Kutschpferdestall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kutschstall)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kutschpferdestall in Potsdam, 2012

Der Kutschpferdestall ist ein frühklassizistisches Bauwerk am Neuen Markt in Potsdam. Zusammen mit seinen Nebengebäuden beherbergt er das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt neben dem Marstall für die königlichen Reitpferde am Standort des Stadtschlosses erbaute der preußische Hofbaumeister Andreas Ludwig Krüger mit den Bildhauern Johannes Eckstein und Johann und Michael Wohler in den Jahren von 1787 bis 1790 im klassizistischen Baustil mit aufwendiger Fassadenornamentik und einem Portal der Art eines römischen Triumphbogens mit vier freistehenden toskanischen Säulen aus Rothenburger Sandstein an der Schauseite des Stalls für 100 königliche Kutschpferde mit Zimmern für Vorreiter und Stallburschen im Obergeschoss sowie Remisen für die zugehörigen Kutschen auf dem Hof.

Auf den Portalgesimsen befinden sich zwei Figurengruppen, die eine Quadriga einrahmen.

Nach dem Ersten Weltkrieg nutzte zunächst die berittene Polizei den Kutschpferdestall. Später wurden die Gebäude dann als Tennishalle, Möbellager, Garagen, Werkstätten und ab 1940 als Obst- und Gemüsemarkt genutzt.

Nach den Brandschäden in Folge der Bombennacht von 1945 wurde das Anwesen wieder instandgesetzt und fand in den Folgejahrzehnten erst wieder als Werkstatt – diesmal zur Autoreparatur – und später als Lager für den Großhandelsbetrieb Obst, Gemüse und Speisekartoffeln Verwendung. Nach ihrer Grundsanierung werden die Gebäude seit 2003 als Museumsräume für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kutschpferdestall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jutta Götzmann, Thomas Wernicke, Kurt Winkler (Hrsg.): Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2010, S. 219f; ISBN 978-3-942476-03-4.

Koordinaten: 52° 23′ 46,5″ N, 13° 3′ 25″ O