Kurzkupplung (Eisenbahn)

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Eine Kurzkupplung im Eisenbahnbereich ist eine nicht standardisierte Kupplung zweier Eisenbahnfahrzeuge, welche im Vergleich zu normalen Schraubenkupplungen und Mittelpufferkupplungen einen kürzeren Abstand sowie eine höher belastbare Verbindung ermöglicht. Kurzkupplungen lassen sich nur durch Lösen von Schraubenverbindungen in der Werkstatt trennen und werden im regulären Zugbetrieb nicht getrennt.

Kurzkupplungen können so ausgeführt sein, dass sie Druckkräfte übertragen können und die Seitenpuffer entfallen; oder jedes Fahrzeug besitzt nur einen Mittelpuffer zur Aufnahme der Druckkräfte nahe bei der Kurzkupplung, welche ihrerseits nur Zugkräfte überträgt.[1]

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzkupplung an einem Schlepptender für Dampflokomotiven
Kurzgekuppelte Autotransportwagen DB Typ Laaeks

Kurzkupplungen werden bei den Fahrzeugen der Berliner S-Bahn, Triebzügen, Containertragwagen, Leig-Einheiten und Autotransportwagen eingesetzt.[1] Schwere Schüttgut-Wagen für den Erztransport werden häufig mit einer Kurzkupplung zu paarigen Einheiten verbunden.[2] Kurzkupplungen verbinden meist auch Dampflokomotiven mit ihrem zugehörigen Schlepptender.

Kurzkupplungen bei Modellbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzkupplungen bei Modellbahnen sind knickstabile Kupplungsvorrichtungen, die durch eine Kulissenführung eine enger aneinandergerückte, originalgetreuere Verbindung der Modellfahrzeuge ermöglichen, als sie mit den klassischen, nicht knickstabilen Kupplungen möglich ist. Die Kulisse sorgt dafür, dass sich der Abstand zwischen den Wagenkästen in den Kurven vergrößert, so dass sich diese nicht berühren und entgleisen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lexikon der Eisenbahn. 8. Auflage. Transpress, Stuttgart 1990, ISBN 3-344-00160-4, S. 472.
  2. dybas - Güterwagen DB AG - F. Abgerufen am 17. Dezember 2017.