La Neuveville-sous-Montfort

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La Neuveville-sous-Montfort
Wappen von La Neuveville-sous-Montfort
La Neuveville-sous-Montfort (Frankreich)
La Neuveville-sous-Montfort
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Neufchâteau
Kanton Vittel
Gemeindeverband Terre d’Eau
Koordinaten 48° 14′ N, 6° 1′ OKoordinaten: 48° 14′ N, 6° 1′ O
Höhe 324–467 m
Fläche 10,21 km2
Einwohner 178 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km2
Postleitzahl 88800
INSEE-Code

Mairie La Neuveville-sous-Montfort

La Neuveville-sous-Montfort ist eine französische Gemeinde mit 178 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015: Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Neufchâteau und zum 2017 gegründeten Gemeindeverband Terre d’Eau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde La Neuveville-sous-Montfort liegt etwa 35 Kilometer westlich von Épinal und sieben Kilometer nordöstlich von Vittel. Im 10,21 km² umfassenden Gemeindeareal entspringt die Saule, ein Nebenfluss des Madon. Im Westen und Norden erheben sich bewaldete Hügel bis über die 400-m-Höhenmarke. Unmittelbar nördlich des Dorfes La Neuveville liegt der 460 m hohe Berg Montfort, der Namensgeber dieser und weiterer anderer Gemeinden in der näheren Umgebung ist. Umgeben wird La Neuveville-sous-Montfort von den Nachbargemeinden Domjulien im Norden, Remoncourt im Osten, Haréville im Süden sowie They-sous-Montfort im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von La Neuveville ist eng mit der Burg auf dem Montfort verbunden. Über die Entstehung, die überregionale Bedeutung und den Niedergang der Höhenburg / des Schlosses ist bis heute wenig bekannt. Die Burg spielte eine wichtige Rolle für mehrere Jahrhunderte und taucht – als Turm stilisiert – auch im Wappen der Gemeinde auf.[1] Fragmente von einzelnen Urkunden lassen den Schluss zu, dass die Burg 1229 existierte und bereits im 15. oder 16. Jahrhundert verschwand. Schon im 6. Jahrhundert soll auf dem Montfort ein römisches castrum bestanden haben, das wegen seiner exponierten Lage die Handelswege von und nach Vittel kontrollierte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auf dem Gipfel des Montfort Mauer- und Brunnenreste gefunden. Die im 18. Jahrhundert wahrscheinlich nur noch als Ruine existierende Burg war zur Zeit der Bildung der Gemeinden um 1790 noch so sehr im Bewusstsein, dass mehrere Gemeinden der Umgebung die Burg im Namen führen: so neben La Neuveville-sous-Montfort (wörtlich etwa Die neue Stadt unter [dem] Montfort) auch Domèvre-sous-Montfort, Parey-sous-Montfort und They-sous-Montfort.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
Einwohner 179 149 156 156 151 127 174 174

Im Jahr 1846 zählte man in der Gemeinde noch 446 Einwohner. Die Abwanderung durch die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die beiden Weltkriege ließen die Bevölkerungszahlen merklich sinken. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist eine Konsolidierung zu verzeichnen.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Romaric
  • Oratorium Saint-Vincent
  • Brunnen und Lavoir
Kirche Saint-Romaric

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In La Neuveville-sous-Montfort gibt es kleinere Unternehmen der Baubranche und landwirtschaftliche Betriebe. Der bis zur Reblauskrise bedeutende Weinanbau in Südlothringen ist heute am steilen Südhang des Montfort nur noch von lokaler Bedeutung.

Durch La Neuveville-sous-Montfort führt die Bahnstrecke Merrey–Hymont-Mattaincourt ohne Betriebsstelle im Gemeindegebiet.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr
  2. Geschichte auf jeanalain.monfort.free.fr (französisch)
  3. Statistik auf cassini.ehess.fr

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Neuveville-sous-Montfort – Sammlung von Bildern