Kurt Neumann (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kurt Neumann (* 10. Juni 1945 in Bischofswerda/Sachsen) ist ein deutscher Politiker (SPD, PDS, Die Linke).

Neumann wuchs in Nordfriesland auf. Nach einem Jurastudium in Berlin wurde er wissenschaftlicher Assistent und ist seit 1977 Rechtsanwalt.

Neumann war von 1966 bis zu seinem Parteiausschluss[1] 1996 Mitglied der SPD. Er war 1974 bis 1976 Landesvorsitzender der Jusos in Berlin und außerdem Bundesvorsitzender des Sozialistischen Hochschulbundes. Von 1994 bis 1998 war er direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Berlin-Kreuzberg – Schöneberg im Bundestag. Er war Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin, Mitglied in der Programmkommission für das „Berliner Programm“ der SPD, Mitglied im SPD-Landesvorstand und im Deutschen Bundestag. Neumann, der wegen Steuerhinterziehung, Verletzung der anwaltlichen Schweigepflicht, Untreue und Betrug verurteilt worden war, hatte dies innerparteilich zunächst nicht zugegeben, was 1995 zu einem Parteiordnungsverfahren führte.[2]

Er ist Mitglied der Linken und arbeitete bis Oktober 2005 für die Europaabgeordneten Tobias Pflüger und Sahra Wagenknecht. Seit Oktober 2005 ist er EU-Referent bei der Linksfraktion im Bundestag. Im Jahr 2012 formulierte er gemeinsam mit Wolfgang Gehrcke, Diether Dehm, Christiane Reymann und Harald Werner ein Plädoyer für eine „notwendige Re-Politisierung“ der Linken.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatProjektgruppe moralische Entsorgung. In: FAZ.net. 16. Juli 1999, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJan von Flocken: BUNDESTAG: Roter Skandalanwalt. In: Focus Online. 20. Januar 1997, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  3. Wolfgang Gehrcke, Diether Dehm, Kurt Neumann, Christiane Reymann, Harald Werner: Notwendige Re-Politisierung. In: Junge Welt vom 15. Mai 2012.