Lülsdorf

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Lülsdorf
Koordinaten: 50° 49′ 45″ N, 7° 0′ 52″ O
Einwohner: 9507 (30. Nov. 2015)
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53859
Vorwahl: 02208
Lülsdorf (Nordrhein-Westfalen)
Lülsdorf

Lage von Lülsdorf in Nordrhein-Westfalen

Lülsdorf ist ein Stadtteil von Niederkassel im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis mit knapp 10.000 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lülsdorf liegt im Nordwesten des Stadtgebietes unmittelbar am rechten Rheinufer. Die Ortschaft erstreckt sich auf einer Inselterrasse, die sich als Folge eines ehemaligen, östlich von Lülsdorf gelegenen Rheinarms herausgebildet hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Lullestorp stammt aus einer Urkunde des Kölner Domkapitels zwischen 1193 und 1197. Die Personennamen lulle oder lullo gaben der Ortschaft damals vermutlich ihren Namen. Noch vor dem ursprünglichen Ort Lülsdorf wurde 1128 das Gut Hüsgen genannt, das später in das Siedlungsgebiet Lülsdorfs integriert wurde. Allerdings gab es schon vor dem 2. Jahrtausend, in der fränkischen Zeit, südöstlich des heutigen Ortskerns eine Siedlung.

Im 12. und 13. Jahrhundert entstand die Burg Lülsdorf als Sitz der Herren von Lülsdorf.

Am 1. August 1969 wurde Lülsdorf nach Niederkassel eingemeindet.[1]

Einwohnerentwicklung[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1816 500
1843 587
1871 915
1905 835
1961 3038
1999 7366
2000 7586
2001 7773
2002 8048
2003 8162
2004 8438
2005 8576
2006 8687
2007 8841
2008 8936
2009 9047
2010 9166
2011 9339
2012 9360
2013 9312
2014 9342
2015 9507

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Jakobus ist ein 1880 fertiggestellter hochragender neugotischer Bau nach Plänen von Dombaumeister Heinrich Wiethase.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Personen- und Zweiradfähre Rheinschwan verbindet seit dem 14. Oktober 2017 Lülsdorf mit Wesseling auf der gegenüberliegenden Rheinseite durch eine neue Fährverbindung. Die RheinSchwan löst die seit Jahrzehnten bestehende Fährverbindung, die durch die Marienfels bestand, ab.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 85.
  2. Volkszählungsergebnisse von 1816 bis 1970 der Städte und Gemeinden. Beiträge zur Statistik des Rhein-Sieg-Kreises, Bd. 17/ Siegburg 1980, S. 112.
  3. Irmgard Bracker: Fährmann hol über! Neue Fähre „RheinSchwan“ wurde mit großem Fest eingeweiht. In: Extra-Blatt. 16. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]