La Roue (1923)

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Filmdaten
OriginaltitelLa Roue
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1923
Länge273 Minuten
Stab
RegieAbel Gance
DrehbuchAbel Gance
ProduktionAbel Gance
Charles Pathé
MusikArthur Honegger
KameraGaston Brun
Marc Bujard
Léonce-Henri Burel
Maurice Duverger
SchnittMarguerite Beaugé
Abel Gance
Besetzung

La Roue ist ein 1923 veröffentlichter Stummfilm des französischen Regisseurs Abel Gance. Deutsche Verweistitel sind Das Rad und Rollende Räder – Rasendes Blut.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lokomotivführer Sisif rettet bei einem Zugunglück ein kleines Mädchen und beschließt, das Kind aufzunehmen und aufzuziehen. Als sie älter wird, verliebt sich Sisif in sein Findelkind, versucht seine Neigung zu ihr jedoch zu verbergen. Als er sie einmal im Vorgarten schaukelnd sieht, findet er keinen anderen Ausweg aus seinem aufwallenden Entzücken, als die Vorhänge zuzuziehen. Später wird er blind, sodass er kaum noch auf der Bergbahn arbeiten kann und droht auch zweimal aus Verzweiflung, einen Zug entgleisen zu lassen. Lange Zeit später, kurz vor Sisifs Tod, kommen die beiden wieder zusammen und Sisif hat die Möglichkeit, sich in seinen letzten Tagen an der Nähe seines Findelkindes zu erfreuen.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in vielen anderen Filmen Gances, dient auch dieser größtenteils zu experimentellen Zwecken, vor allem in der Art des Filmens. Kamerawechsel in immer schnellerer Frequenz und Nahaufnahmen Sisifs Gesicht sind Teil davon und stellten in der damaligen Filmwelt ganz neues Material dar. Die extreme Dynamisierung der verschiedenen Aufnahmen sind in vielen Aspekten eine Art Vorläufer der „russischen Montage“ Eisensteins.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abel Gance: La Roue. In: Prof. Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon In 18 Bänden. (Band 1–17 und ein Registerband.) Nr. 6. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart, 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, S. 270–274

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]