La Grande-Fosse

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La Grande-Fosse
La Grande-Fosse (Frankreich)
La Grande-Fosse
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Saint-Dié-des-Vosges-2
Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges
Koordinaten 48° 20′ N, 7° 4′ OKoordinaten: 48° 20′ N, 7° 4′ O
Höhe 449–820 m
Fläche 6,79 km2
Einwohner 123 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 88490
INSEE-Code
Website http://www.lagrandefosse.fr/site/index.php

Kirche Saint-Gondelbert

La Grande-Fosse ist eine französische Gemeinde mit 123 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Saint-Dié-des-Vosges und zum Kanton Saint-Dié-des-Vosges-2.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Grande-Fosse liegt rund elf Kilometer (Luftlinie) nordöstlich von Saint-Dié-des-Vosges in den Vogesen an der Grenze zum Elsass. Zahlreiche Bäche und viele bewaldete Hügel sind typisch für die Gemeinde. La Grande-Fosse gehört zum Gebiet des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges. Umgeben wird La Grande-Fosse von den Nachbargemeinden Grandrupt im Norden, Saales im Nordosten, La Petite-Fosse und Provenchères-et-Colroy im Süden, Ban-de-Sapt um Westen sowie Châtas im Nordwesten.

Die Gemeinde besteht aus dem Dorf La Grande-Fosse sowie einigen Weilern (hameaux) und Einzelgehöften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1793 bis 1801 war La Grande-Fosse ein Teil des Distrikts Saint-Dié. Von 1793 bis 1871 war die Gemeinde dem Kanton Saales zugeteilt. Danach gehörte der Ort bis 2015 zum Kanton Provenchères-sur-Fave. Verwaltungstechnisch ist La Grande-Fosse zudem seit 1801 Teil des Arrondissements Saint-Dié-des-Vosges. 1871 bis 1918 war La Grande-Fosse Grenzort zwischen Frankreich und Deutschland. Um das Jahr 1166 wird der Ort als Grangia Fossa namentlich erstmals erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1836 1846 1856 1876 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 367 723 724 638 699 363 330 180 121 92 75 69 90 112 110
Quellen: Cassini und INSEE

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in jüngerer Zeit. Der Anstieg zwischen 1866 und 1876 geht auf Zuwanderer aus dem Reichsland Elsass-Lothringen zurück. Im Gegensatz zu den Nachbargemeinden war der Rückgang zwischen 1911 und 1921 bescheiden.

Sehenswürdigkeiten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Gondelbert aus dem Jahr 1830 mit sehenswerten Grabstätten
  • zahlreiche Häuser und Bauernhäuser im Dorfzentrum
  • ehemaliges Pfarrhaus in La Grande-Fosse, heute Mairie (Rathaus) und Schule
  • ehemaliges Pfarrhaus aus dem Jahr 1773 in La Bonne-Fontaine
  • ehemalige Mühle Le Pré-Pommieraus dem Jahr 1873 in La Bonne-Fontaine
  • Wegkreuz aus dem Jahr 1708 in La Bonne Fontaine
  • mehrere Grenzsteine aus dem 18. Jahrhundert
  • Denkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liste der Kulturgüter von La Grande-Fosse (französisch)
  2. Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs
  3. Denkmal für deutsche Gefallene des Ersten Weltkriegs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Grande-Fosse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien