Sompuis
    • 11. September --- Gefecht bei Bussy-Lettres
  • 15. September bis 5. Oktober --- Kämpfe bei Reims
  • ab 25. Dezember --- bei Richebourg Avone

1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 6. März --- bei Richebourg Avone
  • 7. bis 9. März --- bei Neuve-Chapelle
  • 10. bis 14. März --- Schlacht bei Neuve-Chapelle
  • 20. März bis 8. Mai --- Stellungskämpfe in Französisch Flandern bei Auchy-chez-la-Bassée
  • 7. Mai bis 23. Juli --- Schlacht bei La Bassée
  • 24. Juli bis 24. September --- Stellungskämpfe in Französisch Flandern bei Auchy-chez-la-Bassée
  • 25. September bis 13. Oktober --- Herbstschlacht bei La Bassée

1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juli --- Verlegung des Bataillons an die Karpathenfront
  • August --- Kämpfe im Ludowa-Gebiet und Gefecht bei Skupowa
  • 19. August --- Erstürmung von Kreta und Stepanski
  • 1. bis 30. September --- Septemberschlacht in den Karpathen
  • ab 1. Oktober --- Stellungskämpfe in den Waldkarpathen – Smotrezhöhe und Staijki

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 24. Juli --- Stellungskämpfe in den Waldkarpathen – Smotrezhöhe und Staijki
  • 25. Juli bis 10. August --- Befreiung der Bukowina – Gefechte im Czeremosztal, bei Mihowa, bei Moldauisch Banilla und Augustendorf
  • 11. August bis 16. September --- Stellungskämpfe im Osten der Bukowina
  • 16. bis 23. Oktober --- Stellungskämpfe am Isonzo
  • 24. bis 27. Oktober --- Durchbruch durch die Julischen Alpen – Erstürmung der Jeza und der Höhe La Lima
  • 28. Oktober bis 3. November --- Schlacht bei Udine
  • 4. bis 11. November --- Verfolgungskämpfe vom Tagliamento bis zur Piave
  • 12. November bis 2. Dezember --- Stellungskämpfe an der unteren Piave
  • 3. bis 31. Dezember --- Kämpfe in den Venezianischen Alpen – Erstürmung des Monte Valderoa und Gefecht am Monte Fontana-Secca

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 12. bis 28. März --- Stellungskämpfe in Lothringen
  • 29. März bis 6. April --- Große Schlacht in Frankreich
  • 6. April bis 20. Mai --- Kämpfe an der Ancre, Somme und Avre
  • 15. bis 19. Juli --- Übergang über die Marne
  • 20. Juli bis 5. August --- Rückzug zur Vesle
  • 21. August bis 24. September --- Stellungskämpfe in der Champagne
  • 25. September bis 6. Oktober --- Abwehrschlacht in der Champagne
  • 21. Oktober bis 3. November --- Stellungskämpfe am Sambre-Oise-Kanal
  • 4. November --- Abwehrschlacht am Sambre-Oise-Kanal
  • 5. bis 11. November --- Rückzugskämpfe in Nordfrankreich

Das Bataillon verlor im Ersten Weltkrieg 37 Offiziere, 125 Oberjäger und 1030 Jäger. Vermisst werden vier Offiziere, 25 Oberjäger und 251 Jäger. Insgesamt also 1472 Mann.

Entstehung der einzelnen Teile des Bataillons und Wechsel der Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1813–1814 Kurhessisches Bataillon gelernter Jäger
  • 1814–1821 Kurhessisches Jäger-Bataillon
  • 1821–1832 Kurhessisches Garde-Jäger-Bataillon
  • 1832–1834 Kurhessisches 1. Schützen-Bataillon
  • 1834–1866 Kurhessisches Jäger-Bataillon


  • 1821–1832 Kurhessisches Füsilier-Bataillon des 2. Linien-Infanterie-Regimentes
  • 1832–1834 Kurhessisches 2. Schützen-Bataillon
  • 1834–1851 Kurhessisches Schützen-Bataillon
  • 1851–1856 Kurhessisches Füsilier-Bataillon
  • 1856–1856 Kurhessisches leichtes Infanterie-Bataillon
  • 1856–1866 Kurhessisches Schützen-Bataillon


  • 1856–1866 Nassauisches Jäger-Bataillon zu 5 Kompanien


  • 1866–1899 Hessisches Jäger-Bataillon Nr. 11
  • 1899–1919 Kurhessisches Jäger-Bataillon Nr. 11

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stellung des Regiments in der Armeeorganisation 1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterstellungen des Regiments im Ersten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chef des Bataillons[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommandeure (1814 bis 1904)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurhessisches Jäger-Bataillon

