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Länderübersicht Steckertypen, Netzspannungen und -frequenzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Adaptersammlung

Dies ist eine Länderübersicht der Netzsteckertypen, Netzspannungen und -frequenzen, die für den Anschluss in der untersten Ebene der Niederspannungsnetze (umgangssprachlich auch Lichtnetz) von Elektrogeräten und Leuchten verwendet werden. In allen Ländern wird Wechselstrom zur Stromversorgung eingesetzt.

Netzsteckertypen mit Länderübersicht

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Stecker (siehe Liste)

Netzsteckertypen

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Die verwendeten Buchstaben entsprechen nicht einer Normungsbezeichnung. Die unten aufgeführten Typen A–L wurden in einer Veröffentlichung des US-Handelsministeriums 1998 willkürlich vergeben[1] und werden seitdem weltweit bei Vergleichen genutzt, so auch von der IEC, welche die Auflistung noch um die Typen M und N ergänzte.[2]

Netzsteckertypen Technische Daten Abbildungen
Stecker-Typ A NEMA 1-15, 2-polig Type A
Stecker-Typ B NEMA 5-15, 3-polig Typ B
Stecker-Typ C CEE 7/16 „Eurostecker Typ C
Stecker-Typ C CEE 7/17 „Konturenstecker Typ C
Stecker-Typ D (BS 546, 5 A) Typ D
Stecker-Typ E (CEE 7/5) Typ E
Stecker-Typ F (CEE 7/4) „Schukostecker Typ F
Stecker-Typ E+F (CEE 7/7) Typ E+F
Stecker-Typ G „Commonwealth-Stecker“ (BS 1363) Typ G
Stecker-Typ H (SI-32) Typ H
Stecker-Typ I (AS 3112) Typ I
Stecker-Typ J (SN 441011) Typ 3
Stecker-Typ K (DS 60884-2-D1) Typ K
Stecker-Typ L (CEI 23-50) Typ L
Stecker-Typ M (BS 546, 15 A) Typ M
Stecker-Typ N (IEC 60906-1) Typ N
Stecker-Typ O TIS 166-2549 Typ O
IEC 60320 C13/14 Kalt­geräte­stecker bis 10 Ampere Typ Kaltgerätestecker
IEC 60320 C19 Kalt­geräte­stecker bis 16 A Typ Kaltgerätestecker
Sowjetischer Stecker (1987) für Schuko-Dosen angepasst, Oberseite Typ sowjetischer Stecker (1987)
Sowjetischer Stecker (1987) für Schuko-Dosen angepasst, Unterseite Typ sowjetischer Stecker (1987)

Länderübersicht

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Die meisten Einträge in der nachfolgenden Liste betreffen unabhängige Staaten. Es gibt jedoch einige Gebiete, in denen die Dinge anders gehandhabt werden, so zum Beispiel in Hongkong, welche separat aufgeführt sind.

Es kennzeichnet die Option, durch unterschiedliche Verschaltungen verschieden hohe Spannungen anbieten zu können. Dabei wird meistens unter dem niedrigen Wert die für Kleinverbraucher übliche Netzspannung verstanden.

In der Tabelle bedeuten dabei die Abkürzungen:

Y = Dreiphasensystem (3 Phasen, 3 Außenleiter, 1 Neutralleiter, 1 Schutzleiter)
Eine Netzspannungsangabe wie beispielsweise 230 V ist die einphasige Spannung zwischen einem Außenleiter und dem Sternpunkt für Verbraucher kleinerer Leistung. Für Drehstromgeräte beträgt die Spannung zwischen den Außenleitern das  1,73-fache. Zum Beispiel (früher bei Nennspannung von 220 V waren es nominal 380 V). Neben dem 230/400-V-Drehstromnetz gibt es vereinzelt auch noch ein 133/230-V-Drehstromnetz. Dabei wird die Steckdose zwischen zwei Phasen angeschlossen und hat 230 V. Ein Neutralleiter wird nicht verwendet. Zum Neutralleiter würde sich eine Spannung von 133 V ergeben. Die Phasen sind im Drehstromnetz immer um 120° verschoben.
B = Einphasen-Dreileitersystem (2 Phasen, 2 Außenleiter, 1 Neutralleiter, 1 Schutzleiter)
Eine Netzspannungsangabe wie 120 V bedeutet eine einphasige Spannung für Verbraucher kleinerer Leistung. Für größere Verbraucher beträgt die ebenfalls einphasige Spannung das Doppelte. Zum Beispiel 120 V · 2 = 240 V. Die Phasenverschiebung beträgt 180°, also gegenphasig.
M = Einphasensystem (1 Phase, 1 Außenleiter, 1 Neutralleiter, 1 Schutzleiter)
Bei diesem Verteilungssystem existiert nur eine Netzspannung.

