Läwitz

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Koordinaten: 50° 38′ 0″ N, 11° 54′ 50″ O

Läwitz
Höhe: 371 (360–380) m
Einwohner: 120
Eingemeindung: 1. Mai 1994
Eingemeindet nach: Zeulenroda
Postleitzahl: 07937
Vorwahl: 036628
Weidabrücke in Läwitz

Weidabrücke in Läwitz

Läwitz ist ein Ortsteil der Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz. Das Dorf liegt im Tal der Weida unmittelbar an der Vorsperre Riedelmühle der Talsperre Zeulenroda auf einer Höhe von 398 m ü. NN.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Läwitz befindet sich im südwestlichen Teil des Landkreises, etwa 22 Kilometer (Luftlinie) westlich der Kreisstadt Greiz und fünf Kilometer südwestlich der Kernstadt Zeulenroda. Als höchste Erhebung gilt der Jägersberg (446,5 m ü. NN) in Richtung Pahren.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Lawitz stammt aus dem Jahr 1237. Die Anlage des Ortes weist auf einen slawischen Rundling hin. Am linken Ufer des Flusses Weida stand bis 1902 die Läwitzer Kolbenmühle. Das Zeulenrodaer Tageblatt vom 6. August 1902 berichtete vom Brand der Mühle, der das Ende besiegelte. Die Mauerreste sind zwischenzeitlich auch verschwunden. Schon 1441 gab es hier in der Einsamkeit eine Mühle.[2] Läwitz gehörte mit Förthen bis 1918 als Enklave zum Fürstentum Sachsen-Weimar-Eisenach. Daher gab es für beide Dörfer einen eigenen Polizisten. Kirchlich wurde Läwitz von Förthen aus betreut. Am 1. Mai 1994 wurde Läwitz ein Ortsteil von Zeulenroda.[3] In Läwitz leben heute etwa 140 Menschen. Größter Arbeitgeber vor Ort ist die Agrargenossenschaft, sie ging aus der LPG Einheit Pahren hervor, die 1968 am Ortsrand eine Sauenzuchtanlage (heute u.a. Produktionsstätte für Hanfprodukte) errichtete.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrzeichen des Ortes ist die 1925 erbaute Steinbogenbrücke über die Weida, die seit 1977 unter Denkmalschutz steht. Neben der Brücke befindet sich die Kesselmühle, eine der wenigen Wassermühlen, die durch den Bau der Talsperre nicht überflutet wurden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringer Landesvermessungsamt TK10 – Blatt 60-B-b-1 Pahren. Erfurt (1995).
  2. Günter Steiniger: Mühlen an der Auma, der Triebes, der Leuba und im Gülde tal. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-296-9, S. 221–222.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Läwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien