Lülsfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lülsfeld
Lülsfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lülsfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungs­gemeinschaft: Gerolzhofen
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 11,2 km2
Einwohner: 793 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97511
Vorwahl: 09382
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 153
Adresse der Verbandsverwaltung: Brunnengasse 5
97447 Gerolzhofen
Webpräsenz: www.luelsfeld.de
Bürgermeister: Wolfgang Anger (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Lülsfeld im Landkreis Schweinfurt
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Über dieses Bild
Ortsteil Lülsfeld von Westen
Ortsteil Schallfeld von Norden

Lülsfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lülsfeld liegt in der Region Main-Rhön, zwischen Steigerwald und Main.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt vier Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Lülsfeld und Schallfeld.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Gerolzhofen, Oberschwarzach, Prichsenstadt, Volkach und Frankenwinheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemals zur Herrschaft Wiesentheid der Grafen von Schönborn zählende Dorf lag ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es wurde durch Bayern 1806 mediatisiert. Im Zuge von Grenzbereinigungen wurde es 1810 dem Großherzogtum Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schallfeld eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 904 Einwohner[3]
  • 1970: 830 Einwohner[3]
  • 1987: 819 Einwohner
  • 1991: 845 Einwohner
  • 1995: 827 Einwohner
  • 2000: 834 Einwohner
  • 2005: 815 Einwohner
  • 2010: 801 Einwohner
  • 2015: 793 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Wolfgang Anger (Unabhängige Wählergemeinschaft).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vor dem Rathaus, Schallfelder Str. 3, erinnert eine Gedenktafel an die jüdischen Einwohner des Ortes, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden und dem Holocaust zum Opfer fielen.[4]
  • Im Kloster Maria-Schnee lebten 129 Jahre lang, seit 1886, Ordensschwestern der Kongregation der Schwestern des Erlösers.[5] 2015 mussten sie das Kloster aufgeben.[6] Es wurde anschließend, von September 2015 bis September 2016 als Unterkunft für unbegleitete Flüchtlinge genutzt. Die Anlage mit Park ist ca. 5000 m² groß.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 152 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 41 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ein großer Teil der Beschäftigten sind Mitarbeiter eines regionalen Stromversorgungsunternehmens, das seinen Sitz in Lülsfeld hat.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 260. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 22 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 981 Hektar, davon waren 937 Hektar Ackerfläche und 42 Hektar Dauergrünfläche.

Gewerbe:

Das Gewerbe ist geprägt von kleinen und mittleren Handwerksbetrieben. Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist die Unterfränkische Überlandzentrale mit 139 Mitarbeitern (Stand Ende 2008), welche im Jahre 2010 das 100-jährige Bestehen feierte.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lülsfeld liegt an der derzeit gesperrten Bahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2017):

  • 35 Kindergartenplätze
  • 12 Plätze im Kinderhort

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Scheder (1929–2014), Bürgermeister von 1970 bis 1992 und Ehrenbürger seit 1999[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lülsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/214341&attr=OBJ&val=1763
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 754.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 162.
  5. 125 Jahre Kloster Maria Schnee, abgerufen am 20. Januar 2017.
  6. Der Auszug der Erlöserschwestern aus Maria Schnee ist in vollem Gang, abgerufen am 20. Januar 2017.
  7. Lülsfeld trauert um Ehrenbürger. In: Main-Post vom 22. September 2014 (abgerufen am 22. September 2014).