Kurt Weinmann

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Kurt Weinmann (* 5. Dezember 1922 in Öhringen; † 24. Januar 2007) war ein deutscher Chemiker und Unternehmer in der chemischen Industrie.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Weinmann Chemie, Physik und Mathematik an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universität Stuttgart. Im Jahre 1952 wurde er mit einer Arbeit über Bindemittel für Einbrennlacke mit Wasser als Lösemittel promoviert. Seine berufliche Tätigkeit führte ihn zunächst zur Robert Bosch GmbH, wo er für Beschichtungen und Kunststoffe verantwortlich war. 1959 wurde er kaufmännischer und technischer Leiter einer Chemie- und Lackfabrik. Von 1962 bis 1964 war er Chefchemiker und Prokurist bei den Lesonal Werken. An der Technischen Akademie Esslingen (TAE) war er seit 1965 Lehrgangsleiter und Dozent am Institut für das Kontaktstudium der Universität Stuttgart.

Am 1. Mai 1967 trat Weinmann als Geschäftsführer bei der der Loba-Holmenkol-Chemie Dr. Fischer und Dr. Weinmann KG in Ditzingen ein. Zwei Jahre wurde er persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter und Hauptgesellschafter. Diese Position hatte er bis 1990 inne. Im Jahre 1975 wurde er Handelsrichter am Landgericht Stuttgart.

Weinmann war Kuratoriumsvorsitzender des Instituts für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft sowie Mitarbeiter und viele Jahre Obmann des Deutschen Instituts für Normung und Vorstand am Institut für das Bauen mit Kunststoffen (IBK). Seine Erfolge in der wissenschaftlichen Tätigkeit schlugen sich in zahlreichen Patenten und etwa 160 wissenschaftlichen Fachveröffentlichungen nieder. 1982 wurde er zum professor ernannt.

Nach seinem Ableben am 24. Januar 2007 wurde er auf dem Waldfriedhof Stuttgart beerdigt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stellvertretender Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer (IHK)

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beschichten mit Lacken und Kunststoffen, 1967
  • Lacke, Farben..., 1970
  • Energiebilanz, 1981
  • Bautenschutz, Bauphysik und Bauchemie, als Autor und Hrsg., 1990
  • Moderner Bautenschutz. Beiträge zur Energiesparung und Werterhaltung mit A. Edelmann und H. Haagen, 1992
  • Handbuch Bautenschutz in 3 Bdn., mit Günter Rieche, 2000

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Habel, Wer ist Wer?, Lübeck 1993