Kurt Bauch

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Kurt Bauch (* 25. November 1897 in Neustadt i. Meckl.; † 1. März 1975 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Kunsthistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Soldatenzeit im Ersten Weltkrieg absolvierte Kurt Bauch von 1919 bis 1921 ein Volontariat im Staatlichen Museum Schwerin. Seit 1922 studierte er Kunstgeschichte an der Universität Freiburg, wo er 1923 bei Hans Jantzen promoviert wurde und sich 1927 habilitierte. In Freiburg lehrte er bis 1932 als Privatdozent, danach am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt am Main als Dozent. Seit dem 1. Mai 1933 war er Mitglied der NSDAP. Zum Sommersemester 1933 wurde Kurt Bauch auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Freiburg berufen.

Im Jahr 1932 begann eine freundschaftliche Beziehung zwischen Kurt Bauch und Martin Heidegger. Der Briefwechsel ist seit 2010 veröffentlicht.[1] 1939 schlug er einen Ruf an die Universität Hamburg aus nachdem ihm ein Ausbau des Freiburger Instituts zugesagt wurde. Bauch war Mitglied des NS-Dozentenbundes und dort Referent für Wissenschaft.[2]

Er wurde 1939 eingezogen und diente bis 1944 als Korvettenkapitän bei der Marine. Danach lehrte er weiter in Freiburg und wurde 1962 emeritiert.

Seit 1958 war Bauch Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Zu Bauchs wichtigsten Forschungsfeldern zählte die niederländische Malerei, insbesondere Rembrandt.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berthold Hackelsberger, Georg Himmelheber, Michael Meier (Hrsg.): Festschrift Kurt Bauch. Kunstgeschichtliche Beiträge zum 25. November 1957. München/Berlin 1957.
  • Margrit Lisner, Rüdiger Becksmann (Hrsg.): Kunstgeschichtliche Studien für Kurt Bauch zum 70. Geburtstag von seinen Schülern. München/Berlin 1967.
  • Margrit Lisner: Im Kunstwerk sind Form und Inhalt identisch. Zum Tode von Kurt Bauch, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. März 1975, S. 19.
  • Willibald Sauerländer: Kurt Bauch †, in: Kunstchronik 28, 1975, S. 375–379.
  • Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon. Stuttgart/Weimar 1999, S. 11–13.
  • Martin Papenbrock: Kurt Bauch in Freiburg 1933−1945, in: Jutta Held, Martin Papenbrock (Hrsg.): Kunstgeschichte an den Universitäten im Nationalsozialismus. Göttingen 2003, S. 195–215.
  • Martin Papenbrock: Die Freiburger Kunstgeschichte in der Nachkriegszeit. In: Kunst und Politik. Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft. Göttingen, V & R Unipress, 2006, S. 8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Almuth Heidegger (Hrsg.): Martin Heidegger / Kurt Bauch: Briefwechsel 1932–1975. Martin Heidegger Briefausgabe Abt. II, Bd. 1. Alber, Freiburg 2010, ISBN 978-3-495-48409-8; Rezension in Information Philosophie 5/2011, S. 92-94.
  2. Freiburger Zeitung vom 16. April 1939. Abgerufen am 10. November 2014.