Löwen Frankfurt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Löwen Frankfurt
Größte Erfolge
  • Meister der DEL2 2017
  • Meister der Oberliga West 2014
  • Meister der Regionalliga West 2011
Vereinsinformationen
Geschichte Eintracht Frankfurt (1959–1991)
Frankfurter ESC (1991–1994)
Frankfurt Lions (1994–2010)
Löwen Frankfurt (seit 2010)
Vereinsfarben Schwarz, Silber, Orange
Liga DEL2
Spielstätte Eissporthalle Frankfurt
Kapazität 6.990 Plätze (davon 3.246 Sitzplätze)
Geschäftsführer Stefan Krämer
Cheftrainer Matti Tiilikainen
Saison 2017/18 3. Platz (HR); Play-off-Halbfinale

Die Löwen Frankfurt sind eine Eishockeymannschaft in Frankfurt am Main, die seit 2014 in der DEL2 spielt. Sie wurde 2010 in Nachfolge der Frankfurt Lions aus dem Nachwuchsverein Young Lions Frankfurt (jetzt Löwen Frankfurt Nachwuchs e.V.) ausgelagert. Die Löwen Frankfurt Eishockey Betriebs GmbH hat zwei Gesellschafter, Stefan Krämer und Andreas Stracke, wobei Stefan Krämer alleiniger Geschäftsführer ist. Trainer ist Matti Tiilikainen, als Sportdirektor fungiert Franz-David Fritzmeier.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eishockey wird in Frankfurt mindestens seit den 1930er Jahren gespielt. 1959 wurde eine Eishockeyabteilung der Eintracht Frankfurt gegründet. Nach deren Auflösung gründete sich der Frankfurter ESC "Die Löwen". Am 25. März 1994 wurde zur Einführung der Profiliga Deutsche Eishockey-Liga die Frankfurt Lions Eishockey GmbH gegründet. Im Sommer 2010 mussten die Frankfurt Lions Insolvenz anmelden und bekamen keine Lizenz für die Saison 2010/11. Der Stammverein der Lions, die Young Lions Frankfurt, hatten bereits zuvor eine Amateurmannschaft in der Regionalliga West und lagerten diese unter dem Namen Löwen Frankfurt in eine Spielbetriebsgesellschaft aus. Als Gesellschafter waren unter anderem zwei ehemalige Spieler der Lions beteiligt, Michael Bresagk und Ilja Worobjew. Am 12. Dezember 2010 stellten die Löwen Frankfurt ihr neues Logo und ihre neuen Trikots vor. Seitdem hängt unter dem Dach der Eissporthalle am Ratsweg ein Banner, der an dieses Ereignis erinnern soll.[1]

Mit einem fünften Platz in der Meisterrunde qualifizierten sich die Löwen in der Spielzeit 2011/12 der Oberliga West nicht für die weitere Gruppenphase im Kampf um die Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Trostrunde gegen die Hammer Eisbären verpassten die Löwen die Qualifikation für den DEB-Pokal. In der Saison 2012/13 schafften es die Löwen in die Playoffs um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort scheiterten sie im Halbfinale in fünf Spielen an den Kassel Huskies. Ein Jahr später gelang, gemeinsam mit den Kassel Huskies, der Aufstieg in die 2013/14 gegründete DEL2 die von zwölf auf 14 Vereine aufgestockt wurde.

Am 10. September 2016 verloren die Löwen mit 4:5 in der Verlängerung in der Commerzbank-Arena mit dem Derby gegen den EC Kassel Huskies das erste DEL2 Summer Game und den Saisonauftakt vor 30.000 Zuschauern.[2]

Am 25. April 2017 gewannen die Löwen die Finalserie gegen die Bietigheim Steelers mit 4:2 Siegen und wurden somit Meister der DEL2 2016/17. Vorausgegangen waren zwei Sweeps im Viertel- und Halbfinale der Play-offs.

