Kurt Röthlisberger

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Kurt Röthlisberger (* 21. Mai 1951) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballschiedsrichter und Bezirksschullehrer aus Suhr AG. Er wurde von 1990 bis 1994 fünf Mal in Folge als Schweizer „Schiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet.[1]

Einsätze[Bearbeiten]

Sperrung[Bearbeiten]

Kurt Röthlisberger wurde von der UEFA des Bestechungsversuchs im Zusammenhang mit der Champions-League-Partie GrasshoppersAJ Auxerre vom 30. Oktober 1996 für schuldig befunden und lebenslang gesperrt. Röthlisberger soll Grasshoppers-Manager Erich Vogel in dessen Büro aufgesucht und die Frage gestellt haben, ob der Klub daran interessiert wäre, dass der Schiedsrichter des Spiels „zumindest nicht gegen den Grasshopper-Club“ entscheiden würde. Als „finanzielle Entschädigung“ war laut UEFA von 100.000 Franken die Rede. Bestechungsvorwürfe gab es auch bei den Länderspielpartien Schweiz – Norwegen am 10. November 1996 und Türkei – Schweiz im Dezember 1994.[3] Äusserungen im Zusammenhang mit angeblichen Schiedsrichter-Bestechungen brachten ihn auch später wiederholt in die Bredouille.

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Später war Röthlisberger Initiator der Aktion Nez Rouge und ist Geschäftsführer der Stiftung Aarau eusi gsund Stadt. Als solcher hat er Personendaten von freiwilligen Fahrern der Aktion Nez Rouge verwendet, um Tickets für die Europameisterschaften 2008 zu erhalten.[4] 1995 kandidierte er für die SVP für den Nationalrat.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. football.ch: honors of swiss referees and assistants
  2. Statistik auf weltfussball.de
  3. Bericht auf rhein-zeitung.de
  4. Bericht auf NZZ online
  5. Année politique