KwaZulu-Natal

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KwaZulu-Natal
Lage
Symbole
Wahlspruch
„Masisukume Sakhe“
Basisdaten
Staat Südafrika
Hauptstadt Pietermaritzburg
Fläche 94.361 km²
Einwohner 10.267.300 (2011[1])
Dichte 109 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 ZA-NL
Webauftritt www.kwazulunatal.gov.za (englisch)
Politik
PremierministerVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges Zweli Mkhize
Partei ANCVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges

KwaZulu-Natal (Natal auf der zweiten Silbe betont) ist eine Provinz an der Ostküste Südafrikas. Sie grenzt im Norden an Swasiland, Mosambik und an Mpumalanga, im Süden an das Ostkap, im Westen an Lesotho und den Freistaat sowie im Osten an den Indischen Ozean. Die Provinz entstand 1994 aus der Zusammenlegung des früheren Homeland KwaZulu und der ehemaligen Provinz Natal. Sie beinhaltet das traditionelle Siedlungsgebiet der Zulu und ist die einzige Provinz, die den Namen einer ethnischen Gruppe in ihrem Namen trägt.

Geographie[Bearbeiten]

KwaZulu-Natal nennt sich die Gartenprovinz Südafrikas. Die Landschaft lässt sich in drei Zonen einteilen: flache Küstengebiete, hügelige Ebenen im Inland sowie zwei Gebirgszonen: die Drakensberge im Westen und die Limpopo Berge im Norden. Das Klima ist generell warm und feucht, aber im höhergelegenen Inland kann es im Winter sehr trocken und recht kalt werden. Im Küstenstreifen standen früher tropische Wälder - heute wird hier häufig Zuckerrohr angepflanzt. In diesem Klima gedeihen aber auch viele tropische Früchte wie Bananen, Mangos, Litschi, Ananas und Guaven.

Die Sandstrände an der Nordküste (nördlich von Durban) und an der Südküste (südlich von Durban) mit ihrem warmen Wasser sind beliebte Ferienziele für viele In- und Ausländer.

Distrikte[Bearbeiten]

Die Provinz gliedert sich in folgende Distrikte: [2]

Städte[Bearbeiten]

  • Durban hieß ursprünglich Port Natal und bestand schon, als die Buren 1838 nach Natal kamen. Später wurde die Stadt nach dem britischen Gouverneur d'Urban umbenannt. Heute ist Durban mit 2 Millionen Einwohnern die größte Stadt KwaZulu-Natals. Im Umkreis liegen Kloof und Hillcrest.
  • Pietermaritzburg wurde 1838 von den Buren als Hauptstadt ihrer Republik Natalia gegründet. Von 1994 bis 2004 teilte sie sich den Titel der Provinzhauptstadt mit der traditionellen Hauptstadt des Zululandes Ulundi.

Weitere Städte sind Newcastle, Dundee, Vryheid (Freiheit) und Hluhluwe im Norden der Provinz, Port Shepstone und Kokstad im Süden.

Politik[Bearbeiten]

Bei den Wahlen 2014 zur Provincial Legislature blieb der ANC in KwaZulu-Natal die stärkste Partei. Die Mandate verteilen sich wie folgt.

Partei Sitze +/−
African National Congress (ANC) 52 + 1
Democratic Alliance (DA) 10 + 3
Inkatha Freedom Party (IFP) 9 – 9
National Freedom Party (NFP) 6 + 6
Economic Freedom Fighters (EFF) 2 + 2
Minority Front (MF) 1 – 1
Summe '80

Bevölkerung[Bearbeiten]

Den größten Teil der Bevölkerung machen die Zulu aus. Sie sprechen isiZulu, eine Bantusprache. Die Stämme, die in der Gegend der heutigen Provinz lebten, wurden im 19. Jahrhundert vom Zulukönig Shaka zu einem Volk vereinigt.

