Kurzdorf

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Kurzdorf
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
Politische Gemeinde: Frauenfeldi2w1
Postleitzahl: 8503
Koordinaten: 709272 / 268787Koordinaten: 47° 33′ 39″ N, 8° 53′ 26″ O; CH1903: 709272 / 268787
Höhe: 404 m ü. M.
Karte
Kurzdorf (Schweiz)
Kurzdorf
wwww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1919

Kurzdorf [ˈkxʊrtsdɔrf] (im einheimischen Dialekt: [(s) xʊʀtsˈd̥ɔːʀfˑ] oder [ˈxuʀtːsd̥ɔːʀfˑ]) ist ein Ortsteil der Stadt Frauenfeld im Schweizer Kanton Thurgau und liegt nordwestlich des Stadtkerns auf der linken Seite der Murg.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der alte Name sowohl des Langdorfs als des Kurzdorfs lautet Erchingen; der Zusatz Kurz(en)- ist erstmals 1316 belegt (Kurtzenerchingen; daneben schon 1312: in villa zem langen Erchingen) und liegt in der unterschiedlichen Gestalt der beiden Siedlungsteile begründet: Kurzenerchingen war ein sogenanntes Haufendorf, während Langenerchingen ein langgezogenes Strassendorf bildete.

Der Ersatz des Namens Erchingen durch das einfache Wort dorf scheint 1328 zum ersten Mal auf (ze der obrun kilchun ze Erchingen ... ze der kilchun ze dem Kurzendorfe) und ist im 18. Jahrhundert vollzogen (1743 dem Heini Funsting von Langen Erchingen jetz Langdorff genant).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Haufendorf liegt an der Römerstrasse von Winterthur nach Pfyn. 889 bestätigte der ostfränkische König Arnulf von Kärnten Erchingen als Eigentum des Klosters Reichenau. Seit dem 13. Jh. gehörte es zum Amt Frauenfeld und später bis 1798 zum Stadtgericht. Zwischen 1803 und 1919 bildete Kurzdorf eine eigene Ortsgemeinde innerhalb der Munizipalgemeinde Frauenfeld.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eugen Nyffenegger/Oskar Bandle & al., Thurgauer Namenbuch 1.1: Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau (A–I), Huber, Frauenfeld 2003, ISBN 978-3-7193-1309-8, p. 454f., Erchingen.
  2. Erich Trösch: Kurzdorf In: Historisches Lexikon der Schweiz., Version vom 18. Januar 2006.