LGBT-ideologiefreie Zone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Karte von Polen mit Regionen, die die Charta unterzeichnet haben (Stand Januar 2020, rot markiert).[1][2][3][4]

Eine sogenannte LGBT-ideologiefreie Zone (polnisch Strefa wolna od ideologii LGBT),[5] auch als „LGBT-freie Zone“ bezeichnet, ist eine Region, die von einer polnischen Gemeinde,[1][6] einem Powiat (Landkreis)[7] oder einer Woiwodschaft (einer Provinz)[8] als „frei von LGBT-Ideologie“ deklariert wurde.[9] Viele der Deklarationen verwenden als Vorlage die Kommunale Charta der Rechte von Familien[10], die auch in deutscher Übersetzung vorliegt.[11] Die Ereignisse wurden als Teil der Anti-Gender-Bewegungen in Europa gesehen.[12]

Auch wenn diese Zonen juristisch nicht durchsetzbar seien, LGBT keine Ideologie sei, und die Deklaration in erster Linie symbolisch zu sehen sei, stelle diese LGBT-Aktivisten zufolge den Versuch dar, die LGBT-Gemeinschaft zu stigmatisieren und auszuschließen.[6][9] Bis Januar 2020 wurden in Polen etwa 80 verschiedene Erklärungen der Charta abgegeben, darunter vier Woiwodschaften im Südosten und im Zentrum des Landes:[1][2][4][7] Kleinpolen, Karpatenvorland, Heiligkreuz und Lublin.

Am 18. Dezember 2019 stimmte das Europäische Parlament mit 463 zu 107 Stimmen für eine Verurteilung dieser Zonen.[13][14][15][16][17][18]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demonstration für Erzbischof Marek Jędraszewski. Auf dem Schild steht: „Weg mit linkem weltanschaulichen Totalitarismus“. Die Regenbogenflagge ist durchgestrichen, darüber das Wort „precz“ (dt. etwa „weg“, „raus“).

Im Februar 2019 unterzeichnete Warschaus liberaler Bürgermeister Rafał Trzaskowski eine Erklärung zur Unterstützung der LGBTQ-Rechte[9][19] und kündigte seine Absicht an, die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation zu befolgen und LGBT-Themen in die Sexualerziehungslehrpläne der Warschauer Schulen zu integrieren. Politiker der Partei PiS lehnen das Sexualerziehungsprogramm mit der Begründung ab, es würde Kinder sexualisieren.[20] Der Parteivorsitzende der PiS Jarosław Kaczyński reagierte auf die Erklärung und nannte die Rechte der LGBT „einen Import“, der Polen bedrohe.[21] Die Erklärung hat konservative Politiker und konservative Medien in Polen laut The Daily Telegraph „aufgestachelt und mobilisiert“. Die Proklamation „LGBT-ideologiefreier Zonen“ gilt als eine Reaktion auf die Warschauer Erklärung.[22] Laut Daily Telegraph befürchtet das konservative Establishment einen liberalen Übergang, der die Macht der katholischen Kirche in Polen auf ähnliche Weise untergraben könnte wie die Vorfälle in der irischen katholischen Kirche.[9] Sinkende Kirchenbesuche, zunehmende Säkularisierung und Missbrauchskandale haben die konservative Position unter Druck gesetzt. Im Mai 2019 verhaftete die polnische Polizei die Bürgerrechtsaktivistin Elżbieta Podleśna, nachdem sie Plakate der Schwarzen Madonna von Tschenstochau mit Heiligenschein in Regenbogenfarben verbreitet hatte, wegen Beleidigung religiöser Gefühle, was in Polen illegal ist.[23][24] Ebenfalls im Mai, zwei Wochen vor den Wahlen des Europäischen Parlament, wurde ein Dokumentarfilm über sexuellen Kindesmissbrauch in der Kirche online veröffentlicht. Der Dokumentarfilm sollte die kirchennahe PiS bei den Wahlen verletzen, was den PiS-Vorsitzenden Kaczyński zu Auslassungen darüber veranlasste, wie die polnische Nation und die Kinder von „abweichenden ausländischen Ideen“ angegriffen würden, was konservative Wähler dazu veranlasste, sich um die PiS zu scharen. Laut der feministischen Wissenschaftlerin Agnieszka Graff „wurde der Angriff auf LGBT durch die Warschauer Erklärung ausgelöst, aber das war nur eine willkommene Ausrede“, da die PiS versuche, die ländlich-traditionelle Bevölkerung zu umwerben und einen Sündenbock als Ersatz für die Migranten brauchte.

