Kyokujitsuki

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FIAV 001000.svg Flagge der Kaiserlich Japanischen Armee (1870–1945)
FIAV 001000.svg Flagge des japanischen Heeres (1954–)
Kriegsflagge zur See? Flagge der Kaiserlich Japanischen Marine (1889–1947) und der japanischen Marine (1954–)
Seitenverhältnis 2:3

Kyokujitsuki (jap. 旭日旗, dt. „Flagge der aufgehenden Sonne“, engl. Rising Sun Flag) wird die japanische Militärflagge bezeichnet. Bei den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften zeigt die Flagge der Marine 16 rote Strahlen bei einem Seitenverhältnis von 2:3, die des Heeres 8 rote Strahlen, die Sonne genau in der Mitte (Seitenverhältnis 5:6) und einen goldenen Rand. Aufgrund der Gräueltaten der Japaner im Zweiten Weltkrieg unter dieser Flagge ist diese umstritten und gilt als Symbol des japanischen Imperialismus.[1][2][3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die japanischen Kaiser stammen aus einem Geschlecht, das seine Macht von seiner Herkunft ableitet. Die Familie stammte angeblich von der Sonnengöttin Amaterasu ab. Deshalb wurde das Symbol der Sonne schon bald zum Symbol Japans. Um 1870, als die Meiji-Regierung das Shogunat ablöste begannen die Befehlshaber nach einer bestimmten Kriegsflagge zu suchen, denn bis dato waren die Samurai die Verteidiger des Landes und trugen Flaggen ihrer jeweiligen Daimyate.

Wenig später wurde das Motiv der aufgehenden Sonne mit Sonnenstrahlen gewählt und die Streitkräfte zu Land und zu Wasser mit ihr ausgerüstet. Die Flagge wurde zuerst 1894/95 im sinochinesischen Krieg verwendet.

Berühmt wurde sie jedoch durch den Zweiten Weltkrieg, als japanische Kriegsschiffe unter dieser Flagge im Pazifik im Einsatz waren. Das Motiv war zudem bei den Kamikazepiloten sehr beliebt und wurde nicht selten auf das jeweilige Flugzeug gemalt oder eine kleine Flagge als Stirnband getragen. Auch wurde sie von den Landeinheiten oft ins Feld geführt.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1945 bis 1954 hatte Japan keine Militärstreitkräfte und daher wurde die Flagge nicht benutzt, seit 1954 fahren die Kriegsschiffe der Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte wieder unter dieser Flagge. Das Heer in Form der Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte verwendet hingegen eine abgeänderte Variante.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kyokujitsuki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tomomi Yamaguchi: Xenophobia in Action. Ultranationalism, Hate Speech, and the Internet in Japan. In: Radical History Review. 2013, S. 98–118, doi:10.1215/01636545-2210617 (englisch, rhr.dukejournals.org [abgerufen am 18. Januar 2017]).
  2. J.A. Mangan, Sun-Yong Kwon & Bang-Chool Kim: London 2012 – Site for Political Animosities: South Korea and Japan in Confrontational Rational ‘Irrationality’ (Part One: Long Memories). In: The International Journal of the History of Sport. Band 30, Nr. 15, 2013, S. 1784–1795, doi:10.1080/09523367.2013.842559 (englisch, tandfonline.com [abgerufen am 18. Januar 2017]).
  3. Takashi Yoshida: Why do flags matter? The case of Japan. In: China Policy Institute. 22. Juli 2015, abgerufen am 18. Januar 2017 (englisch).
  4. Adam Taylor: Japan has a flag problem, too. In: Washington Post. 27. Juni 2015, abgerufen am 18. Januar 2017 (englisch).