La Vèze

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La Vèze
La Vèze (Frankreich)
La Vèze
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Besançon
Kanton Besançon-5
Koordinaten 47° 13′ N, 6° 4′ OKoordinaten: 47° 13′ N, 6° 4′ O
Höhe 386–470 m
Fläche 5,27 km²
Einwohner 450 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 85 Einw./km²
Postleitzahl 25660
INSEE-Code

La Vèze ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Vèze liegt auf 391 m, etwa vier Kilometer südöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im westlichen Jura, auf dem sogenannten ersten Plateau am westlichen Rand des Sumpfgebietes Marais de Saône, am Südfuß der Jura-Randkette.

Die Fläche des 5,27 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des westlichen französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird vom breiten ersten Juraplateau eingenommen, das durchschnittlich auf 390 m liegt. Es bildet ein weites Becken ohne oberirdischen Abfluss. Diese Senke ist überwiegend von Wies- und Ackerland, teils auch von Wald bestanden. Im Osten hat La Vèze Anteil am Marais de Saône. Nach Süden steigt das Plateau im Bois d’Aglans leicht an auf 440 m. Im Norden erstreckt sich das Gemeindeareal bis auf die Höhe der Jura-Randkette, die südlich an das Doubstal anschließt. Hier wird mit 470 m die höchste Erhebung von La Vèze erreicht.

Zu La Vèze gehören der Weiler La Grande Combe (425 m) südlich des Bois d’Aglans sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von La Vèze sind Morre im Norden, Saône im Osten, Tarcenay und Mérey-sous-Montrond im Süden sowie Fontain im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird La Vèze im Jahr 1233 unter dem Namen Vèzia. Im Lauf der Zeit wandelte sich die Schreibweise über Vizia (1251), Vezia (1261) und La Vèse (1417) zum heutigen Namen La Vèze, der 1547 erstmals belegt ist. Seit dem Mittelalter gehörte das Dorf der Stadt Besançon. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte es mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Erst 1835 wurde La Vèze von Besançon abgetrennt und zur selbständigen Gemeinde erhoben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche von La Vèze wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Aus dem 18. Jahrhundert stammt das Pfarrhaus.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 203
1968 244
1975 273
1982 368
1990 400
1999 437
2004 448

Mit 450 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) gehört La Vèze zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1881 wurden noch 332 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1960er Jahre wieder ein markantes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Vèze war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung, insbesondere in Besançon ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt nahe der Hauptstraße N57, die Besançon mit Pontarlier verbindet. Demnächst wird die Umfahrungsstraße von Besançon eröffnet, die bei La Vèze an die N57 anschließt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Montfaucon, Saône, Mérey-sous-Montrond und Fontain. Südöstlich von La Vèze, zur Hauptsache auf dem Gemeindegebiet von Saône, befindet sich der Flugplatz von Besançon-La Vèze.