Im August 2019 sagte der Erzbischof von Krakau, Marek Jędraszewski, in einer Predigt zum Gedenken an den Warschauer Aufstand, dass die „LGBT-Ideologie“ wie eine „Regenbogenseuche“ sei.[25] Nicht lange danach simulierte eine Dragqueen seine Ermordung auf der Bühne.[26]

Ab 2019 „erfordert offenes Schwulsein in Polens Kleinstädten und ländlichen Gebieten aufgrund der Bemühungen der polnischen Behörden und der katholischen Kirche zunehmende körperliche und geistige Stärke“, so der Telegraph.[9] Die öffentliche Wahrnehmung ist jedoch toleranter gegenüber Schwulen geworden.[27] Im Jahr 2001 gaben 41 Prozent der befragten Polen an, dass „Schwulsein nicht normal ist und nicht toleriert werden sollte“, während dies 2017 nur 24 Prozent der Befragten behaupteten. Der Aussage „Schwulsein ist normal“ stimmten im Jahr 2001 5 Prozent, 2017 16 Prozent zu.

Deklarationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„LGBT-Ideologie“-freie Zonen werden von polnischen Gemeinden[1][6], Landkreisen,[7] und Woiwodschaften[9] ausgerufen und, als Reaktion auf die Warschauer Deklaration,[22] als „frei von ‚LGBT-Ideologie‘“[8] bezeichnet. Obwohl sie nicht durchsetzbar sind, halten Aktivisten dies für Versuche, die örtlichen LGBT-Gemeinschaft aus dem gesellschaftlichen Leben auszugrenzen. Die Aktivistin Olga Kaczorek nannte die Erklärungen „eine Erklärung, die besagt, dass eine bestimmte Art von Menschen dort nicht willkommen ist“.

Im März 2019 verabschiedete die Stadt Świdnik in Ostpolen eine Resolution, in der die „LGBT-Ideologie“ abgelehnt wurde.[28]

Bis August 2019 wurden in Polen etwa 30 verschiedene LGBT-Ideologiefreie Zonen erklärt, darunter vier Woiwodschaften im Südosten des Landes:[1][4][7] Kleinpolen, Karpatenvorland, Heiligkreuz, und Woiwodschaft Lublin.[2] diese vier Woiwodschaften bilden den „historisch-konservativen“ Teil Polens.[6]

Zu den Landkreisen, die diese Maßnahmen ergriffen haben, gehören der Powiat Białystok, der Powiat Jarosław, der Powiat Lesko, der Powiat Lubaczów, der Powiat Mielec, der Powiat Puławy, der Powiat Ryki, der Powiat Świdnik, der Powiat Tarnów und der Powiat Zamość.[3]

Verhalten von Regierung und Kabinettsmitgliedern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld der polnischen Parlamentswahlen 2015 hatte die regierende Partei PiS eine ablehnende Haltung gegenüber außereuropäischen Migranten eingenommen und nach Einschätzung von Michał Bilewicz, einem Forscher der Universität Warschau, unter anderem damit die Wahlen gewonnen. Nach dem Höhepunkt und mit dem Abflauen der Europäischen Flüchtlingskrise habe sich der Fokus der Ablehnung auf das Thema LGBT als vermeintlich weitere Bedrohung aus dem Ausland gerichtet.[1] Der Parteivorsitzende der PiS Jarosław Kaczyński rügte im Jahr 2019 die Pro-LGBTQ-Erklärung des Warschauer Bürgermeisters als „Angriff auf Familie und Kinder“ und bezeichnete LGBTQ als „importierte“ Ideologie.[9]

Nachdem der Krakauer Erzbischof Marek Jędraszewski in einer Predigt Anfang August 2019 die „LGBT-Ideologie“ als „Regenbogenseuche“ bezeichnet hatte, dankte Kaczyński diesem wenig später öffentlich auf einer Wahlkampfveranstaltung für seine "unzweideutigen Worte".[29]

Im Juni 2019 ordnete Justizminister Zbigniew Ziobro, Vorsitzender der Partei Solidarna Polska, eine Untersuchung von Ikea an, nachdem das Unternehmen einen Mitarbeiter entlassen hatte, der homophobe Äußerungen getätigt hatte.[30]

Sticker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„LGBT-freie Zone“-Aufkleber, verteilt von der Gazeta Polska

Die konservative Zeitung Gazeta Polska gab „LGBT-freie Zone“-Aufkleber an die Leser heraus.[31] Die polnische Opposition und Diplomaten, darunter die US-Botschafterin in Polen Georgette Mosbacher, verurteilten die Aufkleber.[8][32] Der Chefredakteur der Zeitung, Tomasz Sakiewicz, antwortete auf die Kritik mit „Was hier geschieht, ist der beste Beweis dafür, dass LGBT eine totalitäre Ideologie ist“.