Für die Nutzung einphasiger Kleingeräte (wie z. B. meist im touristischen Umfeld) ist diese Spalte rein informativ.

Land Stecker und Steck­dosen V a1Hz a2 Verteil­system Erläuterung
 Afghanistan C, F[2] 220[2] 50[2] Y Die Netzspannung variiert von 160 bis 280 V.
 Ägypten C, F[2] 220[2] 50[2]
 Albanien C, F[2] 230[2] 50[2] Y
 Algerien C, F[2] 230[2] 50[2] Y
 Andorra C, F[2] 230[2] 50[2] B Anschlüsse für Leuchten und Haushaltssteckdosen haben zwei Außenleiter und keinen Neutralleiter. Die Spannung zwischen den Außenleitern beträgt 230 V.
 Angola C[2] 220[2] 50[2] Y
 Anguilla A[2] (teils auch B) 110[2] 60[2]
 Antigua und Barbuda A, B[2] 230[2] 60[2] Es wird berichtet, dass die Netzspannung im Flughafen 110 V betrage.
 Äquatorialguinea C, E 220 50
 Argentinien I[2] 220[2] 50[2] Y Außenleiter (Phase) und Neutralleiter sind im Vergleich zu anderen Ländern umgekehrt angeschlossen.
 Armenien C, F[2] 230[2] 50[2] Y
 Aserbaidschan C 220 50 Y
 Äthiopien C, D, F, J, L 220 50
 Australien I[2] 230[2] 50[2] B
Azoren B, C, F 220 50 Y
 Bahamas A, B 120 60 Y
 Bahrain G 230 50 Y Awali 110 V, 60 Hz
 Balearische Inseln C, F 220 50
 Bangladesch A, C, D, G, K 220 50 Y
 Barbados A, B 115 50 Y (115/200)
B (115/230)
 Belarus C, F 220 50 Y
 Belgien E 230 50 Y (133/230) In großen Teilen Belgiens werden Häuser aus einem 230-V-Drehstromnetz ohne Neutralleiter versorgt. An Haushaltssteckdosen sind zwei Außenleiter angeschlossen, die Spannung zwischen den Außenleitern beträgt 230 V, die Spannung zwischen jedem Außenleiter und Erde beträgt ca. 133 V (230 V / ). Auch ein zweiphasiger Anschluss ohne Neutralleiter mit 230 V zwischen den Leitern ist üblich. Für Steckdosen ist gesetzlich Typ E (penaarde) vorgeschrieben.
 Belize B, G 110, 220 60 B (110/220)
B (220/440)
 Benin E 220 50 Y
 Bermuda A, B 120 60 Y, B
 Bhutan D, F, G, M 230 50 Y
 Bolivien A, C 220

