Kyren Wilson

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Kyren Wilson
Kyren Wilson
Geburtstag 23. Dezember 1991[1]
Geburtsort Kettering,Northamptonshire, England
Nationalität EnglandEngland England
Spitzname(n) The Warrior[1]
Profi 2010/11, seit 2013[2]
Preisgeld 300.905 £[2]
Höchstes Break 143[2] (WM 2016)
Century Breaks 59[2]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege 1
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 18[3] (März–April 2016)
Aktueller WRL-Platz 13 (Stand: 2. Mai 2017)

Kyren Wilson (* 23. Dezember 1991 in Kettering (Northamptonshire)) ist ein englischer Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Profijahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilsons größte Erfolge im Juniorenbereich waren Siege bei der U18 Silver Waistcoat Tour in den Jahren 2005 und 2006. Sein erstes (inoffizielles) Maximum Break erzielte er 2009.

2007/08 bis 2009/10 nahm Wilson jeweils an der Pontin’s International Open Series (PIOS) teil, der damaligen Qualifikations-Turnierserie für die Snooker Main Tour. Nachdem er in den ersten beiden Spielzeiten nur Platz 57 bzw. 45 belegt hatte, gewann er in seiner dritten PIOS-Saison das sechste der acht Turniere (6:4 gegen Liam Highfield), so dass er sich am Ende als Fünfter der Gesamtrangliste für die Main Tour der Saison 2010/11 qualifiziert hatte.[4]

Mangels guter Ergebnisse verlor er seinen Profistatus jedoch direkt nach seiner Debütsaison wieder. Seine besten Ergebnisse erzielte er bei der PTC-Serie 2010/11 mit dem zweimaligen Erreichen der Runde der letzten 32. Bei vollwertigen Ranglistenturnieren kam er nicht über die Runde der letzten 64 hinaus. Eine direkte Wiederqualifizierung über die Q School gelang ihm nicht.

Als Amateur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2011/12 nahm er – nun wieder als Amateur – an allen 12 Turnieren der PTC-Serie teil. Mit Siegen über die Profis Ben Woollaston, Tian Pengfei, Michael Holt und Joe Perry erreichte er das Viertelfinale der Kay Suzanne Memorial Trophy 2011 (PTC 7). Bei den übrigen Turnieren kam er jedoch nie über die Runde der letzten 64 hinaus. Am Ende belegte er Platz 72 der PTC-Order of Merit und verpasste knapp die Main-Tour-Qualifikation.[5] Um sich dennoch für die Snooker-Saison 2012/13 zu qualifizieren, meldete sich Wilson erneut bei den Turnieren der Q School an. Nach seinem Erstrundensieg beim ersten Event verlor er im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Chen Zhe. Bei den folgenden beiden Events verlor er jeweils sein Auftaktmatch.

Somit blieben ihm in dieser Spielzeit erneut nur die PTC-Turniere, um sich mit den Profis zu messen. Sein bestes Ergebnis erzielte er erneut bei der Kay Suzanne Memorial Trophy, als er das Achtelfinale erreichte und unter anderem Stephen Maguire schlug. Zweimal kam er zudem unter die letzten 32, und fünf weitere Male sammelte er Punkte durch das Erreichen der Hauptrunde. Obwohl er diesmal nur 75. in der Order of Merit war, war er diesmal der Siebtbeste der noch nicht für die Main Tour qualifizierten Spieler und bekam so das Tourticket, diesmal für die nächsten beiden Spielzeiten.

Profizeit ab 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2013/14 gelang ihm beim Shanghai Masters erstmals die Qualifikation für das Hauptturnier. Dort besiegte er dann mit Stuart Bingham und Marco Fu gleich zwei Top-16-Spieler und wurde erst im Viertelfinale von Michael Holt gestoppt. Bei den International Championship besiegte er in der Qualifikation Jamie Cope,und so fuhr er ein zweites Mal nach China. Dort besiegte er in Runde 1 ein weiteres Mal Stephen Maguire, bevor er in Runde 2 ausschied. Die dritte Fahrt zu den China Open endete dann allerdings mit einer Auftaktniederlage. Bei den weiteren Weltranglistenturnieren scheiterte er in der Qualifikation. Kleinere Erfolge hatte er zudem bei der Players Tour Championship; so erreichte er bei den Ruhr Open 2013 zum zweiten Mal ein PTC-Achtelfinale. Den erfolgreichen Saisonabschluss bildete für Wilson die Weltmeisterschaft; unter anderem mit Siegen über Rod Lawler und Graeme Dott qualifizierte er sich erstmals für die Endrunde im Crucible, in der er Ricky Walden mit 7:10 unterlag. Am Saisonende hatte er sich damit bis auf Platz 70 der Weltrangliste verbessert.

Im folgenden Jahr konnte er die guten Ergebnisse nicht ganz bestätigen. Erneut qualifizierte er sich zwar für International Championship und China Open, verlor dann aber jeweils das Auftaktmatch. Auch bei der UK Championship 2014 kam das Aus im zweiten Spiel. Lediglich bei den Indian Open 2015 gelang ihm mit dem Einzug ins Achtelfinale ein größerer Erfolg. Einen Achtungserfolg verbuchte er zudem beim Snooker Shoot-Out 2015, einem Einladungsturnier mit Sonderregeln, bei dem er bis ins Halbfinale gelangte. Trotz einer Auftaktniederlage bei der WM hatte er aber genug Preisgelder gesammelt, um in der Weltrangliste in der Zweijahreswertung Platz 56 zu erreichen und somit seinen Profistatus zu erhalten.

Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2015/16 schaffte er beim Shanghai Masters erneut die Qualifikation. Wie zwei Jahre zuvor erreichte er – unter anderem mit einem Sieg über Joe Perry – das Viertelfinale, in dem er Ding Junhui im entscheidenden Frame auf die schwarze Kugel besiegte. Es war sein erster Sieg gegen einen Top-5-Spieler. Anschließend besiegte er Mark Allen mit 6:1 und spielte gegen Judd Trump das erste Finale seiner Profikarriere. Trotz wechselhaften Verlaufs behielt er die Nerven und holte sich im letzten Frame mit 10:9 seinen ersten Titel. Durch den Sieg verbesserte er sich auf Platz 22 der Weltrangliste.

Der Sieg beim Shanghai Masters qualifizierte ihn für das Champion of Champions im November 2015.[6] Bei diesem Turnier kam er nach Siegen über Judd Trump und Zhou Yuelong bis ins Halbfinale. Dort scheiterte er mit 3:6 an Mark Allen.[7]

Im Februar erreichte er beim German Masters erneut das Halbfinale. Nach zwei Siegen in der Qualifikation konnte er in Berlin Rory McLeod, Michael Holt und Ryan Day jeweils mit 5:4 besiegen. Im ersten Match gegen McLeod lag er bereits mit 1:4 zurück, gewann aber noch mit 4 Frames in Folge. Im Halbfinale gegen Luca Brecel kämpfte er sich, nachdem er die ersten drei Frames verloren hatte, zwischenzeitlich noch zum 4:3, verlor das Match dann aber 6:3[8] Nach dem German Masters wurde er mit Platz 19 in der Weltrangliste auf seiner bis dahin besten Position geführt.[9]

Nach dem Finale der Players Tour Championship stieg er in der Rangliste kurzfristig, bis nach den China Open 2016, auf Platz 18.[3]

Für die Snookerweltmeisterschaft 2016 konnte er sich mit Siegen über Jason Weston, Martin O’Donnell und Matthew Stevens für die Hauptrunde im Crucible Theatre qualifizieren. In der ersten Runde konnte er in einem knappen Spiel gegen den gesetzten Joe Perry durchsetzen. Zu Beginn des Spiels ging Perry mit 0:2 und 2:4 zweimal mit zwei Frames in Führung, im restlichen Verlauf der Partie konnte kein Spieler mehr als einen Frame in Führung gehen, Kyren Wilson gewann 10:9. Einen gänzlich anderen Verlauf hatte das Achtelfinale. Wilson konnte zu Beginn sieben Frames in Folge gewinnen, sein Gegner Mark Allen setzte fünf Frames dagegen, es folgten vier Frames von Kyren Wilson zum 11:5. Allen holte ebenfalls vier Frames zum 11:9, dann beendete Kyren Wilson die Partie, indem er die letzten zwei Frames für die benötigten 13 Gewinnframes holte. Sein Gegner im Viertelfinale war der Weltranglistenerste Mark Selby. In der ersten Session verlor Wilson die ersten sechs Frames, konnte aber zum Ende der Session sein Ergebnis noch auf 6:2 verbessern. In der zweiten Session teilten er und Selby sich die acht gespielten Frames, sodass es 10:6 stand. In der abschließenden Session konnte Mark Selby die ersten zwei Frames gewinnen. Kyren Wilson konnte dann noch zwei Frames zum 12:8 für sich entscheiden, musste sich aber letztlich doch mit 13:8 aus dem Turnier verabschieden. Im vorletzten Frame erzielte er mit 143 Punkten sein bis dahin höchstes Break.[10]

Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit August 2016 nicht mehr aktuell zu sein: Turniererfolge.
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Nachdem er beim ersten Turnier der Saison nicht angetreten war, erreichte Wilson beim Indian Open zum zweiten Mal in seiner Karriere das Finale eines Ranglistenturniers. Diesmal unterlag er dem Schotten Anthony McGill mit 2:5.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilson lebt in Kettering.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kyren Wilson. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 11. Januar 2015, abgerufen am 25. Juli 2015 (englisch).
  2. a b c d Profil von Kyren Wilson bei CueTracker (Stand: 27. April 2016)
  3. a b World Rankings. After The 20116 Ladbrokes Player Championship. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, S. 1, abgerufen am 27. April 2016 (PDF; 350 kB, englisch).
  4. 2009–10 PIOS Rankings. Global Snooker. Archiviert vom Original am 6. Oktober 2014. Abgerufen am 12. Mai 2012.
  5. PTC-Order of Merit (auf snooker.org)
  6. Champion Of Champions Groups Announced. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 6. Oktober 2015, abgerufen am 27. April 2016 (englisch).
  7. 2015 Champions of Champions. In: CueTracker – Snooker Results & Statistics Database. Ron Florax, abgerufen am 27. April 2016 (englisch).
  8. 2016 German Masters. In: CueTracker – Snooker Results & Statistics Database. Ron Florax, abgerufen am 27. April 2016 (englisch).
  9. World Rankings. After The 20116 918.com German Masters. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 7. Februar 2016, S. 1, abgerufen am 27. April 2016 (PDF; 350 kB, englisch).
  10. 2016 World Championship. In: CueTracker – Snooker Results & Statistics Database. Ron Florax, abgerufen am 27. April 2016 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]