Das Warschauer Bezirksgericht ordnete an, dass die Verteilung der Aufkleber bis zum Abschluss eines Gerichtsverfahrens eingestellt werden sollte.[33] Der Herausgeber der Gazeta Polska wies das Urteil jedoch mit den Worten ab, es handele sich um „gefälschte Nachrichten“ und „Zensur“, und erklärte, dass die Zeitung die Verteilung der Aufkleber fortsetzen werde.[34] Die Gazeta Polska setzte die Verteilung der Aufkleber fort, änderte jedoch das Abziehbild so, dass es nun „LGBT-ideologiefreie Zone“ heißt.

Im Juli weigerte sich die polnische Medienkette Empik, die größte des Landes, die Gazeta Polska nach der Herausgabe der Sticker im Angebot zu führen.[35] Im August 2019 wurde eine für den 24. Oktober in der Carnegie Hall in New York geplante Show der amerikanischen „Gazeta Polska Community“ abgesagt, nachdem Beschwerden über Anti-LGBT-Beziehungen dazu führten, dass sich Künstler aus der Show zurückzogen.[36][37]

Demonstrationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der equality march im Juni 2019 in Rzeszów (dem Pendant zum deutschen CSD).
Nationalisten protestieren im Juni 2019 in Rzeszów gegen den equality march

Nachdem LGBT-Aktivisten in Rzeszów einen Antrag zur Durchführung einer Gay Pride (ähnlich dem deutschen CSD) gestellt hatten, entwarfen die PiS-Ratsmitglieder eine Resolution, um Rzeszów zu einer „LGBT-freien Zone“ zu machen und die Veranstaltung selbst zu verbieten. Etwa 29 Anträge auf Gegendemonstrationen erreichten das Rathaus, was Stadtpräsident Tadeusz Ferenc von der oppositionellen Demokratischen Linksallianz dazu veranlasste, den Marsch aus Sicherheitsgründen zu verbieten. Das Verbot wurde dann durch einen Gerichtsbeschluss aufgehoben. Die PiS-Ratsmitglieder schlugen eine Resolution vor, die die „LGBT-Ideologie“ verbot, die mit nur zwei Stimmen abgelehnt wurde.[38]

Nach den gewalttätigen Ereignissen bei der ersten Pride in Białystok im Juli 2019, bei dem etwa tausend Demonstranten tausenden rechten Gruppen und Ultra-Fußballfans gegenüber standen und es zu gewalttätigen Angriffen kam,[6][39] und den Aufklebern der Gazeta Polska, fand am 23. Juli 2019 in Danzig[40] eine Demonstration mit dem Slogan „zonenfreie Zone“ (polnisch: Strefa wolna od stref) für mehr Toleranz statt.[41][42][43] In Łódź fand eine Demonstration unter dem Slogan „hassfreie Zone“ (polnisch: Strefa wolna od nienawiści) statt[44] und linke Politiker verteilten „Hassfreie Zone“-Aufkleber.[45]

Gerichtsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2020 erklärten zwei polnische Bezirksgerichte kommunale Erlasse in den Dörfern Istebna in der Woiwodschaft Schlesien und Klwów in der Woiwodschaft Masowien für ungültig und hoben „LGBT-freie Zonen“ in diesen Orten auf.[46] Die Urteile können noch angefochten werden und haben zunächst keine Auswirkungen auf die anderen Beschlüsse.