  • 1814 bis 1821 Ludwig Boedicker
  • 1821 bis 1833 Heinrich Schmidt
  • 1833 bis 1843 Georg Spangenberg
  • 1843 bis 1845 Gerhard Schlarbaum
  • 1845 bis 1851 Heinrich Schulz
  • 1851 bis 1852 Georg von Kaltenborn-Stachau
  • 1852 bis 1856 Ludwig Treusch von Buttlar
  • 1856 bis 1861 Bernhard von Wangenheim
  • 1861 bis 1862 Friedrich von Osterhausen
  • 1862 bis 1866 Ernst Wille

Herzoglich Nassauisches Jäger-Bataillon

  • 1855 bis 1862 Franz von Holbach
  • 1862 bis 1866 Carl von Hadeln

Kurhessisches Schützen-Bataillon

  • 1834 bis 1836 Ludwig von Berlepsch
  • 1836 bis 1847 Arnold d'Orville
  • 1847 bis 1850 Carl Hillebrand
  • 1850 bis 1851 Friedrich von Specht
  • 1851 bis 1854 Wilhelm von Baumbach
  • 1854 bis 1858 Reinier von Ende
  • 1858 bis 1859 Carl Henkel
  • 1859 bis 1859 Ludwig von Apell
  • 1859 bis 1861 Friedrich von Osterhausen
  • 1861 bis 1866 August von Oeynhausen

Kurhessisches Jäger-Bataillon Nr. 11

Hauptmann von Graeffendorff
  • 1866 bis 1868 Moritz von Frankenfeld-Ludwigsdorf
  • 1868 bis 1872 Hugo von Johnston
  • 1872 bis 1880 Gustav von der Mülbe
  • 1880 bis 1884 Arno Arndt
  • 1884 bis 1886 Erdmann von Schweinichen
  • 1886 bis 1888 Paul Kroll
Jäger-Kaserne in Marburg, erbaut 1867–69
Hagenau vor 1903
  • 1888 bis 1893 Georg von Bose
  • 1893 bis 1894 Otto Emmich
  • 1894 bis 1897 von Glümer
  • 1897 bis 1904 Karl von Borries
  • 1904 bis 1907 Hans von Müller
  • 1907 bis 1911 Friedrich Wilhelm zur Lippe
  • 1911 bis 1914 Rudolf von Buttlar
  • 1914 bis 1917 Max von Soden
  • 1917 bis 1918 Wolff von Graeffendorff
  • 1918 Hermann von Detten

Garnisonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das ursprünglich auf dem Friedrichsplatz in Marburg für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870–71 errichtete Denkmal steht heute etwas abseits auf dem Ortenbergplatz. Eine Tafel erinnert auch an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
  • Nach dem Krieg von 1870–71 wurde auf dem Schlachtfeld von Wörth, heute in der Nähe des Ortes Morsbronn-les-Bains, am 6. August 1895 ein Denkmal für die Gefallenen der 11er Jäger eingeweiht.
  • Angesichts der Beteiligung von Angehörigen des Bataillons etwa beim Boxeraufstand in China, dem Völkermord an den Herero und Nama in der früheren Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika (Namibia) 1904–07 oder dem Massaker von Dinant 1914 plant der Marburger Magistrat 2018 eine Gedenkinstallation in Konfrontation mit dem Kriegerdenkmal im Ludwig-Schüler-Park.[2][3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich, Klaus-Peter; Kirschner, Albrecht; Lützoff, Corinna; Nickel, Katharina: Zur Geschichte der „Marburger Jäger“. Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 101. Marburg 2014.
  • Moldenhauer, Siegfried: Geschichte des Kurhessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 1. Teil – Geschichte der Stammtruppen bis 1866, Elwert'sche Verlagsbuchhandlung Marburg 1913
  • Otto, Adolf, Hrsg.: Kriegstagebuch des Kurhessischen Jägerbataillons Nr. 11 1914–1918, Druckerei Feodor Willisch, Schmalkalden 1931
  • Schaefer, Bertram u. Völke, Heinrich: Geschichte des Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 11 1914–1919, Verlag Deutscher Jägerbund, Berlin – Gedruckt Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1927
  • Langkabel, Hermann: Marburg als Garnisonstadt, Festvortrag anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Bundeswehrgarnison in Marburg 1981, (Hrsg. vom Magistrat der Universität der Stadt Marburg)
  • Georg Alt, Das Königlich Preußische stehende Heer, Band 1, S.372ff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Geschichte der „Marburger Jäger“, S. 27 ff.
  2. „Kameradschaft Marburger Jäger“ lehnt Gedenkstätte ab. Oberhessische Presse, 1. Juni 2018
  3. https://www.marburg.de/portal/seiten/kunstwettbewerb-gedenkinstallation-schuelerpark-900001653-23001.html