La Rinconada (Peru)

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La Rinconada
La Rinconada (Peru)
La Rinconada
La Rinconada
Koordinaten 14° 38′ S, 69° 27′ WKoordinaten: 14° 38′ S, 69° 27′ W
Basisdaten
Staat Peru

Region

Puno
Provinz San Antonio de Putina
Distrikt Ananea
Höhe 5100 m
Einwohner 6969 (2017)
La Rinconada Peru.jpg

La Rinconada ist eine Siedlung in der Region Puno in Peru. Sie ist die höchstgelegene Stadt der Welt.[1] In der Nähe befindet sich eine Goldmine.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt befindet sich im Distrikt Ananea der Provinz San Antonio de Putina auf einer Höhe von bis zu 5100 m an der Südflanke der Cordillera Carabaya, einem Gebirgszug der peruanischen Ostkordillere.[2] Etwa 2,5 km weiter westlich liegt der See Laguna Rinconada.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angetrieben durch den stark angestiegenen Goldpreis (von 2001 bis 2008 mehr als verdreifacht) strömten etwa 30.000 zusätzliche Bewohner in die Stadt.[1] Beim Zensus 2007 wurden 12.183, 10 Jahre später nur noch 6969 Einwohner gezählt.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist durch die nahegelegene Goldmine entstanden, die der Wirtschaftsmotor ist. Es herrschen jedoch ärmliche Verhältnisse. So gibt es weder fließendes Wasser noch eine Kanalisation.

Viele Bergarbeiter arbeiten in der Goldmine unter dem System des so genannten cachorreo. Dabei arbeiten sie 30 Tage lang ohne Entgelt für die Bergbaugesellschaft, die Corporación Ananea. Am 31. Tag dürfen sie dafür so viel Gestein aus der Mine mitnehmen, wie sie auf den Schultern tragen können. Wie viel Gold sich im Gestein befindet, ist Glückssache.[1]

Da die Stollen häufig nicht fachgerecht vorangetrieben werden, kommt es immer wieder zu Unfällen mit Todesfolge.[4] Wegen des Vorgehens der peruanischen Regierung gegen den informellen Bergbau kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Streiks und Protesten.

Umweltprobleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund mangelnder Kanalisation sind die hygienischen Verhältnisse verheerend. Hinzu kommt eine starke Belastung durch die Aufarbeitung von Golderz, insbesondere durch Quecksilber.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Brook Larmer: The Real Price of Gold. In: National Geographic. 1. Januar 2009, abgerufen am 13. Juni 2020 (englisch).
  2. Das aufgegebene Campamiento Aucanquilcha an der Schwefelmine des Aucanquilcha lag in 5.334 m Höhe und galt als der höchstgelegene permanent besiedelte Wohnort.
  3. PERU: Region Piura: Provinzen & Orte. www.citypopulation.de. Abgerufen am 15. Dezember 2019.
  4. http://www.infoamazonas.de/2010/04/16/san-antonio-de-putina-puno-zwei-bergleute-von-fels-erschlagen.html