Obwohl die Republik Natalia von Buren gegründet wurde, überwiegt heute der englische Einfluss in KwaZulu-Natal. Die Buren zogen weiter ins Inland, nachdem das Vereinigte Königreich Natal 1842 annektiert hatte. Daraufhin ließen sich viele britische Einwanderer in dieser fruchtbaren Gegend nieder.

Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Inder als Arbeiter für die Zuckerplantagen nach Südafrika angeworben. Diese zogen später größtenteils in die Städte. Sie stellen den Großteil der Hindus Südafrikas, es gibt aber auch Moslems unter ihnen. Durban ist die Stadt mit der größten indischstämmigen Bevölkerung außerhalb des indischen Subkontinents.

Es ließen sich auch deutsche Einwanderer im heutigen KwaZulu-Natal nieder. In der Gegend um Wartburg, Harburg und Hermannsburg leben auch heute noch deutschsprechende Südafrikaner.

Parks und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Nationalparks

Naturschutzgebiete

  • Albert Falls Nature Reserve
  • Amatigulu Naturschutzgebiet
  • Cobham Naturschutzgebiet
  • Coleford Naturschutzgebiet
  • Craigie Burn Naturschutzgebiet
  • Didima Conservation Area
  • Dr Alden Lloyd Naturschutzgebiet
  • Dragon Peaks Naturschutzgebiet
  • Enseleni Naturschutzgebiet
  • Entumeni Naturschutzgebiet
  • Garden Castle Naturschutzgebiet
  • Harold Johnson Naturschutzgebiet
  • Hazelmere Naturschutzgebiet
  • Highmoor Wilderness Reserve
  • Himeville Naturschutzgebiet
  • Impofana Naturschutzgebiet
  • Itala Naturschutzgebiet
  • Kamberg Naturschutzgebiet
  • Karkloof Naturschutzgebiet
  • Kosi Bay Naturschutzgebiet
  • Kranskloof Naturschutzgebiet
  • Lake Eteza Naturschutzgebiet
  • Loteni Naturschutzgebiet
  • Malekgonyane Wildlife Reserve
  • Mapelane Naturschutzgebiet
  • Mdedelelo Wilderness Area
  • Midmar Nature Reserve
  • Mihobi Naturschutzgebiet
  • Mkomazi Naturschutzgebiet
  • Mount Currie Naturschutzgebiet
  • Mzimkhulu Wilderness Area
  • Oribi Gorge Naturschutzgebiet
  • Pongolapoort Naturschutzgebiet
  • Queen Elizabeth Park Naturschutzgebiet
  • Richards Bay Naturschutzgebiet
  • Spioenkop Dam Naturschutzgebiet
  • St Lucia Marine Reserve
  • Tembe Elephant Reserve
  • The Swamp Naturschutzgebiet
  • Tugela Drift Naturschutzgebiet
  • Umgeni Valley Naturschutzgebiet
  • Umlalazi Naturschutzgebiet
  • Umtamvuna Naturschutzgebiet
  • Vergelegen Naturschutzgebiet
  • Vernon Crookes Naturschutzgebiet
  • Wagendrift Naturschutzgebiet
  • Weenen Naturschutzgebiet
  • Wilfred Bauer Naturschutzgebiet

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bei Dundee und Newcastle existieren Kohlevorkommen, deren Bergwerke ihre Produkte zum Kohleterminal in den Hafen Richards Bay liefern. Im Norden bei Pongola gibt es Goldvorkommen, die aber nur von geringer Bedeutung sind. Ferner werden Schwermineralsande in Küstenbereichen und Natursteinsorten an verschiedenen Orten gewonnen.[3]

Regionale ökonomische Schwerpunkte bilden das Hafengebiet von Richards Bay sowie die umliegenden Industriestandorte und die Industrieregion Durban mit ihrem für Südafrikas Im- und Exportgeschäft bedeutsamen Hafen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011, S. 18 (PDF-Datei; 2,8 MB), abgerufen am 6. Mai 2013
  2. Gemeindegrenzen Südafrika
  3. Summary of Economic Geology of Provinces: Kwa Zulu Natal. auf www.geoscience.org.za