230
50 Y La Paz & Viacha 115 V. La Paz auch 230 V, teilweise sind im selben Raum beide Netze vorhanden.
 Bosnien und Herzegowina C, F 220 50 Y
 Botswana D, G, M 230 50 Y
 Brasilien vereinzelt in alten Installa­tionen: A, B, C, N (NBR 14136) 110, 127, 220 60 B (110/220)
Y (127/220)
Y (220/380)
Die große Mehrzahl der Steckdosen entspricht der brasilianischen Norm NBR 14136, in diese passt auch der Eurostecker. Vereinzelt gibt es noch alte, nicht umgerüstete Steckdosen, die so ausgeführt sind, dass sowohl Typ A als auch Typ C eingesteckt werden können. Nebeneinanderverkabelung beider Netzspannungen ist nicht unüblich, Stromverbraucher mit stärkerem Leistungsbedarf wie Waschmaschinen werden eher an 220 V angeschlossen – dies auch in Gebieten, in denen 110 V vorherrscht. Zu beachten ist, dass in Abhängigkeit von der Region die genaue Netzspannung auch 110 V, 115 V, 127 V, 130 V, 220 V oder 240 V betragen kann.
 Brunei G 240 50 Y
 Bulgarien C, F 230 50 Y
 Burkina Faso C, E 220 50 Y
 Burundi C, E 220 50 Y
 Cayman Islands A, B 120 60
 Chile C, L 220 50 Y
 Volksrepublik China A, C, inoffiziell auch G, I 220 50 Y Der Gebrauch von Typ G ist wahrscheinlich durch Hongkong beeinflusst. In Neubauten sind Kombinationssteckdosen aus A, C und I üblich (in einer Installation). Mehrfachverlängerungssteckdosen, die Typ A, C, G und I aufnehmen, sind üblich.
 Cookinseln I 240 50
 Costa Rica A, B 120 60 B
 Côte d’Ivoire C, E 230 50
 Dänemark C, E, K 230 50 Y in Steckdosen des Typ K passen auch Stecker der Typen C, E, F, jedoch wird die Schutzerde nicht verbunden. Neue Installationen sollen deshalb den Typ E verwenden
 Deutschland C, F 230 50 Y Typ F („Schuko“, kurz für „Schutzkontakt“) ist der Standard. Typ C (Eurostecker) ist üblich für Geräte mit Schutzisolierung und geringem Stromverbrauch. Steckdosen vom Typ C sind seltener, sie existieren in platzsparenden Mehrfachsteckdosen und in älteren Installationen.
Vor allem in den neuen Bundesländern finden sich in Altinstallationen Steckdosen mit der Schutzart „klassische Nullung“, der Neutralleiter dient hier gleichzeitig als Schutzleiter.
In Deutschland erhältliche Stecker (an Geräten) mit Schutzleiter sind im Regelfall vom Typ E+F.
In Teilen des Bundeslandes Berlin gibt es noch Netzgebiete mit 3×230 V, wo einphasige Verbraucher für 230 V zwischen zwei Außenleitern angeschlossen werden.[3]
In Hotels sind zudem galvanisch getrennte Rasiersteckdosen verbreitet, die zusätzlich britische und amerikanische Stecker aufnehmen können.
 Dominica D, G 230 50 Y
 Dominikanische Republik A, B 110 60 B 240 V für Klimaanlagen oder elektrische Wäschetrockner, Stecker ähnlich Typ I
 Dschibuti C, E 220 50
 Ecuador A, B 120

127
60 Y, B
 El Salvador A, B 115 60 B
 Eritrea C, L 230 50 Y
 Estland C, F 230 50 Y
 Eswatini M 230 50 Y
 Falklandinseln G 240 50
 Färöer C, K 220 50
 Fidschi I 240 50 Y
 Finnland C, F 230 50 Y Bei älteren Installationen sind oft noch Typ-C-Steckdosen (rund ohne Schutzkontakt) anzutreffen
 Frankreich C, E 230 50 Y sog. 2P+T = deux pôles plus terre/zwei Pole und Schutzleiter
 Französisch-Guayana C, D, E 220 50 Y
 Französisch-Polynesien A, B, E 220 60, 50 Y
 Gabun C 220 50 Y
 Gambia G 230 50 Y
 Gazastreifen H 230 50 Y
 Georgien C, F 220 50 Y
 Ghana D, G 230 50 Y
Gibraltar Gibraltar C, G 240 50 Y
 Grenada G 230 50 Y
 Griechenland C, F 230 50 Y In Altbauten gibt es zusätzlich auch die alte italienische L-Steckdose, diese wird zunehmend durch die deutsche Schukosteckdose F ersetzt.
 Grönland C, F, K 220 50 Y Heutzutage werden nur noch Schuko-Steckdosen in elektrische Hausinstallationen eingebaut. In manchen Altbauten jedoch gibt es vereinzelt Steckdosen des Typs E (2 Phasen und Nullung)
 Guadeloupe C, D, E 230 50 Y
 Guam A, B 110 60 Y, B
 Guatemala A, B 120 60 B
 Guinea C, F, K 220 50 Y
 Guinea-Bissau C 220 50 Y
 Guyana A, B, D, G 240 50, 60 B
 Haiti A, B 110 60 B
 Honduras A, B 110 60 B
 Hongkong G, während D & M in alten Installationen verwendet werden 220 50 Y Basiert vor allem auf dem britischen System. Teils Rasiersteckdose (siehe Vereinigtes Königreich), jedoch nicht sehr üblich.
 Indien C, D, M 230 50Y Teilweise auch Gleichstromnetze verbreitet.[4]
 Indonesien C, F, G 127, 230 50 Y G-Steckdosen sind nur noch in Altinstallationen zu finden, Neuinstallationen haben die deutsche Schukosteckdose F.
 Isle of Man C, G 240 50
 Irak C, D, G 230 50 Y
 Iran C 230 50 Y
 Irland G (D und M manchmal in alten Installa­tionen, wie im Vereinigten Königreich) 230 50 Y teilweise Rasiersteckdose (siehe Vereinigtes Königreich)
 Island C, F 230 50 Y In Altinstallationen sind teilweise noch Steckdosen der italienischen Firma Bticino vom Typ „Magic“ zu finden.
 Israel C, H 230 50 Y
 Italien
 San Marino
 Vatikanstadt
C, L, (E, F) 230 50 Y Die italienische L-Steckdose ist in älteren Gebäuden in zwei Varianten vorhanden: der größeren 16-Ampere-Steckdose mit weiterem Abstand der Kontakte und größerem Kontaktdurchmesser (kompatibel nur mit 16A-L-Stecker) und der kleineren 10-Ampere-Variante, die sowohl geerdete 10A-L-Stecker als auch Eurostecker C aufnimmt. In Neubauten ist eine Kombisteckdose für 16A- und 10A-L-Stecker üblich und erlaubt auf dem Platz einer italienischen Standard-Unterputzdose drei Steckplätze (oder einen Lichtschalter und zwei Steckplätze) bzw. auf demselben Platz einer Schukosteckdose zwei L-Steckdosen. Eine Variante, die sowohl 16A- als auch 10A-L-Stecker (Mittel-Pin Erde) und Eurostecker oder alternativ Schukostecker (und seltener auch französische E) aufnehmen kann, wird in Neuinstallationen gegen Aufpreis verwendet. Reine Schukosteckdosen (CEE 7/7) sind nicht erhältlich, da mit den meisten geerdeten italienischen Haushaltsgeräten nicht kompatibel. Fast verschwunden ist BTicino „Magic“ aufgrund der Inkompatibilität mit allen anderen Steckern.
 Jamaika A, B 110 50
 Japan A, B 100 50, 60 Y, B Ostjapan 50 Hz (Tokio, Kawasaki, Sapporo, Yokohama, Tōhoku, Hokkaido und Sendai); Westjapan 60 Hz (Osaka, Kyōto, Nagoya, Hiroshima). B-Steckdosen mit Schutzkontakt sind unüblich, A-Steckdosen sind deutlich weiter verbreitet. Teilweise ist eine Schraubklemme zur Verbindung des Schutzleiters vorhanden.[5]
