Kurt Raaflaub

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Kurt Arnold Raaflaub (* 15. Februar 1941 in Buea) ist ein Schweizer Althistoriker.

Kurt Raaflaub wuchs in Basel und Kamerun auf und ist der ältere Bruder des Dirigenten Beat Raaflaub. Raaflaub studierte Geschichte und Klassische Philologie an den Universitäten Basel und Hamburg. 1970 promovierte er in Basel bei Christian Meier über den Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius. Von 1972 bis 1978 war er Assistenz-Professor an der Freien Universität Berlin. 1979 erfolgte dort die Habilitation. Raaflaub lehrte von 1978 bis zu seiner Emeritierung 2009 als Professor für die Geschichte des Altertums an der Brown University. Von 1992 bis 2000 war er zusammen mit Deborah Boedeker Direktor des Center for Hellenic Studies in Washington, D.C. Raaflaub ist seit 1995 korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Römische Republik, die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenlands, das politische und soziale Umfeld der homerischen Dichtung, die athenische Demokratie, Krieg und Frieden in der Antike.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • Anfänge politischen Denkens in der Antike. Die nahöstlichen Kulturen und die Griechen. München 1993, ISBN 3-486-55993-1.
  • Die Entdeckung der Freiheit. Zur historischen Semantik und Gesellschaftsgeschichte eines politischen Grundbegriffes der Griechen. München 1985, ISBN 3-406-30552-0.
  • Dignitatis contentio. Studien zur Motivation und politischen Taktik im Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius. München 1974, ISBN 3-406-04790-4

Herausgeberschaften

  • zusammen mit Mark Toher: Between Republic an Empire. Interpretations of Augustus and his Principate, Berkeley 1990, ISBN 0-520-06676-6
  • zusammen mit Ian Morris: Democracy 2500? Questions and Challenges, Dubuque, Iowa 1998, ISBN 0-7872-4466-X.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Baltrusch: Geschichte der Alten Geschichte an der Freien Universität. In: Karol Kubicki, Siegward Lönnendonker (Hrsg.): Die Geschichtswissenschaften an der Freien Universität Berlin (= Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte der Freien Universität Berlin. Bd. 2). V & R unipress, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89971-475-3, S. 11–40, hier: S. 37.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]