Ablehnung kommunaler Förderanträge durch die EU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2020 betonte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Gleichstellung sexueller Minderheiten und begründete, warum mehrere finanzielle Förderanträge polnischer Kommunen wegen der LGBT-ideologiefreien Zonen seitens der EU in den vorangehenden Monaten abgelehnt wurden.[47]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterstützung für die Deklarationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bożena Bieryło, eine PiS-Rätin im Bezirk Białystok, sagte, die Gesetzgebung in ihrem Bezirk sei aufgrund von LGBT-„Provokationen“ und „Forderungen“ nach Sexualkundeunterricht erforderlich.[8]

Die PiS-Partei hat die lokalen Erklärungen unterstützt, auch indem ein PiS-Beamter in Lublin Medaillen an lokale Politiker überreichte, die die Erklärungen unterstützten.[1]

Kritik an den Deklarationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2019 stellte der polnische Ombudsmann Adam Bodnar fest, dass „die Regierung homophobe Gefühle“ mit Bemerkungen „am Rande von Hassreden“ verstärke.[1] Bodnar sei bereit für einen Einspruch beim polnischen Verwaltungsgericht gegen die Erklärungen, da sie laut Bodnar nicht nur politisch seien, sondern auch einen normativen Charakter hätten, der sich auf das Leben der Menschen in der erklärten Region auswirke.[7][48]

Im Juli 2019 veröffentlichten der Warschauer Stadtrat Marek Szolc und die Polnische Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht (PTPA) ein Rechtsgutachten, das besagt, dass die Erklärungen zur LGBT-freien Zone Menschen stigmatisieren und ausschließen und, da sie gegen Artikel 32 der polnischen Verfassung verstoßen, der Gleichheit und Nichtdiskriminierung garantiert, somit illegal seien.[22][49][50]

Im August 2019 erklärten mehrere Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft, dass sie sich in Polen unsicher fühlten.[51]

Die Razem-Partei gab an: „Erinnern Sie sich daran, wie die Rechten vor den so genannten [muslimischen] No-Go-Zonen Angst hatten? Dank desselben Rechts haben wir unsere eigenen No-Go Zones“.[52][53]

Liberale Politiker, Medien sowie Menschenrechtsaktivisten haben die Erklärungen mit Erklärungen aus der Zeit des Nationalsozialismus verglichen, dass die Gebiete „judenfrei“ seien. Die italienische Zeitung La Repubblica nannte es „ein Konzept, das den Begriff 'judenfrei' hervorruft“.[54][55] Der Direktor der polnische Organisation Campaign Against Homophobia, Slava Melnyk, verglich die Erklärungen mit „1933, als es auch Zonen frei von einer bestimmten Gruppe von Menschen gab“.[56] Der stellvertretende Bürgermeister Warschaus Paweł Rabiej twitterte: „The German fascists created zones free of Jews. Apartheid, of blacks.“, dt. „Die deutschen Faschisten schufen judenfreie Zonen. Die Apartheid schwarzenfreie.“.[57][58]

Am 18. Dezember 2019 stimmte das Europäische Parlament (EP) mit 463 gegen 107 Stimmen für die Missbilligung der LGBT-freien Zonen in Polen. Es forderte „die polnischen Behörden auf, diese Handlungen zu verurteilen und alle Resolutionen, die die LGBT-Rechte angreifen, zu widerrufen“. Laut dem EP sind die Zonen Teil „eines breiteren Kontextes von Angriffen gegen die LGBT-Gemeinschaft in Polen, zu denen wachsende Hassreden von öffentlichen und gewählten Beamten und öffentlichen Medien sowie Angriffe auf Pride-Märsche und deren Verbote wie beispielsweise die Aktion ‚Regenbogen-Freitage‘ gehören.“.[59][60][61][62][63][18] Unter anderem die AfD wandte sich gegen diese Entscheidung. So beglückwünschte die AfD-Europaabgeordnete Christine Anderson die polnische Regierung dafür, „den Schutz unserer Kinder“ ernstzunehmen und sie vor einer „widerlichen linken, perversen Ideologie“ zu schützen. Zugleich stellte sie dar, homophob seien nur Muslime, nicht dagegen die „europäischen Völker“.[64]

Im April 2020 hatte der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland einen offenen Brief an insgesamt über 300 deutsche Kommunen und Städte geschrieben, die eine Partnerschaft mit polnischen Kommunen haben und forderte diese, sofern sich eine Gemeinde der „Bewegung“ angeschlossen hat oder anschließen möchte, auf, die „Art der Zusammenarbeit“ zu überdenken.[65][66] Die Stadt Schwerte setzte darauf hin am IDAHOBIT 2020 eine seit 1984 bestehende Partnerschaft mit der polnischen Stadt Nowy Sacz aus.[66] Die Gemeinde Tarnów war Partnergemeinde des bayrischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Da sich Tarnów 2019 zur „LGBT-freien Zone“ erklärte, wurde die Partnerschaft 2020 unterbrochen.[67] Die lokale Kreistagsfraktion der AfD wendete sich gegen diese Aussetzung und bezeichnete sie als Einmischung „in innere Angelegenheiten des Landkreises Tarnów“.[68]

