Lützow (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lützow
Lützow (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lützow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 39′ N, 11° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Lützow-Lübstorf
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 24,83 km2
Einwohner: 1468 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 19209,
19205 (Bendhof, Kaeselow, Rosenow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 038874
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 050
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfmitte 24
19209 Lützow
Webpräsenz: www.luetzow-luebstorf.de
Bürgermeister: Tino Waldraff
Lage der Gemeinde Lützow im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Lützow ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde ist Verwaltungssitz des Amtes Lützow-Lübstorf, dem weitere 15 Gemeinden angehören.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lützow liegt im Quellgebiet der Schilde in einem Grundmoränengebiet etwa 15 Kilometer westlich von Schwerin. Der Machandelberg südlich von Lützow erreicht eine Höhe von 92 m ü. NN.

Zu Lützow gehören die Ortsteile Bendhof, Kaeselow und Rosenow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lützow: Das Gut Lützow gehörte seit dem 14. bis ins 17. Jahrhundert der Familie von Lützow.
Seit 1846 gehörte das Gut der Familie von Behr und durch Heirat ab 1866 bis 1945 den Grafen von Bassewitz-Behr. 1876 wurde das neogotische Schloss gebaut. Nach 1945 wurde das Herrenhaus bis 1991 als Betriebsberufsschule der Deutschen Reichsbahn genutzt, danach stand es einige Jahre leer bis es 2005 verkauft und dann saniert wurde.

Rosenow wurde bekannt durch ein Scharmützel im Forst von Rosenow, das zwischen Truppen des Lützowsches Freikorpsden und Napoleons stattfand. Dabei fiel am 26. August 1813 der Schriftsteller Theodor Körner. An das Gefecht erinnert seit 1913 das Theodor-Körner-Denkmal von Wilhelm Wandschneider. Körner wurde in Wöbbelin beerdigt.

Kaeselow: Gutshaus Kaeselow wurde um 1860 im Stil der Tudorgotik erbaut. Es gehörte den Familien von Brock (Brook) (bis 1878), Oertzen, und von 1902 bis 1945 Both.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wappenbrief wurde im Februar 2011 durch den Innenminister des Landes übergeben.

Blasonierung: „Unter grünem Wellenschildhaupt, darin zwei schräg gekreuzte goldene Schwerter, in gold eine wachsende grüne Doppeleiche, belegt mit einem goldenen Schild, darin eine schräg gelegte viersprossige Sturmleiter.“

Das Wappen wurde durch den Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist längsgestreift von Gelb und Grün. Der gelbe Streifen nimmt ein Drittel, der grüne zwei Drittel der Höhe des Flaggentuches ein. In der Mitte des Flaggentuches liegt das Gemeindewappen, das die Hälfte der Höhe des gelben Streifens und drei Viertel der Höhe des grünen Streifens einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Lützow

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lützow (Mecklenburg)

  • In Lützow befindet sich ein 1876 im neogotisches Schloss mit einem Schlosspark im englischen Parkstil und einer Kapelle. Im Park steht ein vor 1850 errichtetes Mausoleum in neogotischer Form, das über dem Eingang ein Wappenfeld mit einem Bären, dem Wappentier der Familie von Behr, zeigt. Nach 1945 besaß die Bahn das Schloss und sie verkaufte es 2005. Der neue Eigentümer sanierte das Herrenhaus innen und außen, auch der Park wurde wieder hergerichtet.
  • In Kaeselow steht im Stil der Tudorgotik ein Gutshaus von um 1860.
  • Im Forst des Ortsteils Rosenow steht ein Theodor-Körner-Denkmal.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der B 104 gelegen, bietet Lützow einen bequemen Anschluss zu allen wichtigen Städten in der näheren Umgebung. Im 17 Kilometer entfernten Wittenburg besteht Anschluss an die Bundesautobahn 24 (Berlin–Hamburg). Vom Bahnhof Lützow fahren im Stundentakt Züge der ODEG in Richtung Schwerin und Parchim, sowie Richtung Gadebusch und Rehna. Die Strecke besteht seit 1897.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lützow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).