La Guiche

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La Guiche
Wappen von La Guiche
La Guiche (Frankreich)
La Guiche
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Mâcon
Kanton Cluny
Gemeindeverband Clunisois
Koordinaten 46° 33′ N, 4° 27′ OKoordinaten: 46° 33′ N, 4° 27′ O
Höhe 332–469 m
Fläche 27,77 km2
Einwohner 621 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 71220
INSEE-Code
Website communelaguiche.canalblog.com

Das Mausoleum von Louis-Emmanuel de Valois

La Guiche ist eine französische Gemeinde mit 621 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Mâcon und zum Kanton Cluny.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Guiche liegt in Ostfrankreich in der Landschaft Charolais, 93 Kilometer nordwestlich von Lyon, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Charolles, dem Sitz der Unterpräfektur des Arrondissements, und etwa 20 Kilometer nordwestlich von Cluny auf einer mittleren Höhe von 401 Metern über dem Meeresspiegel. Die Mairie steht auf einer Höhe von 422 Metern. Nachbargemeinden von La Guiche sind Marizy im Nordwesten, Le Rousset im Nordwesten, Chevagny-sur-Guye im Südosten, und Ballore im Südwesten. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 2777 Hektar.

Die Gemeinde ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Guiche gehört zur römisch-katholischen Pfarrei Les Monts du Charolais des Bistums Autun.[2]

Das marmorne Grabmal von Louis-Emmanuel de Valois (1596–1653) in der Kirche von La Guiche wurde 1902 als Monument historique klassifiziert. Der Schriftsteller Paul Cazin sagte darüber, es sei das erbaulichste Grabmal, das er je gesehen habe. Es wurde während der Französischen Revolution (1789–1799) beschädigt und im 19. Jahrhundert im Auftrag der Familie La Guiche restauriert.[3] In der Kirche befinden sich außerdem Reste einer Litre funéraire aus dem 17. und 18. Jahrhundert.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt ein Hospital und Altenheim in La Guiche. Das Hauptgebäude wurde 1916 mithilfe von deutschen Kriegsgefangenen (Erster Weltkrieg) errichtet. 1918 wurde das Gebäude eingeweiht. Nebengebäude wurde in den Folgejahren gebaut. 1941 wurde das Krankenhaus im Auftrag des Vichy-Regimes in ein Gefangenenlager für erkrankte politische Gefangene umgewandelt (Zweiter Weltkrieg). Am 14. Juli 1944 übernahm die Résistance die Leitung. In den Jahren 1957 und 1958 wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt.[5]

Im Jahr 2009 waren 51,1 Prozent der Erwerbstätigen in der Gemeinde beschäftigt, die anderen waren Pendler. 11,1 Prozent der Arbeitnehmer waren arbeitslos.[6]

Es gibt eine öffentliche Grundschule in der Gemeinde.

Der nächstgelegene Haltepunkt ist der 13,3 Kilometer entfernte Bahnhof von Ciry-le-Noble. Der nächste internationale Flughafen ist der 92,5 Kilometer entfernt liegende Flughafen Dole-Jura in Tavaux und Gevry (Jura).

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Charolais (Käse) und Rindfleisch von Rindern der Rasse Charolais (Bœuf de Charolles) sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Emmentaler (Emmental français Est-Central), Senf (Moutarde de Bourgogne), Geflügel (Volailles du Charolais und de Bourgogne) und Weine mit der Bezeichnung Saône-et-Loire.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Léonce Lex (1859–1926): Le Mausolée de Louis de Valois, duc d’Angoulême, dans l’église de La Guiche. In: Ministère de l’Instruction publique et des Beaux-arts (Hrsg.): Réunion des sociétés des beaux-arts des départements. Nr. 14. E. Plon, Nourrit, Paris Mai 1890, Kap. 28, S. 950–956 (französisch, online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Guiche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Le village de la Guiche. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 20. Juni 2013 (französisch).
  2. Doyenné du Charolais. (Nicht mehr online verfügbar.) Diocèse d’Autun, ehemals im Original; abgerufen am 20. Juni 2013 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/autun.catholique.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. J.-Pierre Valabregue: Le Charolais à table. In: lejsl.com. Le Journal de Saône-et-Loire, 28. April 2012, abgerufen am 20. Juni 2013 (französisch).
  4. Eintrag Nr. 71231 in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Eintrag Nr. 71231 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. Commune : La Guiche (71231). Thème : Tous les thèmes. In: Insee.fr. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 20. Juni 2013 (französisch).