La Seu d’Urgell

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Gemeinde La Seu d’Urgell
La Seu d'Urgell - cropped picture.jpg
Wappen Karte von Spanien
Wappen von La Seu d’Urgell
La Seu d’Urgell (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Katalonien
Provinz: Lleida
Comarca: Alt Urgell
Koordinaten 42° 21′ N, 1° 28′ O42.3580555555561.4591666666667691Koordinaten: 42° 21′ N, 1° 28′ O
Höhe: 691 msnm
Fläche: 15 km²
Einwohner: 12.249 (1. Jan. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 816,6 Einw./km²
Gemeindenummer (INE): 25203 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch, Katalanisch
Bürgermeister: Albert Batalla i Siscart
Daten der Generalitat: MuniCat
Sitze im Gemeinderat: Kommunalwahl 2011
Website: www.laseu.org

La Seu d’Urgell [lə ˈsɛw ðuɾˈʒeʎ] ist eine Stadt im Norden Kataloniens. Die Stadt in den Pyrenäen liegt nahe dem souveränen Bergstaat Andorra. Sie ist die Hauptstadt der katalanischen Comarca Alt Urgell in der Provinz Lleida. Die Stadt liegt 691 m über dem Meeresspiegel, ist 15,44 Quadratkilometer groß und zählt 12.249 Einwohner (1. Januar 2015). Durch die Stadt fließt der Segre. In ihn mündet innerhalb des Stadtgebiets die aus Andorra kommende Valira.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 195 v. Chr. als Orgellia von den Römern gegründet. Über die Christianisierung der Region ist wenig bekannt, doch gab es bereits 527 einen Bischof. Im Mittelalter war La Seu d’Urgell die Hauptstadt der historischen Grafschaft Urgell. Der Namenszusatz Seu bedeutet auf katalanisch Bischofssitz. Die Diözese Urgell war im Mittelalter einer der Ausgangspunkte der von ihrem Bischof Felix von Urgell vertretenen christlichen Glaubensrichtung des Adoptianismus. Dies führte zu einer urkundlichen Erwähnung von La Seu d’Urgell im Kapitular der Synode von Frankfurt 794 unter Karl dem Großen.[2]

Der Bischof des Bistums Urgell ist bis heute neben dem Staatspräsidenten von Frankreich einer der beiden Co-Fürsten (~ Staatsoberhaupt) des benachbarten Staats Andorra.

1992 wurden in La Seu d’Urgell im Rahmen der Olympischen Sommerspiele von Barcelona die Kanuwettkämpfe im Slalom ausgetragen.

Die Stadt ist Sitz der katholischen Ordensgemeinschaft Germanes de la Sagrada Família d'Urgell (Kongregation der Schwestern von der Heiligen Familie von Urgell).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1990 1996 2000 2006
3.520 3.853 3.636 4.584 4.564 7.062 7.773 9.404 10.681 10.468 10.711 10.943 12.533

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

La Seu d'Urgell liegt verkehrsgünstig an der Kreuzung der südlich entlang des Hauptkamms der Pyrenäen verlaufendenden Nationalstraße N-260 (sog. Eix Pirinenc) und der von Andorra nach Süden verlaufenden Nationalstraße N-145, die in die C-14 (Andorra-Tarragona) übergeht.

Ein Anschluss an das Schienennetz besteht nicht.

Der Flughafen La Seu d’Urgell wurde im Jahr 2011 wiedereröffnet und im Hinblick auf die touristische Erschließung der Pyrenäen auch durch den Luftverkehr u.a. mit Mitteln aus Andorra ausgebaut und modernisiert. Seit Juli 2015 wird der Flughafen nun als Aeroport Andorra - La Seu d'Urgell von verschiedenen Fluggesellschaften, u.a. für Charterflüge der Swiftair genutzt. Ab November 2015 beabsichtigt Air Andorra reguläre Linienflüge in verschiedene europäische Länder durchzuführen, um Touristen möglichst nah an die andorranischen Wintersportgebiete (v.a. Vallnord, Grandvalira) in den Pyrenäen zu bringen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Johannes Fried, Rainer Koch, Lieselotte E. Saurma-Jelsch, Andreas Tiegel (Hrsg.): 794 – Karl der Große in Frankfurt am Main: ein König bei der Arbeit, S. 46–48. Publikation zur Ausstellung der Stadt Frankfurt am Main »794 – Karl der Große in Frankfurt«. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1994. ISBN 3-7995-1204-7

Weblinks[Bearbeiten]