Am 21. Dezember 2017 löste Franz-David Fritzmeier Rich Chernomaz als Sportdirektor ab.[3] Nachdem die Löwen im Playoff-Viertelfinale gegen Kassel die ersten beiden Spiele verloren hatten, wurde Trainer Paul Gardner freigestellt, Sportdirektor Fritzmeier übernahm das Amt.[4] Gardner hatte die Löwen im Vorjahr zum DEL2-Meistertitel geführt,[5] die Hauptrunde der Saison 2017/18 war unter seiner Leitung als Tabellendritter abgeschlossen worden.[6]

Zur Saison 2018/19 übernahm der Finne Matti Tiilikainen das Traineramt in Frankfurt,[7] Fritzmeier kümmerte sich wieder ausschließlich um seine Aufgaben als Sportdirektor.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Eissporthalle Frankfurt

Eissporthalle in Frankfurt am Main

Die Eissporthalle am Ratsweg wurde am 19. Dezember 1981 eröffnet und galt lange Zeit als eine der modernsten Hallen ihrer Art in Deutschland. Neben der Haupteisfläche in der Größe eines Eishockeyfeldes, die von 7.000 Zuschauerplätzen, davon ungefähr 3.500 Sitz- und 3.500 Stehplätzen, umgeben ist, verfügt die Anlage über eine geschlossene kleinere Eishalle sowie einen großen 400 m langen Außenring. Ein weiteres, von einem Zeltdach überspannten Eishockeyfeld wird im Sommer zu Tennisplätzen umfunktioniert. Auch die „Young Lions“ tragen ihre Heimspiele in der Eissporthalle aus.

Seit längerem wird im Frankfurter Stadtrat auch über den Neubau einer modernen Multifunktionshalle diskutiert. Die 13.000 Zuschauer fassende Arena soll im Offenbacher Stadtteil Kaiserlei entstehen und die neue Heimat der Löwen Frankfurt und des Basketball-Bundesligisten Frankfurt Skyliners werden.[8] Eine endgültige Entscheidung über das Bauvorhaben steht allerdings noch aus.

Kader der Saison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 28. Juni 2018

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
31 DeutschlandDeutschland Felix Bick G 06. November 1992 2018 Villingen-Schwenningen, Deutschland
53 DeutschlandDeutschland Bastian Kucis (FL) G 21. April 1997 2018 Kaufbeuren, Deutschland
67 DeutschlandDeutschland Hannibal Weitzmann (FL) G 25. September 1995 2017 Berlin, Deutschland
4 Flag of Canada and Germany.svg Mike Card – A D 18. Februar 1986 2015 Kitchener, Ontario, Kanada
10 DeutschlandDeutschland Christoph Eckl (FL) D 18. Januar 1998 2018 Regensburg, Deutschland
23 DeutschlandDeutschland Marius Erk D 23. August 1996 2016 Bad Soden am Taunus, Deutschland
6 DeutschlandDeutschland Kevin Maginot D 25. Juli 1994 2018 Mannheim, Deutschland
40 DeutschlandDeutschland Tim Schüle D 09. November 1990 2017 Bietigheim-Bissingen, Deutschland
33 Flag of the United States and Italy.svg Dan Spang D 16. August 1983 2018 Winchester, Massachusetts, USA
5 KanadaKanada Dalton Yorke D 22. Mai 1996 2017 Maple Ridge, British Columbia, Kanada
59 Flag of Canada and Germany.svg Brett Breitkreuz LW 06. April 1989 2015 Springside, Saskatchewan, Kanada
13 DeutschlandDeutschland Lucas Dumont (FL) F 08. Juni 1997 2017 Leonberg, Deutschland
44 FinnlandFinnland Antti Kerälä C 03. Februar 1987 2018 Hattula, Finnland
88 DeutschlandDeutschland Mick Köhler (FL) F 23. Februar 1998 2017 Bonn, Deutschland
84 DeutschlandDeutschland Lukas Koziol LW 22. April 1996 2018 Füssen, Deutschland
22 Flag of Russia and Germany.svg Eduard Lewandowski RW 03. Mai 1980 2018 Krasnoturjinsk, Russische SFSR
93 DeutschlandDeutschland Dominik Meisinger C 11. März 1993 2018 Füssen, Deutschland
47 Flag of Canada and Germany.svg Adam Mitchell RW 01. Dezember 1982 2018 Port Elgin, Ontario, Kanada
20 DeutschlandDeutschland Robin Palka RW 26. März 1999 2018 Gummersbach, Deutschland
36 KanadaKanada Matthew Pistilli RW 17. Oktober 1988 2016 Montreal, Kanada
Flag of Canada and Germany.svg Carter Proft LW 30. August 1994 2018 Spruce Grove, Alberta, Kanada
7 KanadaKanada Mathieu Tousignant C 21. November 1989 2018 Saint-Étienne-de-Lauzon, Québec, Kanada
Trainerstab
Tätigkeit Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit
Trainer FinnlandFinnland Matti Tiilikainen 20. Oktober 1987 Hämeenlinna, Finnland seit 2018