 Jemen A, D, G 230 50
 Jordanien B, C, D, F, G, J 230 50
 Amerikanische und
 Britische Jungferninseln
A, B 110 60
 Kambodscha A, C, G 230 50 Y
 Kamerun C, E 220 50 Y
 Kanada A, B 120 60 B
 Guernsey
 Jersey
C, G 230 50
 Kanarische Inseln C, E, L 220 50
 Kap Verde C, F 220 50 Y
 Kasachstan C 220 50 Y
 Katar D, G 240 50
 Kenia G 240 50 Y
 Kirgisistan C 220 50
 Kiribati I 240 50
 Kolumbien A, B 110 60 Y, B
 Komoren C, E 220 50 Y
 Demokratische Republik Kongo C, D 220 50 Y
 Republik Kongo C, E 230 50 Y
 Kosovo C, F 230 50
 Kroatien C, F 230 50 Y
 Kuba A, B, C, L 110 60 B In vielen Bereichen (z. B. Krankenhäuser, Touristen-Hotels) wird auch 220 V verwendet
 Kuwait C, G 240 50 Y
 Laos A, B, C, E, F 230 50 Y
 Lesotho M 220 50 Y
 Lettland C, F 220 50 Y
 Libanon A, B, C, D, G 110, 200 50 Y
 Liberia A, B, C, F 120, 240 60, 50 Y, B Früher 60 Hz, jetzt vermehrt 50 Hz. Viele private Kraftwerke liefern immer noch 60 Hz. Typ A und B werden für 110 V genutzt; C und F für 240 V. Es wird sehr empfohlen, die Netzspannung mit einem Testgerät zu überprüfen, egal wie die Steckdose aussieht. (Mit Stand 2005 gab es keinen zentralen Stromversorger in Liberia. Elektrizität wurde privat erzeugt.)
 Libyen D 127 50 Y Barce, Benghasi, Derna, Sebha & Tobruk 230 V. Wird auf 230 V standardisiert.
 Liechtenstein C, J 230 50 Y Hauptartikel → SN 441011
Typ C nur in der Ausführung Eurostecker.
 Litauen C, F 230 50 Y
 Luxemburg C, F 230 50 Y
 Macau D, eine geringe Anzahl von F, G, M 220 50 Y Keine offiziellen Standards. Auf dem Macau-HK-Fährpier, der von der portugiesischen Regierung vor der Übergabe gebaut wurde, war der Standard jedoch E+F. Nach der Übergabe an China führte Macau Typ G in Regierungs- und Privatgebäuden ein.
 Madagaskar C, D, E, J, K 127, 220 50 Y
Madeira C, F 220 50 Y, B
 Malawi G 230 50 Y
 Malaysia G 240 50 Y Penang 230 V
 Malediven A, D, G, J, K, L 230 50 Y
 Mali C, E 220 50 Y
 Malta G 230 50 Y In Hotels ist häufig zusätzlich mindestens eine Schuko- (Typ F) oder Universal-Steckdose vorhanden.
 Marokko C, E 220[6]50Y
 Martinique C, D, E 220 50 Y
 Mauretanien C 220 50
 Mauritius C, G 230 50 Y
 Mexiko A, B 127 60 Y Typ B wird vermehrt üblich. Die Netzspannung kann, abhängig vom lokalen Umspannwerk, von 110 V bis 135 V variieren. Ein Einphasen-Dreileiternetz (oft inkorrekt als Zweiphasenstrom bezeichnet) ist allgemein üblich. Die örtlichen Elektriker installieren gerne beide Spannungen mit einer Typ-A-Steckdose, um 240 V für Klimaanlagen oder Waschmaschinen und Trockner bereitzustellen. Achtung, in der Regel kein entsprechender Warnhinweis!
 Föderierte Staaten von Mikronesien A, B 120 60
 Moldau C, F 220 50 Y
 Monaco C, D, E, F 127, 220 50 Y
 Mongolei C, E 230 50 Y
 Montenegro C, F 220 50 Y
 Montserrat A, B 230 60 Y
 Mosambik C, F, M 220 50 Y Typ M findet sich vor allem nahe der Grenze zu Südafrika, einschließlich der Hauptstadt Maputo.
 Myanmar (Birma) C, D, F, G 230 50 Typ G findet sich vor allem in besseren Hotels. Große Hotelketten sollen auch für verschiedene Steckertypen geeignete Steckdosen haben.
 Namibia D, M, (C, F) 220 50 Y Typ C und F findet sich vor allem in touristischen Einrichtungen, u. a. Hotels
 Nauru I 240 50 Y
 Nepal C, D, M 230 50 Y
 Neukaledonien E 220 50 Y
 Neuseeland I 230 50 Y Mit Schalter: jede Steckdose einzeln vom Netz trennbar
 Nicaragua A, B 120 60 B
 Niederlande C, F 230 50 Y Typ F ist der vorgeschriebene Standard. Steckdosen vom Typ C sind noch sehr häufig in Wohnhäusern anzutreffen, da Typ F bis 1997 nur in Küche, Bad und Außenbereich erforderlich war. Wohnhäuser wurden für lange Zeit einphasig angeschlossen, mittlerweile wird ein Drehstromanschluss aber auch für Wohnhäuser immer üblicher.
 Aruba
Bonaire
 Curaçao
A, B, F 127, 220 50 Y, B Lago Colony (Aruba): 115 V
 São Tomé und Príncipe C, F 220 50 Y
 Sint Maarten A, B 120 60
Saba
Sint Eustatius
A, vielleicht auch B 110 60
 Niger A, B, C, D, E, F 220 50 Y
 Nigeria D, G 240 50 Y
 Nordkorea C 220 50, 60
 Nordmazedonien C, F 220 50
 Norwegen C, F 230 50 Y
 Okinawa A, B, I 100 60 B Militärische Einrichtungen 120 V
 Oman C, G 240 50 Y andere Netzspannungen häufig
 Österreich C, F 230 50 Y Typ F („Schuko“, kurz für „Schutzkontakt“) ist der Standard. Typ C (Eurostecker) ist üblich, vor allem für Geräte mit geringerem Stromverbrauch. Typ-C-Steckdosen sind sehr unüblich, sie existieren nur in sehr alten Installationen und in platzsparenden Verteilern.
In Österreich erhältliche Stecker (an Geräten) mit Schutzleiter sind im Regelfall vom Typ E+F.
 Osttimor C, E, F, I 220 50
 Pakistan C, D 230 50 Y
 Panama A, B 110 60 B Panama-Stadt 120 V
 Papua-Neuguinea I 240 50 Y
 Paraguay A, B, C, F, I, L 220 50 M, Y Dreiphasensystem nur bei Hoch- oder Mittelspannungsanschluss mit eigenem Transformator; dies ist jedoch bereits bei größeren Einfamilienhäusern nicht unüblich. Überwiegend Kombinationssteckdosen für A und C (nicht für Konturenstecker). Steckdosen für B, F, I und L sind eher selten anzutreffen.
 Peru A, B, C 220 60 B Talara 110/220 V; Arequipa 50 Hz
 Philippinen A, B, C 220 60 Y
 Polen C, E 230 50 Y
 Portugal C, F 230 50 Y
 Puerto Rico A, B 120 60 B
 Réunion E 220 50 Y
 Ruanda C, J 230 50 Y
 Rumänien C, F 230 50 Y fast identisch mit deutschen Standards
Russland C, F 230 50 Y fast identisch mit deutschen Standards. Geräte mit hohem Stromverbrauch, wie z. B. Elektroherde, werden ans 400-V-Netz angeschlossen.
 St. Kitts und Nevis D, G 230 60
 St. Lucia G 240 50
 St. Vincent und die Grenadinen A, C, E, G, I, K 230 50
 Sambia C, D, G 230 50
 Samoa I 230 50 Y
 Amerikanisch-Samoa A, B, F, I 120 60 B
 Saudi-Arabien A, B, F, G 127, 220 50, 60
 Schweden C, F 230 50 Y Da geerdete Steckdosen erst im Jahr 1994 verpflichtend wurden[7], sind bei älteren Installationen oft noch Typ-C-Steckdosen (rund ohne Schutzkontakt) anzutreffen.
 Schweiz C, J 230 50 Y Hauptartikel → SN 441011
Typ C nur in der Ausführung Eurostecker.
 Senegal C, D, E, K 230 50 Y
 Serbien C, F 230 50 Y
 Seychellen G 240 50 M
 Sierra Leone D, G 230 50 Y
 Simbabwe D, G 220 50 Y
 Singapur G, (M) 230 50 Y Typ-A-Adapter sind weithin erhältlich als Verlängerungen zu Mehrfachsteckern, die vor allem für Audio- und Videoanlagen genutzt werden. Typ M für Klimaanlagen
 Slowakei C, E 230 50 Y
 Slowenien C, F 230 50 Y
 Somalia C 220 50 Y, B
 Spanien C, F, L 230 50 Y
 Sri Lanka D, M 230 50 Y In Hotels auch Typ G sowie abweichende Spannung und Frequenz bei selbstgeneriertem Strom (z. B. 250 V bei 60 Hz) bei isolierter Lage.
 Sudan C, D 230 50 Y
 Südafrika C, D, M, N (IEC 60906-1) 220

