Lüneburger SK Hansa

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Dieser Artikel behandelt den Verein Lüneburger SK Hansa; für den ehemaligen Verein vor der Fusion mit dem Lüneburger SV siehe Lüneburger SK.
Lüneburger SK Hansa
Vereinswappen des Lüneburger SK Hansa
Basisdaten
Name Lüneburger Sport-Klub
Hansa von 2008 e. V.
Sitz Lüneburg, Niedersachsen
Gründung 1. März 2008
Farben schwarz-weiß
Präsident Sebastian Becker
Vorstand Alexander Diercks, Martin Wilke, Thomas Lohmann
Website www.lsk-hansa.de
Erste Mannschaft
Trainer Achim Otte
Stadion Sportanlage Sülzwiesen
Plätze 1.500
Liga Regionalliga Nord
2016/17 13. Platz
Heim
Auswärts

Der Lüneburger SK Hansa (abgekürzt LSK Hansa oder kurz LSK) ist ein Fußballverein aus der niedersächsischen Hansestadt Lüneburg. Der Verein wurde im Frühjahr 2008 für den geplanten Zusammenschluss der Fußballabteilungen der beiden Vereine Lüneburger SK und Lüneburger SV unter dem Namen FC Hansa Lüneburg gegründet und am 1. Juni 2011 in Lüneburger Sport-Klub Hansa von 2008 e. V. umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Oberligist Lüneburger SK war nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord 2001 (damals 3. Liga) in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die schließlich 2002 in die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mündeten. Zur Sanierung des überschuldeten Vereins suchte Vereinspräsident Manfred Harder nach geeigneten Partnern. Nach dreimonatigen Verhandlungen verständigte er sich im Frühjahr 2008 mit dem Präsidium des Bezirksligisten Lüneburger SV auf die Gründung des FC Hansa Lüneburg.

Logo zwischen 2008 und 2011 als FC Hansa Lüneburg

Zur Saison 2008/09 traten dem neuen Verein die Fußballabteilungen beider Vereine vollständig bei. Der FC Hansa Lüneburg übernahm den Startplatz des Lüneburger SK in der Oberliga Niedersachsen Ost und dessen Teilnahmeberechtigung an der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2008/09 und trat dort gegen den VfB Stuttgart an (Endstand 0:5). In der Niedersachsenliga belegte der Verein in seiner Premierensaison den 4. Platz.

In der Saison der Fußball-Oberliga Niedersachsen 2013/14 wurde der LSK Meister und spielt somit seit der Saison 2014/15 wieder in der 4. Liga, der Fußball-Regionalliga Nord.[1] In der Saison 2017/18 trat der Lünebürger SK Hansa abermals im DFB-Pokal an. Wiederum scheiterte der Verein in der 1. Hauptrunde; bei der 1:3-Niederlage gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 gelang Mittelfeldspieler Felix Vobejda jedoch der erste Treffer der Lüneburger in der Pokalgeschichte.[2][3]

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader Fußball-Regionalliga Nord 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 19. August 2017)

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum Im LSK seit
Torhüter
1 Maximilian Wulf DeutschlandDeutschland 11.08.1993 2011
25 Ole Springer DeutschlandDeutschland 29.11.1991 2016
30 Jannik Reichel DeutschlandDeutschland 25.04.1997 2016
Abwehr
3 Leon Deichmann DeutschlandDeutschland 24.02.1997 2017
4 Niklas Hunold DeutschlandDeutschland 02.06.1994 2016
6 Eudel Monteiro PortugalPortugal 21.10.1994 2017
14 Nick Gutmann DeutschlandDeutschland 26.08.1996 2016
18 Linus Büchler DeutschlandDeutschland 25.02.1994 2015
24 Lukas Pägelow DeutschlandDeutschland 09.03.1994 2015
37 Davidson Eden DeutschlandDeutschland 26.03.1988 2017
Mittelfeld
7 Mustafa Zazai AfghanistanAfghanistan 09.05.1993 2017
8 Tomek Pauer DeutschlandDeutschland 28.05.1994 2015
9 Ridel Monteiro Kap VerdeKap Verde 27.10.1996 2017
17 Lorenz Lahmann-Lammert DeutschlandDeutschland 17.07.1997 2016
20 Felix Vobejda DeutschlandDeutschland 18.07.1992 2017
21 Henrik Steinke DeutschlandDeutschland 05.08.1991 2015
23 Thure Ilgner DeutschlandDeutschland 24.02.1996 2016
31 Stefan Wolk DeutschlandDeutschland 18.04.1990 2017
Sturm
10 Marian Kunze DeutschlandDeutschland 15.04.1996 2017
11 Niclas Treu DeutschlandDeutschland 01.01.1997 2017
19 Kevin Krottke DeutschlandDeutschland 26.03.1994 2017
22 Michael Kobert DeutschlandDeutschland 14.03.1996 2017

Trainerteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion
Achim Otte Chef-Trainer
Qendrim Xhafolli Co-Trainer
Thomas Oelkers Co-Trainer
Mario Drewes Torwart-Trainer
Mattis Kreiselmaier Athletik-Trainer

Funktionsteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion
Gordon Janßen Chiropraktor
Karen Prigge Physiotherapeutin
Horst Emonds Betreuer & Zeugwart
Thomas Wiebe Liga-Obmann

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion Wilschenbruch (1905–2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage: 53° 14′ N, 10° 25′ O

Von 1905 bis 2014 war die Heimstätte des LSK - und seiner Vorgängervereine - das Stadion am Wilschenbruch im gleichnamigen Lüneburger Stadtteil Wilschenbruch. Am 23. März 2014 wurde das letzte Spiel in dem Stadion abgepfiffen. Die Anlage wurde in der Folgezeit abgerissen. In Kürze sollen auf der Fläche 23 Wohnhäuser entstehen. Bis zum vorletzten Heimspiel der Saison 2016/17 dienten danach die Sportanlagen des TSV Bardowick als Spielstätte des LSK.[4] Seitdem trägt der Klub seine Heimspiele auf der Sportanlage des VfL Lüneburg an den Sülzwiesen aus.[5]

Hauptplatz des ehemaligen Stadion Wilschenbruch

Sportanlage des TSV Bardowick (2014–2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage: 53° 18′ N, 10° 24′ O

Im Zuge der Aufgabe des Stadion Wilschenbruch wurden Übergangsweise alle Heimspiele zwischen dem 01. April 2014 bis zum 10. Mai 2017 im nahe gelegenen Bardowick auf der Anlage des dortigen TSV Bardowick ausgetragen.

Sportanlage Sülzwiesen des VfL Lüneburg 1894 (seit 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage: 53° 15′ N, 10° 24′ O

Seit Mitte 2017 finden die Heimspiele wieder in Lüneburg statt. Da der LSK weiterhin nicht über eine eigene Sportanlage verfügt, finden die Spiele auf der Sportanlage Sülzwiesen statt, die die Heimat des VfL Lüneburg 1894 ist.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Namen des neugegründeten Fußballklubs zeichnen Teammanager Christos Dovas und der Präsident des Lüneburger SK Manfred Harder verantwortlich, die sich in Dovas’ Gastronomiebetrieb auf FC Hansa Lüneburg festlegten. Der Name verweist auf Lüneburgs Vergangenheit in der Hanse - seit 2007 ist Lüneburg auch offiziell wieder eine Hansestadt.

Nachdem es in Leserbriefen zu ersten kritischen Äußerungen bezüglich des Vereinsnamens kam, besonders aufgrund der Analogie zum Namen des F.C. Hansa Rostock, führte die Landeszeitung für die Lüneburger Heide im Februar 2008 eine Umfrage durch, an der sich mehr als 700 Leser beteiligten. Mit 59 Prozent der Stimmen lehnte die Mehrheit der Teilnehmer den Namen FC Hansa ab, 33 Prozent der mitwirkenden Leser hielten ihn für passend und acht Prozent verzichteten auf eine Festlegung.

Auf der Mitgliederversammlung am 27. September 2010 wurde beschlossen, dass der FC Hansa ab 1. Juli 2011 offiziell "Lüneburger Sport-Klub Hansa von 2008 e. V.", abgekürzt Lüneburger SK heißen wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker Stahl: Lüneburger SK macht den Aufstieg perfekt. Hamburger Abendblatt, abgerufen am 26. Mai 2014.
  2. DFB-Pokal: Die Sensation ist ausgeblieben, aber der Lüneburger SK Hansa hat sich stark präsentiert!, Spielbericht auf der Vereinshomepage des Lüneburger SK Hansa, abgerufen am 14. August 2017.
  3. Mutos Doppelpack schickt Mainz in Runde zwei, Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 14. August 2017.
  4. Benjamin Ahlburg: STADION WILSCHENBRUCH – TOD EINER KULTSTÄTTE. Abseits, abgerufen am 26. Mai 2014.
  5. Hansestadt Lüneburg: Hansestadt erteilt Genehmigung: LSK kann VfL-Platz nutzen (04.08.2017). Abgerufen am 10. August 2017.