Lückerath (Bergisch Gladbach)

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Lückerath ist der Wohnplatz 51 von Bergisch Gladbach und gehört zum Statistik-Bezirk 5 der Stadt.

Denkmal für die Kriegsgefallenen Lückeraths

Geschichte[Bearbeiten]

Im Urkataster wird Lückerath im Bereich der heutigen Straße Alt Lückerath verzeichnet. Die Entstehung der Siedlung fällt in die große Rodeepoche zwischen 1000 und 1300. Aus dem ehemaligen adeligen Gut Lückerath, das für 1556 als „Lüggeraedt“ belegt ist und in einem Lehnsverhältnis zum Hof Immekeppel (Haus Meer, Abschnitt Das Kloster) stand, entwickelte sich in der frühen Neuzeit der östlich gelegene Ortsteil Oberlückerath, den das Urkataster als „Ober Lückerath“ an dem „Weg von Gladbach nach Bensberg“ (Gladbacher Straße) verzeichnet. 1905 gehörte der Weiler Lückerath mit 26 Wohngebäuden und 152 Bewohnern zu der Stadt Bergisch Gladbach. Hingegen zählte Oberlückerath mit acht Gebäuden und 49 Bewohnern zur Gemeinde Bensberg Freiheit. Das Bestimmungswort „Lück“ geht vermutlich auf den Personennamen „Luidiger“ zurück. Somit bezeichnet der Siedlungsname die „Rodung (rath) des Luidiger“.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Lückerath verfügt über günstige Verkehrsanbindungen im Öffentlichen Personennahverkehr durch die Stadtbahnlinie 1 der KVB und die Buslinien 227, 420, 421, 423 und 455. In Lückerath befinden sich mehrere Schulen (Grundschule und weiterführende), ein Schwimmbad, eine Eissporthalle sowie ein Altenwohnheim.

Bergbau und Kalkgrube Cox[Bearbeiten]

In der gesamten Umgebung von Lückerath ist besonders seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Bergbau betrieben worden. Bis in die 1980er Jahre wurde in der Kalkgrube Cox Dolomit für die Glasindustrie abgebaut.

Heute ist dieser Bereich ein Naturschutzgebiet. Dieses besteht aus 4 kleinen Seen, Wald und Felsen. Durch zahlreiche Wege ist das Bewandern möglich, was die Grube zu einer beliebten Ausflugsstätte machte, allerdings muss dabei auf die Vorschriften des Naturschutzes geachtet werden.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der EDV-Einwohnerdatei verfügte Lückerath am 31. Dezember 2010 über insgesamt 3.741 Einwohner (davon 273 Ausländer). Die Altersgruppe über 65 Jahre war mit 1.015 Einwohnern (davon 29 Ausländer) deutlich stärker als die Altersgruppe unter 18 Jahre mit nur 633 Einwohnern (davon 25 Ausländer).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andree Schulte Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 286

Literatur[Bearbeiten]

  • Willi Ommer: Lückerath, ein Ortsteil in Bergisch Gladbach und seine Geschichte bis zur Zeit der Uraufnahme um 1830, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-48-2
  • Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 2, Die Gruben auf den Gangerzlagerstätten im Erzrevier Bensberg. Köln 2004, ISBN 3-00-014668-7
  • Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Hans-Dieter Hilden, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde. Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-49-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bergisch Gladbach-Lückerath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.9697157.143189Koordinaten: 50° 58′ N, 7° 9′ O