Kurt-Schumacher-Brücke (Koblenz)

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Koordinaten: 50° 21′ 33″ N, 7° 33′ 47″ O

K 6 Kurt-Schumacher-Brücke Koblenz
K 6 Kurt-Schumacher-Brücke Koblenz
Nutzung Straße
Überführt K 6

Verbindung zwischen
B 416 und B 49

Querung von Mosel
Ort Koblenz
Unterhalten durch Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Konstruktion gevoutete Balkenbrücke

aus Spannbeton

Gesamtlänge 355 m
Höhe 15 m
Lichte Höhe 7,50–12,00 m
Baukosten 67 Mio. DM
Baubeginn 1987
Fertigstellung 1990
Eröffnung 20. August 1990
Lage
Kurt-Schumacher-Brücke (Koblenz) (Rheinland-Pfalz)
Kurt-Schumacher-Brücke (Koblenz)
Straßenkarte Raum Koblenz
Bruecken koblenz.png
5 = Kurt-Schumacher-Brücke
p1

Die Kurt-Schumacher-Brücke ist die jüngste Brücke über die Mosel in Koblenz. Sie verbindet die Stadtteile Metternich und Moselweiß mit Anschlüssen an die B 416 und B 49. Die dritte Straßenbrücke der Stadt über die Mosel bei Kilometer 3,95 hat eine Länge von 355 m und wurde 1990 fertiggestellt. Sie ist nach Kurt Schumacher, dem ersten SPD-Vorsitzenden nach dem Zweiten Weltkrieg, benannt worden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 9 stellt die Hauptverkehrsachse in Nord-Süd-Richtung durch Koblenz dar. Die Überquerung der Mosel über die Europabrücke stellt dabei ein Nadelöhr dar. Obwohl die Europabrücke bereits 1974 auf acht Spuren verbreitert wurde, war die Brücke zusehends überlastet. Das Verkehrsaufkommen hatte sich in den 1980er Jahren übermäßig erhöht. Es wurde somit immer dringlicher, die Europabrücke zu entlasten und eine neue Querung über die Mosel zu schaffen. Mit Errichtung der Kurt-Schumacher-Brücke auf der Westseite der Innenstadt von Koblenz wurde erreicht, dass der Verkehr der linken Moselseite noch vor der Europabrücke in das Zentrum und das in Moselweiß gelegene Verwaltungszentrum geleitet wird.

Die Grundsteinlegung durch Oberbürgermeister Willi Hörter wurde am 15. Juli 1987 gefeiert. Die Verkehrsfreigabe erfolgte nach 2½-jähriger Bauzeit am 20. August 1990. Die Baukosten der Kurt-Schumacher-Brücke betrugen 67 Mio. DM (57.150.364 €).[1]

Die ersten Sanierungsmaßnahmen, bei denen Verschleißteile ausgetauscht wurden, fanden im Juni/Juli 2014 statt.[2] Im selben Jahr lehnte die Stadt Koblenz eine Anbindung auf der Ostseite der Kurt-Schumacher-Brücke durch einen Tunnel unter der Moselstrecke hindurch zur Beatusstraße in der Goldgrube ab. Moselweißer Bürger fordern diese Anbindung, da man mit Bau der Nordtangente (2015–2016), einer Verbindung von der B 9 (Bubenheimer Kreisel) zum westlichen Brückenanschluss, eine weitere Verkehrsbelastung des Stadtteils befürchtet.[3]

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kurt-Schumacher-Brücke ist eine gevoutete Balkenbrücke aus Spannbeton und hat eine Länge von 355 m. Sie besitzt vier Fahrspuren sowie einen Fuß- und Radweg auf der Südseite. Die Höhe der Fahrbahntafel über der Wasseroberfläche beträgt in Brückenmitte etwa 15 Meter. Die Wassertiefe in Brückenmitte (Fahrrinne) beträgt etwa fünf Meter. Auf beiden Anschlussseiten befindet sich unter der Brücke jeweils ein P+R Parkplatz.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. Verlag für Anzeigenblätter GmbH, Hrsg.: Bernd Weber, Mülheim-Kärlich 2005 (2. überarb. u. erw. Aufl.), S. 493

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kurt-Schumacher-Brücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtchronik 1986–1991
  2. Baustelle auf der Kurt-Schumacher-Brücke in Koblenz in: Rhein-Zeitung, 23. Juni 2014
  3. Stadt Koblenz lehnt neue Anbindung an Kurt-Schumacher-Brücke ab in: Rhein-Zeitung, 30. Juli 2014