Als Protest gegen die LGBTI-freien Zonen nahm das europäische Parlament im März 2021 eine Entschließung an, in der die gesamte EU als „LGBTIQ-Freiheitszone” erklärt wurde. In dieser forderten die Abgeordneten die Kommission ebenso dazu auf, „alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente” zu nutzen, um die Grundrechte sexueller Minderheiten zu schützen. Genannt werden bspw. Vertragsverletzungsverfahren oder die Streichung vom EU-Mitteln.[69]

Betroffene Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polnische Städte, Gemeinden, Landkreise oder Provinzen, die eine Deklaration beschlossen haben.[70]

Körperschaft Deklaration abgestimmt
Biała Podlaska ja 18.06.2019
Bukowina Tatrzańska ja 19.12.2019
Dębica ja 17.09.2019
Gromadka ja 27.11.2019
Gromnik ja 27.09.2019
Istebna ja (im Juli 2020 durch Bezirksgericht aufgehoben) 02.09.2019
Jedlnia-Letnisko ja 23.10.2019
Jordanów ja 30.05.2019
Klwów ja (im Juli 2020 durch Bezirksgericht aufgehoben) 17.06.2019
Kobyłka ja 21.10.2019
Końskowola ja 26.06.2019
Kraśnik ja (im Mai 2021 wieder durch die Stadt aufgehoben)[71] 30.05.2019
Krzynowłoga Mała ja 05.08.2019
Lipinki ja 12.04.2019
Łopuszno ja 28.06.2019
Łososina Dolna ja 30.05.2019
Mełgiew ja 27.03.2019
Mielec ja 26.09.2019
Mordy ja 29.03.2019
Moszczenica ja 08.10.2019
Niebylec ja 25.09.2019
Niedrzwica Duża ja 28.05.2019
Nowa Dęba ja 26.07.2019
Nowa Sarzyna ja 28.10.2019
Nowy Sącz ja 19.11.2019
Odrzywół ja 30.01.2020
Opole Lubelskie ja 28.11.2019
Osiek ja 31.10.2019
Ostrów Lubelski ja 27.03.2019
Potworów ja 30.12.2019
Przasnysz ja 18.06.2019
Przemyśl ja 26.08.2019
Przeworsk ja 26.06.2019
Puławy ja 30.05.2019
Radzyń Podlaski ja 17.05.2019
Radzyń Podlaski ja 22.05.2019
Rypin ja 23.10.2019
Serniki ja 21.06.2019
Skierniewice ja 27.09.2019
Stary Sącz ja 30.09.2019
Świdnik ja 28.03.2019
Szczytniki ja 09.05.2019
Szerzyny ja 04.06.2019
Tomaszów Mazowiecki ja 31.10.2019
Trzebieszów ja 18.06.2019
Tuchów ja 29.05.2019
Tuszów Narodowy ja 29.03.2019
Urzędów ja 28.03.2019
Wieluń ja 17.07.2019
Wilamowice ja 30.10.2019
Wilkołaz ja 30.04.2019
Żabno ja 30.10.2019
Zakrzówek ja 08.05.2019
Zamość ja 26.08.2019
Zarzecze ja 25.07.2019

