La Presta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Asphaltbergwerk La Presta (2011)

La Presta ist ein stillgelegtes Asphaltbergwerk in der Schweiz im Val de Travers, zwischen den Ortschaften Travers und Couvet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einzige bedeutende natürliche Asphaltvorkommen der Schweiz wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch Eirini d’Eirinis entdeckt. Die Ausbeutung der oberflächennahen Vorkommen im Tagebau begann im Jahr 1714, zunächst am linken Ufer der Areuse, ab 1830 am rechten Ufer bei La Presta.

1873 begann die Ausbeutung unter Tag, die Strecken und Stollen erreichten schliesslich eine Länge von über 100 Kilometern. Auf dem Höhepunkt der Förderung im 19. Jahrhundert kam das Bergwerk für ein Fünftel der globalen Asphaltproduktion auf; das Bitumen wurde in Blöcken über Marseille verschifft.[1]

Erst 1975 wurden die Grubenpferde durch Elektrolokomotiven ersetzt. Das Bergwerk wurde 1986 stillgelegt. Heute ist ein Teil von La Presta der Öffentlichkeit als Schaubergwerk zugänglich. Eine traditionelle kulinarische Spezialität, die im Besucherrestaurant angeboten wird, ist der in heissem Asphalt gekochte Schinken.

Am 21. September 2016 wurde ein Asphalttanker mit dem Namen Lapresta in Dienst gestellt, der auf der Westerschelde eingesetzt wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Asphaltbergwerk La Presta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Val-de-Travers: Areuse, Asphalt und Absinth (NZZ, 10. August 2012)

Koordinaten: 46° 55′ 55″ N, 6° 39′ 40″ O; CH1903: 540799 / 198181