230
50 Y Steckdosen sind üblicherweise Typ M (SANS 164-1). In Hotels ist oft mindestens eine Steckdose vorhanden, in die der Eurostecker passt[8] (meist der dort als SANS 164-2 standardisierte Typ N, seltener Universalsteckdosen oder Schuko).
Makhanda und Gqeberha (ehemals Port Elizabeth) 250 V; findet sich auch in Qonce (ehemals King William’s Town).
 Südkorea C, F 220 60 Y 110 V mit Steckern A & B (unter dem Einfluss der japanischen Kolonialzeit) waren früher üblich, wird aber, wo noch vorhanden, ersetzt. In älteren Gebäuden noch vorzufinden, einige Hotels bieten sowohl 110-V- als auch 220-V-Stromversorgung.
 Südsudan C, D 230 50 Y
 Suriname C, F 127 60
 Syrien C, E, L 220 50 Y
 Tadschikistan C, I 220 50 Y
 Taiwan A, B 110
220
60 B, Y Das System ist von der japanischen Kolonialzeit beeinflusst. B mit 110/220 V, Y mit 220/380 V
 Tansania D, G 230 50 Y
 Thailand A, B, C, O 220 50 Y Ältere Steckdosen sind vom Typ A, moderne Steckdosen sind Typ O nach TIS 166-2549 (eine Kombination der Typen B und C). Sie können die amerikanischen Steckertypen A und B und den Euroflachstecker C aufnehmen. Die Steckertypen E, F und EF können ebenfalls eingesteckt werden, wobei die Typen E und EF durch einen zusätzlichen Erdungsstift auch geerdet werden können.
 Togo C 220 50 Y, B Lome 127 V
 Tonga I 240 50 Y
 Trinidad und Tobago A, B 115 60 Y, B
 Tschad D, E, F 220 50
 Tschechien C, E 230 50 Y
 Tunesien C, E 230 50 Y
 Türkei F (früher auch C) 230 50 Y
 Turkmenistan B, F 220 50 Y
 Uganda G 240 50 Y
Ukraine C, F 230[9] 50 Y Ältere Hausanschlüsse sind in der Regel nur einphasig ausgeführt, die Elektroinstallationen verfügen in der Regel über keinen Schutzleiter. Vor allem in älteren Installationen kommen noch Steckdosen für Stecker mit geringerem Stiftdurchmesser (Gost-7396-System) als beim Konturenstecker Typ C vor. Mancherorts waren bis etwa 1986 noch 110- und 127-V-Steckdosen anzutreffen.
 Ungarn C, F 230 50 Y
 Uruguay C, F, I, L 220 50 Typ F wird als Resultat der Computernutzung vermehrt üblich. Außenleiter und Neutralleiter vertauscht wie in Argentinien.
 Usbekistan C, F, I 220 50 Y Kein Standard in Hotels (In neueren Hotels sind Typ F und/oder G, je nach Hotel, vorzufinden)
 Vanuatu I 220 50 Selten findet man noch in alten französischen Installationen Typ E wie in Frankreich.
 Venezuela A, B 120 60 Y
 Vereinigte Arabische Emirate C, D, G 220 50
 Vereinigte Staaten A, B 120, 240, 277[10] 60 B, Y 240 V für Klimaanlagen oder elektrische Wäschetrockner im Einphasen-Dreileiternetz, Stecker ähnlich Typ I. Neue 240-V-Anlagen offiziell nach NEMA type 14-50R bis 50 A, und 14-30R bis 30 A. Stromerzeugung und Hochspannungsnetz dreiphasig mit dreiphasigen Niederspannungsnetzen mit 240 V oder 277 V, z. B. für Betriebe.
 Vereinigtes Königreich G (D und M finden sich in sehr alten Installa­tionen und für besondere Geräte) 230 50 Y, B Eine Rasiersteckdose findet sich manchmal in Badezimmern und akzeptiert kleine Stromverbraucher mit britischen BS-4573-Steckern und weiteren zweipoligen Steckertypen. Sie vereint fast immer eine 110-V- und eine 220-V-Anschlussmöglichkeit in derselben Steckdose oder einen Schalter, mit dem die Netzspannung gewählt werden kann. Die Typ-G-Steckdose hat häufig einen Ausschalter. Ein zweipoliger Stecker der Norm BS 4573 ist für Rasierapparate und Ladegeräte elektrischer Zahnbürsten üblich, er entspricht der 5-A-Version des Typ D und sieht dem Eurostecker sehr ähnlich. Daher sind auch Adapter von Typ G auf Typ D weit verbreitet und leicht erhältlich, welche auch den Eurostecker aufnehmen.
 Vietnam A, C, G 127, 220 50 Y Soll auf 220 V standardisiert werden. Typ G findet sich in neueren Hotels, vor allem denen, die von Firmen aus Hongkong und Singapur errichtet wurden.
 Westsahara C, E 220 50
 Zentralafrikanische Republik C, E 220 50
 Zypern G 240 50 Y
a1 
Netzspannung in Volt. Die Spannungsangabe entspricht bei allen Netztypen dem nominalen Effektivwert welcher zwischen einem Außenleiter und dem geerdeten Neutralleiter anliegt. Bei dem Dreiphasensystem (Symbol Y) ist das gleich der Sternspannung.