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Polish towns advocate 'LGBT ideology-free' zones while the ruling party cheers them on. In: The Washington Post. 21. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  2. a b c Krakowski magistrat odpowiada na homofobiczny akt "Gazety Polskiej". In: Gazeta Wyborcza. 19. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  3. a b Gdzie w Polsce przyjęto uchwały przeciw „ideologii LGBT“? ONET, 23. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  4. a b c Marta Figlerowicz: The New Threat to Poland’s Sexual Minorities. 9. September 2019, abgerufen am 19. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  5. Biuletyny Informacji Publicznej – Urząd Marszałkowski Województwa Lubelskiego w Lublinie. In: bip.malopolska.pl. Abgerufen am 26. Februar 2020 (polnisch): „Declaration No. 1/19 of the Lesser Poland Regional Assembly of 29 April 2019 on opposition to the introduction of the „LGBT“ ideology in local government communities“
  6. a b c d e Why ‚LGBT-free zones‘ are on the rise in Poland. CBC, 27. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  7. a b c d e Adam Bodnar: przygotowuję się do zaskarżenia uchwał w sprawie ideologii LGBT. In: TVN24. 22. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  8. a b c d Anti-Gay Brutality in a Polish Town Blamed on Poisonous Propaganda. In: The New York Times. 27. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  9. a b c d e f g Polish ruling party whips up LGBTQ hatred ahead of elections amid 'gay-free' zones and Pride march attacks. In: The Daily Telegraph. 9. August 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  10. Samorządowa Karta Praw Rodzin. Abgerufen am 19. September 2020 (polnisch).
  11. Kommunale Charta der Rechte von Familien (deutsche Übersetzung, PDF). Abgerufen am 19. September 2020.
  12. Zentrum für Osteuropa-und internationale Studien: Elżbieta Korolczuk: Poland’s LGBT-free zones and global anti-gender campaigns. Abgerufen am 11. Mai 2021 (britisches Englisch).
  13. dw.com
  14. vice.com
  15. nydailynews.com
  16. pinknews.co.uk
  17. europarl.europa.eu
  18. a b Alena Kammer, AFP: Polen: EU-Parlament kritisiert Hetze gegen Homosexuelle. In: Die Zeit. 18. Dezember 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 27. Februar 2020]).
  19. Pride and prejudice: Poland at war over gay rights before vote. In: South China Morning Post. 9. August 2019, abgerufen am 19. August 2019.
  20. Marcin Goclowski: Polish towns go 'LGBT free' ahead of bitter European election campaign. 21. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  21. Madeline Roache: Poland Is Holding Massive Pride Parades. But How Far Have LGBTQ Rights Really Come? In: Time. 3. Juli 2019, abgerufen am 19. August 2019 (englisch).
  22. a b c Konferencja prasowa na rzecz osób LGBT+. Polish Society for Anti-Discrimination Law, 19. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  23. Claudia Ciobanu: 'FOREIGN IDEOLOGY': POLAND'S POPULISTS TARGET LGBT RIGHTS. In: Balkan Insight. 26. Juni 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  24. LGBT Virgin Mary triggers Polish activist's detention. BBC News, 14. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  25. Florian Kellermann: Proteste gegen Erzbischof – Homophobie in polnischer Kirche? Deutschlandfunk, 7. August 2019, abgerufen am 27. Februar 2020 (deutsch).
  26. Drag queen „symulował zabójstwo“ Jędraszewskiego. KEP i RPO komentują kontrowersyjny występ. In: Rmf24.pl. 14. August 2019, abgerufen am 20. August 2019 (polnisch).
  27. Marcin Goclowski: Polish towns go 'LGBT free' ahead of bitter European election campaign. 21. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  28. Marcin Goclowski: Polish towns go 'LGBT free' ahead of bitter European election campaign. 21. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  29. Activists warn Poland's LGBT community is 'under attack'. 8. August 2019, abgerufen am 16. April 2021.
  30. Poland's ruling party fuels anti-LGBT sentiment ahead of elections. In: Financial Times. 11. August 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  31. Polish newspaper to issue 'LGBT-free zone' stickers. BBC News, 18. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  32. Conservative Polish magazine issues 'LGBT-free zone' stickers. 24. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  33. Polish Court Rebukes „LGBT-Free Zone“ Stickers. HRW, 1. August 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  34. Polish magazine dismisses court ruling on 'LGBT-free zone' stickers. In: Politico. 26. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  35. Jonathan Luxmoore: Church in Poland continues confrontation with the LGBTQ community. In: National Catholic Reporter. 19. August 2019, abgerufen am 19. August 2019 (englisch).
