La Chapelle-Montmoreau

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La Chapelle-Montmoreau
La Chapela de Mont Maurelh
La Chapelle-Montmoreau (Frankreich)
La Chapelle-Montmoreau
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Brantôme
Gemeindeverband Dronne et Belle
Koordinaten 45° 27′ N, 0° 39′ OKoordinaten: 45° 27′ N, 0° 39′ O
Höhe 150–226 m
Fläche 8,09 km2
Einwohner 69 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km2
Postleitzahl 24300
INSEE-Code

Die Kapelle im Ortskern von La Chapelle-Montmoreau

La Chapelle-Montmoreau, okzitanisch La Chapela de Mont Maurelh[1], ist eine französische Gemeinde mit 69 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Norden des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie ist Grenzgemeinde zum Regionalen Naturpark Périgord-Limousin.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Chapelle-Montmoreau, okzitanisch La Chapela de Mont Maurelh leitet sich ab vom Nordokzitanischen chapela (Kapelle) und mont (Berg, Anhöhe). Maurelh ist wahrscheinlich ein Eigenname.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Chapelle-Montmoreau liegt neun Kilometer südsüdwestlich von Nontron und neun Kilometer nördlich von Brantôme entfernt (Luftlinie). Die Gemeinde wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:

Die Gemeinde besteht neben dem Ortskern aus folgenden Weilern, Gehöften, einer ehemaligen Mühle, einem Schloss und einem Herrensitz:

Château de Lannet, Chaumon (verfallen), Chez Picayne, Domaine de Montmoreau, Filoine, Fruchaudière, Jourdonnière, La Pépie, Lamond, Maison Neuve, Moulin de Bernillou (verfallen), Parelière, Pradarier, Puysec und Sainte Marie des Bois.

Das Gemeindegebiet wird mittig vom Boulou durchflossen, der nach Südwesten entwässert. Er nimmt an der Südwestgrenze einen von Pradarier herunterziehenden linken Seitenarm auf, der die Gemeindegrenze zu Saint-Crépin-de-Richemont markiert. Linksseitig empfängt der Boulou ferner zwei Trockentäler, das nördliche mündet kurz unterhalb der jetzt verfallenen Mühle Moulin de Bernillou und das weiter südwärts gelegene, nur sehr kurze nördlich der Domaine de Montmoreau. Auf der rechten Talseite verläuft ebenfalls ein Trockental; es markiert den Grenzverlauf zu Saint-Crépin de Richemont.

Der topographisch niedrigste Punkt in der Gemeinde mit 150 Metern über dem Meeresspiegel liegt am Boulou im Südwesten, der höchste Punkt mit 225 Metern befindet sich nördlich von Fruchaudière an der Nordgrenze zu Saint-Front-sur Nizonne. Der absolute Höhenunterschied beträgt 75 Meter.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platte mit alttertiären Konglomeraten der Formation HF, hier bei Champredon als Menhir aufgerichtet

Die Gemeinde La Chapelle-Montmoreau wird vollständig von flach liegenden (Einfallswinkel bis maximal 8° nach Südwest) Sedimenten des nördlichen Aquitanischen Beckens unterlagert. Der Schichtverband gehört strukturell zum Nordflügel der Combiers-Saint-Crépin-de-Richemont-Synklinale. Älteste aufgeschlossene Formation ist die Angoulême-Formation des Unteren Angoumiens (Turonium). Es handelt sich hier um massive Rudistenkalke, die im Gelände Schichtrippen und kleinere Steilwände mit Abris und Höhlen bilden können. Sie sind beidseitig des Boulous aufgeschlossen. Darüber folgt Oberes Angoumien – etwas feinbankigere, kryptokristalline Rudistenkalke, die auch detritisch vorkommen. Über das Turon legen sich die relativ harten Fossilkalke des Coniaciums, anstehend an der Südwestgrenze entlang der beiden Seitentäler des Boulou. Diskordant über die Schichten der Oberkreide legen sich Alterite (Kolluvium der Formationen AC und ACFSande und Schotter) des Tertiärs. Sie finden sich auf den beiden Höhenlagen nordwestlich und südöstlich des Bouloutals. Die im Pleistozän umgelagerten Hüllsedimente werden von zwei fossilen Flusssystemen gekrönt, deren Schotter stellenweise als verfestigte Konglomerate (Formation HF) ausgebildet sind. Ihr Alter wird als Eozän bzw. Unteres Oligozän eingestuft. Die kontinentalen Sedimente stammen aus dem Massif Central bei Nontron und wurden in Richtung Südwest geschüttet. Sie werden entlang der Nordwestgrenze bei Filoine und entlang der Südostgrenze bei Le Claud (Gemeinde Saint-Pancrace) angetroffen. Die Trockentäler werden von eiszeitlichem Kalkhangschutt verfüllt. Im Bouloutal selbst haben sich sehr rezente Sedimente des Holozäns abgelagert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in La Chapelle-Montmoreau
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 96 2,9 11,9/km²
1968 85 2,7 10,5/km²
1975 79 2,6 9,8/km²
1982 88 2,9 10,9/km²
1990 87 2,9 10,8/km²
1999 91 3,0 11,2/km²
2005 81 10,0/km²
2006 80 2,6 9,9/km²
2008 75 2,4 9,3/km²

Quelle: INSEE[2]

Die Bevölkerung in der Gemeinde La Chapelle-Montmoreau ist rückläufig, sie hatte sich aber 1999 zwischenzeitlich wieder erholt. Der Rückgang ist etwas stärker als im restlichen Kanton Champagnac-de-Belair.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus (Mairie) von La Chapelle-Montmoreau

Bürgermeister von La Chapelle-Montmoreau ist seit 2008 der zur UMP gehörige Alain Peyrou.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern von La Chapelle-Montmoreau ist über zwei Kommunalstraßen zu erreichen, welche von der D 675 (Nontron – Brantôme) in Westrichtung abzweigen. Über eine den Ortskern in Nordwestrichtung verlassende Kommunalstraße kann sowohl Saint-Front-sur-Nizonne als auch die D 84 von Nontron nach Ribérac erreicht werden. Eine an der rechten Talseite des Boulou entlang führende Kommunalstraße ermöglicht über Saint-Crépin-de-Richemont den Anschluss an die Schnellstraße D 939 PérigueuxAngoulême.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website des Conseil général de la Dordogne mit den okzitanischen Gemeindenamen
  2. La Chapelle-Montmoreau auf der Website des Insee

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Chapelle-Montmoreau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien