Kurt Flasch

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Kurt Flasch, 2012

Kurt Flasch (* 12. März 1930 in Mainz) ist ein deutscher Philosophiehistoriker, spezialisiert auf die Philosophie der Spätantike und des Mittelalters. Unter anderem befasste er sich eingehend mit den Werken von Augustinus von Hippo, Dietrich von Freiberg, Meister Eckhart und Nikolaus von Kues.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flasch wurde 1930 in Mainz geboren. Er studierte von 1952 bis 1957 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Philosophie, Geschichte, Gräzistik und Germanistik. Hier wurde er im Jahr 1956 unter Johannes Hirschberger und Max Horkheimer promoviert und 1969 habilitiert. Von 1970 bis 1995 war Flasch Ordinarius für Philosophie im Philosophischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Rufe nach Wien und Freiburg im Breisgau lehnte er ab. Er war Gastprofessor u.a an der Pariser Sorbonne.

Flasch verfasste Gesamtdarstellungen der mittelalterlichen Philosophie im Ganzen wie auch im Einzelnen: Zu Augustinus, Anselm von Canterbury, Meister Eckhart und Nikolaus von Kues, besonders zu Dietrich von Freiberg, dessen Werk er im Rahmen des von ihm zusammen mit Loris Sturlese begründeten Corpus Philosophorum Teutonicorum Medii Aevi herausgab.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier bedeutende Akademien führen ihn als Mitglied: die Accademia Nazionale dei Lincei, die Accademia Toscana di Scienze e Lettere, die Göttinger Akademie der Wissenschaften und die Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Letztere verlieh ihm im Jahr 2000 den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Flasch erhielt 2001 den Kuno-Fischer-Preis der Universität Heidelberg für seine Cusanus-Biographie, 2002 die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern[1] und 2009 den Hannah-Arendt-Preis[2] sowie die Ehrendoktorwürde der Universität Basel.[3] 2010 wurde er mit dem Lessing-Preis für Kritik[4] sowie mit dem Essay-Preis Tractatus, 2012 mit dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet.[5]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vittorio Hösle: Wie soll man Philosophiehistorie betreiben? Kritische Bemerkungen zu Kurt Flaschs philosophiehistorischer Methodologie. In: Philosophisches Jahrbuch. Bd. 111 (2004), S. 140–147.
  • Gustav Seibt: Die leibliche Begabung zur Geschichte. Zum 80. Geburtstag von Kurt Flasch, dem urbansten philosophischen Schriftsteller Deutschlands. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 59 vom Freitag, 12. März 2010, S. 13.
  • Hartmut Westermann: Epochenbegriffe und Historisierung. Ein Gespräch mit Kurt Flasch. In: Internationale Zeitschrift für Philosophie. ISSN 0942-3028, 2004, Heft 2, S. 193–209.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ehrenpromotionen der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Website der Universität Luzern, abgerufen am 7. April 2012.
  2. derstandard.at
  3. Ehrenpromotion der Philosophisch-Historischen Fakultät, Website der Universität Basel, abgerufen am 8. April 2012.
  4. derstandard.at
  5. Preis für einen Brückenbauer. In: FAZ. 10. Mai 2012, S. 29.