Toleranzen der Versorgungsspannung

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Netzspannung und Netzfrequenz

Bis in die 1960er Jahre waren für die Versorgungsspannung Toleranzen von (−20…+10) % üblich. Bei teilweise widersprüchlichen Angaben wie beispielsweise von 220 Volt mit (−20…+10) %, 230 Volt mit ±10 % und 240 Volt mit (−10…+5) % handelt es sich daher um die gleiche Nennspannung, für die die Energieversorgungsunternehmen (EVU) als Lieferanten jedoch unterschiedliche Toleranzen garantieren. Um die Unterschiede europaweit zu vereinheitlichen und die britischen 240 V mit den kontinentaleuropäischen 220 V auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, wurden als Kompromiss 230 V festgelegt.

  • U.S. department of commerce, International Trade Administration (Hrsg.): Electric Current Abroad. Edition 1998, Reprinted 2002. Februar 2002 (englisch, ita.doc.gov (Memento vom 25. September 2006 im Internet Archive) [PDF; 240 kB] Bilder der Stecker, Tabelle ohne Bilder und länderspezifisch mit Bildern).
Commons: Mains connectors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. U.S. Department of Commerce, International Trade Administration (Hrsg.): Electric Current Abroad. 1998 Edition, Reprinted 2002, February 2002. 1998, ISBN 0-16-054786-5 (englisch, trade.gov (Memento vom 10. Januar 2017 im Internet Archive) [PDF; 240 kB] Tabelle ohne Bilder und länderspezifisch mit Bildern).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 World plugs. In: iec.ch. IEC, abgerufen am 10. Juni 2022 (englisch).
  3. Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Niederspannungsnetz. (PDF) TAB NS Nord 2012. In: stromnetz-berlin.de. Archiviert vom Original am 30. Oktober 2013; abgerufen am 5. April 2014 (Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, Kapitel 5.1,).
  4. Indien (Republik Indien). In: bmeia.gv.at. Außenministerium Österreich, abgerufen im Jahr 2022 (Reiseinformation Indien).
  5. Japan - Power plug, socket & mains voltage in Japan. In: WorldStandards. Abgerufen am 6. Dezember 2024 (britisches Englisch).
  6. Morocco - Power plug, socket & mains voltage in Morocco. In: WorldStandards. Abgerufen am 6. Dezember 2024 (britisches Englisch).
  7. Informationsseite zu ungeerdeten Steckdosen auf der Internetseite der schwedischen Behörde Elsäkerhetsverket (schwedisch)
  8. Strom, Steckdosen und Stromsystem. In: Kapstadtmagazin.de. 12. Februar 2019, abgerufen am 23. Dezember 2022.
  9. ХАРАКТЕРИСТИКИ НАПРУГИЕЛЕКТРОПОСТАЧАННЯВ ЕЛЕКТРИЧНИХ МЕРЕЖАХЗАГАЛЬНОЇ ПРИЗНАЧЕНОСТІ. (PDF) In: en.lg.ua. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. Juni 2021 (ukrainisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
  10. Typical three phase in various countries. Abgerufen am 19. Juli 2023.