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesperrte Trikotnummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf Trikotnummern werden bei den Löwen Frankfurt zu Ehren der Spieler, die sie getragen haben, zur besonderen Anerkennung ihrer Leistungen für den Verein nicht mehr vergeben. Am 15. Februar 2014 wurden anlässlich der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum der Deutschen Meisterschaft 2004 neben der Nummer 27, die schon länger nicht mehr vergeben wurde, auch die Nummern 2, 11, 28 und 34 der Meistermannschaft gesperrt.[9]

  • DeutschlandDeutschland Michael Bresagk – er trug die Rückennummer #2 von 1997 bis 2010 als dienstältester Spieler der Löwen und absolvierte mit 645 die meisten DEL-Spiele eines Frankfurter Spielers.
  • KanadaKanada Pat Lebeau – mit seiner Trikotnummer #11 war er der Star des Meisterteams von 2004 und Spieler des Jahres sowie Top-Scorer der DEL in den Jahren 2004 und 2005.
  • KanadaKanada Trevor Erhardt – seine Trikotnummer #27 wurde als erste Nummer in Frankfurt nicht mehr vergeben. Er spielte von 1983 bis 1988 für Eintracht Frankfurt und war als Spieler maßgeblich am Aufbau des Frankfurter ESC Die Löwen von 1991 bis 1993 beteiligt.
  • Deutschland-Kanada Jason Young – trug die Trikotnummer #28 von 2003 bis zu seinem Karriereende 2010 und war von 2004 bis 2009 Kapitän der Lions.
  • Deutschland-Kanada Ian Gordon – er spielte von 2003 bis 2010 mit der Rückennummer #34 im Tor der Lions und war ein Publikumsliebling.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Website

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das neue Logo: Die Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft. Löwen Frankfurt (Pressemitteilung), 16. Dezember 2010, abgerufen am 2. Januar 2013.
  2. Sport1.de: DEL 2 Summer Game: Die Kassel Huskies gewinnen nach Verlängerung. In: sport1.de. 10. September 2016, abgerufen am 7. Oktober 2016.
  3. Löwen Frankfurt: Frühzeitige Weichenstellung: Franz-David Fritzmeier neuer Sportdirektor. (loewen-frankfurt.de [abgerufen am 25. Januar 2018]).
  4. https://www.loewen-frankfurt.de/saison/aktuelles/detail/coach-paul-gardner-freigestellt-franz-david-fritzmeier-springt-ein-1/
  5. http://www.fnp.de/sport/loewen/Der-lange-Weg-zur-Meisterschaft;art790,2593248
  6. http://www.fnp.de/sport/loewen/Der-Loewen-Trainer-zieht-Zwischenbilanz;art790,2925785
  7. https://www.loewen-frankfurt.de/saison/aktuelles/detail/finnisches-trainergespann-uebernimmt-loewen-rudel/
  8. Frankfurter Neue Presse: Multifunktionshalle in Frankfurt und Offenbach: Jetzt wird über Investor entschieden | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 1. Oktober 2018]).
  9. Ein emotionaler Abend mit Meistern und Legenden. Löwen Frankfurt (Pressemitteilung), 16. Februar 2014, abgerufen am 20. Februar 2014.