La Chapelle-Grésignac

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La Chapelle-Grésignac
La Chapela de Gresinhac
La Chapelle-Grésignac (Frankreich)
La Chapelle-Grésignac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Périgueux
Kanton Ribérac
Gemeindeverband Pays Ribéracois
Koordinaten 45° 24′ N, 0° 20′ OKoordinaten: 45° 24′ N, 0° 20′ O
Höhe 78–174 m
Fläche 6,95 km2
Einwohner 107 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 24320
INSEE-Code
Website La Chapelle-Grésignac

La Chapelle-Grésignac – Église Saint-Étienne

La Chapelle-Grésignac (okzitanisch La Chapela de Gresinhac) ist eine französische Gemeinde (commune) mit 107 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus den beide Hauptorten La Chapelle und Grésignac sowie zwei Weilern (hameaux) und einigen Einzelgehöften (fermes).

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Doppelort La Chapelle-Grésignac liegt in der Kulturlandschaft des Périgord nahe der Grenze zum Angoumois in einer Höhe von ca. 110 m.[1] Die Stadt Périgueux ist gut 45 km (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung entfernt; die Stadt Angoulême befindet sich gut 38 km nordwestlich. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 900 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 419 411 305 216 112 107

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang im ausgehenden 19. und im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Land- und Forstwirtschaft (Getreideanbau, Holzkohle); Obst und Gemüse wurden in den hauseigenen Gärten angebaut. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler und Handwerker niedergelassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Erwähnungen des Ortsnamens Greziniaco oder Grezinhaco stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert; damals war Grézignac noch eng mit dem Angoumois verbunden. Die romanische Kirche des Ortes entstand jedoch bereits im 12. Jahrhundert. Der Ortsteil La Chapelle gehörte lange Zeit zu Grézignac.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grézignac, Motte
Grézignac, Kirchenruine
La Chapelle
  • Die ehemals zu Grézignac, später dann zu Aubeterre-sur-Dronne gehörende und im 17. Jahrhundert neu erbaute einschiffige Église Saint-Étienne wurde im 19. Jahrhundert grundlegend restauriert. Das Kirchenschiff wird von einem Holzgewölbe überspannt. Das Kirchenbauwerk ist seit dem Jahr 2000 als Monument historique eingestuft.[3]
Grézignac
  • Ältestes Zeugnis der ehemals eng mit dem Angoumois verbundenen Geschichte von Grézignac ist ein von Menschenhand aufgeschütteter Erdhügel, auf welchem ehemals eine hölzerne Festung (motte) stand. Der Hügel ist seit dem Jahr 2000 ebenfalls als Monument historique anerkannt.[4]
  • Die ehemalige Pfarrkirche Saint-Jean bestand noch im 17. Jahrhundert; danach wurde ihr Zustand immer baufälliger. Im Jahr 1902 waren noch zwei Segmente des Tonnengewölbes sichtbar. Die Kirchenruine ist seit dem Jahr 2000 ebenfalls als Monument historique anerkannt.[5]
Clauzurou

Das nahe der nördlichen Gemeindegrenze stehende Château du Clauzurou und eine benachbarte Wassermühle befinden sich beide auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Champagne-et-Fontaine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Chapelle-Grésignac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La Chapelle-Grésignac – Karte mit Höhenangaben
  2. La Chapelle-Grésignac/Verteillac – Klimatabellen
  3. La Chapelle – Église Saint-Étienne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Grézignac – Motte castrale in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Grézignac – Église Saint-Jean in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)