L. Q. Jones

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L.Q. Jones (eigentlich Justus Ellis McQueen; * 19. August 1927 in Beaumont, Texas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmemacher. Er wurde insbesondere durch seine Rollen in Western sowie als Stammschauspieler von Sam Peckinpah bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Besuch an der University of Texas war Justus McQueen kurze Zeit als Rancher beschäftigt, ehe er auf Anraten seines früheren College-Zimmergenossen Fess Parker eine Karriere in Hollywood einschlug. Er machte sein Filmdebüt 1955 in dem Kriegsdrama Urlaub bis zum Wecken an der Seite von Van Heflin und Tab Hunter noch unter seinem Geburtsnamen; er spielte hierin einen lakonischen Soldaten namens L.Q. Jones. Er mochte den Rollennamen und nahm ihn in der Folge als seinen Künstlernamen an.[1] Er spielte anschließend weitere Nebenrollen in Fernsehserien und Spielfilmen. Nach Urlaub bis zum Wecken war er in den nächsten Jahren in weiteren Kriegsfilmen über den Zweiten Weltkrieg zu sehen, daneben etablierte er sich aber vorrangig als Darsteller in Western: 1955 war er neben Clint Walker in drei Folgen der Westernserie Cheyenne zu sehen. In den 1960er Jahren wurde Jones einer der Stammschauspieler von Sam Peckinpah und trat sowohl in dessen Fernsehserie Klondike als auch in den Spielfilmen Sacramento, Sierra Charriba, The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz, Abgerechnet wird zum Schluss sowie Pat Garrett jagt Billy the Kid auf.

Mit seiner körperlichen, betont maskulinen Erscheinung und einem in späteren Jahren charakteristischen Schnauzbart wurde Jones nicht selten als verschlagener Westernschurke besetzt.[2] Zwischen 1963 und 1971 übernahm Jones eine wiederkehrende Nebenrolle als Ranchgehilfe „Belden“ in der Westernserie Die Leute von der Shiloh Ranch. In den 1970er und 1980er Jahren war Jones in Gastrollen in vielen Fernsehserien wie Das A-Team, Columbo, Ein Duke kommt selten allein, Drei Engel für Charlie, Walker, Texas Ranger und Ein Colt für alle Fälle zu sehen. Mitte der 1990er Jahre hatte er einige größere Nebenrollen in erfolgreichen Hollywoodfilmen wie Lightning Jack mit Paul Hogan, The Patriot – Kampf ums Überleben mit Steven Seagal sowie Martin Scorseses Casino, die teilweise auch außerhalb des Westernmetiers spielten. Zuletzt stand Jones im Jahr 2006 für Robert Altmans letzten Film Robert Altman’s Last Radio Show in der Rolle eines sterbenden Showveterans vor der Kamera.

In den 1960er- und 1970er-Jahren war Jones als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent hinter der Kamera an mehreren Filmen beteiligt. Am bekanntesten ist wohl seine Arbeit als Regisseur, Mitautor und Mitproduzent bei dem unkonventionellen Science-Fiction-Film Der Junge und sein Hund mit Don Johnson in der Hauptrolle, für den Jones mit einem Hugo Award ausgezeichnet wurde. In dem Film hatte er auch einen Cameo-Auftritt als Pornoschauspieler.[3][4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schauspieler

Hinter der Kamera

  • 1964: The Devil’s Bedroom – als Regisseur und Produzent
  • 1969: The Witchmaker – als Produzent
  • 1971: Stadt des Grauens (The Brotherhood of Satan) – als Drehbuchautor und Produzent
  • 1975: Der Junge und sein Hund (A Boy and His Dog) – als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent
  • 1980: Der unglaubliche Hulk (The Incredible Hulk; Fernsehserie, Folge On the Line) – als Regisseur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. L.Q. Jones | Biography, Movie Highlights and Photos. Abgerufen am 4. April 2020 (amerikanisches Englisch).
  2. L. Q. Jones. Abgerufen am 4. April 2020.
  3. Film: 'Boy and His Dog':L.Q. Jones Fantasizes a Postholocaust World. In: The New York Times. 17. Juni 1976, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 4. April 2020]).
  4. L.Q. Jones | Biography, Movie Highlights and Photos. Abgerufen am 4. April 2020 (amerikanisches Englisch).