La Cuadra

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Compañía General Española de Coches Automóviles Emilio de la Cuadra SC
Rechtsform Sociedad en comandita
Gründung 1898
Auflösung 1901
Auflösungsgrund Finanzprobleme
Sitz Barcelona
Leitung Emilio de la Cuadra, Carlos Vellino
Branche Automobilhersteller

La Cuadra war ein spanisches Unternehmen der Automobilindustrie.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1898 gründeten der spanische Admiral Emilio de la Cuadra und der Ingenieur Carlos Vellino das Unternehmen in Barcelona. Ziel des Unternehmens war es, Automobile zu entwickeln und zu vermarkten. Das Unternehmen war die erste Automobilfabrik in Spanien (laut Register von 1899).[1] Um die Jahrhundertwende arbeitete der Schweizer Ingenieur Marc Birkigt ebenfalls für den spanischen Unternehmer de la Cuadra in der damals weitverbreiteten Elektrofahrzeug-Industrie. Birkigt entwickelte Verbrennungsmotoren und Bremssysteme, Vellino die Elektromotoren, Akkumulatoren und Antriebstechnik, die Karosserie entwarf Domingo Tamaró. 1901 übernahm Juan Jaime Castro das Unternehmen und gründete die Firma J. Castro Sociedad en Comandita. Daraus wurde später Hispano-Suiza.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektroautos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1899 wurde das erste spanische Automobil unter dem Namen „La Cuadra“ in Barcelona gebaut, dem jedoch kein Erfolg beschieden war.

Erste Modellreihe: „La Cuadra 1“ sah einer Kutsche ähnlich, hatte zwei Sitze und verfügte über einen 3-kW-Elektromotor.

Hybridantrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Version wurde mit einem zusätzlichen 5-PS-Verbrennungsmotor, der einen Dynamo antrieb und die Batterien des Fahrzeuges aufladen konnte, gebaut. La Cuadra baute somit in diesen Jahren einen der ersten Hybridantriebe der Welt.

Ende 1899 wurden auch Fahrzeuge mit Zweizylinder-Viertakt-Verbrennungsmotor, 1100 cm³ Hubraum und 4 PS Leistung gebaut. Es wurde 1900 in Soria auf Don Javier Olozábel Ramey zugelassen und trug das Kennzeichen SO-1. Ein weiteres Fahrzeug wurde in Lleida registriert mit dem Kennzeichen L-1.

Es folgte die Version 2; „La Cuadra 2“ hatte zwei Elektromotoren und einem 25-PS-Verbrennungsmotor.

Elektro-LKW und Elektrobus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls wurde damals ein 5-Tonnen-Lastkraftwagen, der mit zwei 12-kW-Elektromotoren betrieben wurde, sowie ein 20-sitziger Batteriebus gebaut. Alle Fahrzeuge wurde mit 110-Volt-Akkumulatoren von je 450 Ah betrieben.

Technische Daten des Busses: Länge 5,5 Meter, Breite 2,2 Meter, Höhe 3 Meter, Höchstgeschwindigkeit 18 km/h.

Ein Autobus wurde 1900 von der Stadt Barcelona gekauft und wurde dort im Linienbetrieb eingesetzt. Die praktischen Schwierigkeiten, die geringe Reichweite von rund 35 Kilometern und das Gewicht der Akkumulatoren führten sehr rasch zur Einstellung des neuartigen Transportmittels.

Da in dieser Zeit die Handhabung und Beschaffung der Akkumulatoren ein Problem darstellten, gründete Carlos Vellino eine eigene Akkumulatorenfertigung. Zur selben Zeit arbeitete in Österreich bei der Firma Lohner in Wien der junge Ferdinand Porsche auch an einem Elektromobil, jedoch mit Radnabenmotor. 1902 begann auch die Firma Tribelhorn in der Schweiz mit dem Bau von Elektromobilen für Post- und Hotelfahrzeuge mit La-Cuadra-Akkumulatoren.

Benzinautos [2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birkigt entwickelte zwei Modelle mit Benzinmotoren. Der 4 ½ HP verfügte über einen Einzylindermotor, der 7 ½ HP über einen Zweizylindermotor mit 1101 cm³ Hubraum[3]. Die Arbeiten an sechs Fahrzeugen begannen, doch wurden nur zwei Fahrzeuge fertiggestellt, von denen eines heute noch existiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Quelle E-Motoren: Eco-Vehículos Nº10; EcoAuto Nº1; Vehículos Alternativos Ecológicos Nº5 y 7; Hispano-Suiza/Pegaso, un siglo de camiones y autobuses.
  • Nick Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile, Volume 2 G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1 (englisch)
  • David Burgess Wise: The New Illustrated Encyclopedia of Automobiles. Greenwich Editions, 2004, ISBN 0-86288-258-3 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emilio La Cuadra. Vehiculos La Cuadra (Memento vom 12. September 2014 im Internet Archive)
  2. The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile
  3. The New Illustrated Encyclopedia of Automobiles