Kurt Hüpfner

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Kurt Hüpfner (* 22. Dezember 1930 in Wien) ist ein österreichischer Künstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurt Hüpfner begann 1947 die Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien-Neubau und schloss diese 1950 ab. Seine künstlerische Entwicklung war stark mit der intensiven Beschäftigung mit modernen und zeitgenössischen Kunstströmungen verbunden und prägte Hüpfner nachhaltig in seiner stetigen Suche nach einer eigenen künstlerischen Ausdrucksform.

Hüpfners künstlerisches Schaffen blieb lange Zeit im Verborgenen. 2006 nahm er erstmals an einer Gruppenausstellung teil. 2016 wurde seine erste museale Ausstellung „Kurt Hüpfner. Aus dem Verborgenen“ im damaligen 21 Haus, jetzt Belvedere 21, eröffnet. Seit 2016 wird im Belvedere Research Center das Online-Werkverzeichnis „Kurt Hüpfner“ erstellt und um neue Arbeiten laufend ergänzt.

Hüpfner lebt und arbeitet in Wien.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurt Hüpfners Werk ist entschieden geprägt von Kindheitserinnerungen an das NS-Regime, die ständige Bedrohung während der Kriegszeit und an die Nachkriegszeit. Das über 3100 Werke umfassende Schaffen Kurt Hüpfners beinhaltet Plastiken, Assemblagen, Collagen, Gemälde, Wandbehänge, Karikaturen, Druckgrafik (Siebdruck), Konvolute, Textbilder, sowie zahlreiche Zeichnungen und Graphic Novels. Verschiedene Kunstgattungen verschmelzen und der Künstler kombiniert Zeichnungen, Gemälde sowie Objekte zu neuen Installationen oder Werkgruppen.

Zentrales Thema in Hüpfners Werk ist eine Welt der Vorahnung und Prophezeiung. Diese bezeichnet er als „Omen“. Besondere Dinge oder Menschen, denen der Künstler begegnet, werden in seinem Empfinden magisch aufgeladen und manifestieren das Walten einer unsichtbaren Kraft. Häufig stellen Hüpfners Arbeiten mythologische oder sagenhafte Wesen dar, aber auch literarische, historische und politische Figuren beschäftigen ihn. Immer wieder verarbeitet der Künstler auch Erinnerungen an Krieg und Terror oder aktuelle tagespolitische Ereignisse.

Die Zeichnung ist für Kurt Hüpfner stets Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit. Hüpfners automatisches Zeichnen rührt an die gestisch-abstrakte Seite informeller Kunst, ohne jemals zur Gegenstandslosigkeit vorzudringen. Hüpfners Malerei zeigt seit Anfang der 1980er Jahre deutliche Parallelen zu neoexpressionistischen und neosymbolistischen Tendenzen, die bei ihm zu einer Synthese zwischen der italienischen Bewegung der Transavanguardia und der neuen wilden Malerei führt. Die plastischen Werke von Kurt Hüpfner beruhen meist auf der systematischen Übersetzung einer einzelnen Zeichnung ins Dreidimensionale. Dieser Tatsache ist es geschuldet, dass die Figuren häufig perspektivische Verzerrungen aufweisen, welche in der Zeichnung ihren Ursprung haben. Die schon auf dem Papier angelegte äußere Kontur bleibt für die dreidimensionale Umsetzung essenziell.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Galerie Sonnensegel, Wien
  • 2011: Galerie Dana Charkasi, Wien
  • 2016: Belvedere21, Wien
  • 2018: Galerie Ruberl, Wien
  • 2019: Kunstraum im Kinsky, Wien

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Museumsquartier Wien
  • 2007: Quartier 21 Museumsquartier Wien
  • 2008: Galerie Altnöder, Salzburg, mit Ernst Schmid
  • 2010: Galerie Altnöder, Salzburg
  • 2011: Künstlerhaus Klagenfurt
  • Galerie Altnöder, Salzburg
  • 2015: Belvedere21, Wien

Werke in Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]