  36. CARNEGIE HALL CONCERT LINKED TO ANTI-LGBT MAGAZINE CANCELED, Newsweek, Jake Maher, 26 August 2019.
  37. Group connected to 'LGBT-Free Zone' newspaper cancels Carnegie Hall event, NBC, Tim Fitzsimons, 26 August 2019.
  38. Claudia Ciobanu: 'FOREIGN IDEOLOGY': POLAND'S POPULISTS TARGET LGBT RIGHTS. In: Balkan Insight. 26. Juni 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  39. Polish city holds first LGBTQ equality march despite far-right violence. CNN, 21. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  40. Right-wing Polish magazine slammed for anti-LGBT stickers. San Francisco Chronicle, 24. Juli 2019, archiviert vom Original am 21. August 2019; abgerufen am 21. August 2019.
  41. Maciej Dzwonnik: "Każdy równy, wszyscy różni". W Gdańsku odbył się protest przeciwko nienawiści. In: Gazeta Wyborcza. 23. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  42. "Strefa wolna od stref" – manifestacja przeciwko nienawiści, w geście solidarności z LGBT w Gdańsku. In: Dziennik Baltycki. 23. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  43. Solidarni z Białymstokiem. Marsze, zbiórki i #TęczowaŚroda. In: Polityka. 23. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  44. Szczecin – strefa wolna od nienawiści! W odpowiedzi na tę furię, ten rynsztok. In: Gazeta Wyborcza. 26. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  45. Łódź razem z Białymstokiem. Rozdano wlepki „strefa wolna od nienawiści“, będzie pikieta. In: Gazeta Wyborcza. 23. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  46. Queer.de: Gerichtsentscheidungen, „LGBT-freie Zonen“ verstoßen gegen Gleichbehandlungsgrundsatz, abgerufen am 20. Juli 2020
  47. Streit mit Polen: Leyen betont Gleichstellung sexueller Minderheiten. In: Queer.de. 30. Juli 2020, abgerufen am 7. August 2020.
  48. Right-wing Polish magazine issues anti-LGBT stickers. 24. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  49. Samorządy przyjmują tak zwane uchwały anty-LGBT. In: TVN24. 25. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  50. Ustawy regionów „wolnych od LGBT“ są niezgodne z prawem. In: Queer.pl. 22. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  51. Activists warn Poland's LGBT community is 'under attack'. 8. August 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  52. Polish newspaper is handing out 'LGBT-free zone' stickers. In: Gay Star News. 18. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  53. "Gazeta Polska" drukuje naklejki „Strefa wolna od LGBT“. Czy ktoś w redakcji słyszał o nazistach? In: Gazeta.pl. 17. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  54. Polonia, botte e insulti al gay-pride di Bialystok. In: la Repubblica. 21. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (italienisch).
  55. RPO o „Strefie wolnej od LGBT“: Polsce grozi dyskryminacja na rynku usług. In: Rzeczpospolita. 5. August 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  56. Magda Łucyan: Naklejki „Strefa wolna od LGBT“. Komentarz ambasador i odpowiedź rządu. In: TVN24. 19. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  57. Polish newspaper to issue 'LGBT-free zone' stickers. BBC News, 18. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  58. Tim Fitzsimons: Polish magazine criticized for planning 'LGBT-free zone' stickers. NBC News, 19. Juli 2019, abgerufen am 14. Mai 2020: „While conservative social media users cheered the move on Twitter and on Facebook, many liberal Poles connected the effort to create „LGBT-free“ zones to Nazi efforts to create zones free of Jews.“
  59. dw.com
  60. vice.com
  61. nydailynews.com
  62. pinknews.co.uk
  63. europarl.europa.eu
  64. Dennis Klein: Europaparlament „tief besorgt“ über homophobe Tendenzen in der EU. In: Queer.de. 18. Dezember 2019, abgerufen am 25. Juni 2020.
  65. Helmut Metzner: Solidarität mit LSBTI in Polen. Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, abgerufen am 17. Mai 2020.
  66. a b Schwerte setzt Städtepartnerschaft mit Polen aus. In: Queer.de. 17. Mai 2020, abgerufen am 17. Mai 2020.
  67. Pfaffenhofen: Partnerschaft bis auf Weiteres auf Eis gelegt. In: Donaukurier. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  68. AfD empört sich über Kritik an „LGBT-freien Zonen“ in Polen. In: Queer.de. 23. Juni 2020, abgerufen am 25. Juni 2020.
  69. EU-Parlament zu LGBTQI-Rechten: EU wird „Freiheitszone“ für alle. In: Die Tageszeitung: taz. 12. März 2021, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 12. März 2021]).
  70. Atlas nienawiści (Atlas of Hate). Abgerufen am 11. März 2020.
  71. Maenner-Media: Aus Geldnot: Polnische Stadt keine „LGBT-freie Zone“ mehr, Mai 2021