Laaer Ostbahn

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Laaer Ostbahn
(Wien–Laa an der Thaya)
Streckennummer (ÖBB):116 01
Kursbuchstrecke (ÖBB):902
Streckenlänge:92,546 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:Wien–Laa/Thaya: 15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 13 
Minimaler Radius:263 m
Höchstgeschwindigkeit:140 km/h
Zweigleisigkeit:Wien Hauptbahnhof – Wolkersdorf
Mistelbach – Mistelbach Stadt (in Planung)
   
von Wien Hauptbahnhof, Südbahn
Bahnhof ohne Personenverkehr
101,778 Wien Hbf-Südosttangente
Kilometer-Wechsel
101,830
1,830
KmBruch
   
Ostbahn nach Hegyeshalom
   
2,746 Simmering Hauptwerkstätte (1900 aufgelassen)
   
2,9 Beginn ETCS L2
Haltepunkt, Haltestelle
3,373 Wien Simmering 174 m ü. A.
   
von Wien Zentralverschiebebahnhof
   
Donaukanal
Haltepunkt, Haltestelle
4,957 Wien Haidestraße 161 m ü. A.
   
Anschlussbahn Kraftwerk Simmering
Bahnhof ohne Personenverkehr
5,450 Wien Erdbergerlände
   
Anschlussbahn Wiener Linien & Linde Gas
   
5,900 Ostbahnbrücke (Donaukanal) (53 m)
   
   
7,534 Wien Praterkai 165 m ü. A.
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Donauuferbahn
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Stadlauer Ostbahnbrücke (Donau) (759 m)
   
Ölhafenbahn von Wien Lobau Ölhafen
   
8,588 Wien Lobau (bis 13. Dez. 2014) 160 m ü. A.
   
Wien Stadlau 161 m ü. A.
   
   
10,552 Wien Stadlau Frachtenbahnhof
   
11,300 Wien Erzherzog-Karl-Straße 161 m ü. A.
   
Marchegger Ostbahn nach Marchegg
Bahnhof ohne Personenverkehr
11,977 Wien Stadlau-Nord
   
13,902 Wien Breitenleer Straße (früher Kagran ÖBB, 2010 aufgelassen)
   
14,878 Breitenlee (20. November 1921 aufgelassen)
   
15,510 Anschlussbahn (Awanst) MA 48
   
von Wien Breitenlee Verschiebebahnhof
Bahnhof ohne Personenverkehr
Wien Süßenbrunn-Mitte
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Nordbahn von Wien Floridsdorf
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Wien Süßenbrunn-West
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Süßenbrunn Entseuchungsbahnhof
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Wien Süßenbrunn
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Nordbahn nach Břeclav
   
Ende ETCS L2
Bahnhof, Station
18,732 Gerasdorf 163 m ü. A.
   
Marchfeldkanal
Haltepunkt, Haltestelle
21,325 Kapellerfeld 165 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
23,000 Seyring 165 m ü. A.
   
Seyringer Abzugsgraben
A/D: Überleitstelle, CH: Spurwechsel
23,373 Üst Gerasdorf 2
Turmhalt… – oben
26,722 Obersdorf Stammersdorfer Lokalbahn 171 m ü. A.
Bahnhof, Station
28,598 Wolkersdorf 183 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
31,880 Ulrichskirchen 197 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
34,099 Schleinbach 198 m ü. A.
   
Rußbach
Haltepunkt, Haltestelle
37,896 Hautzendorf 215 m ü. A.
   
Hautzendorfer Bach
Haltepunkt, Haltestelle
41,515 Niederkreuzstetten 241 m ü. A.
Bahnhof, Station
44,470 Neubau-Kreuzstetten 257 m ü. A.
Bahnhof, Station
50,089 Ladendorf 224 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
52,435 Paasdorf 203 m ü. A.
   
Taschlbach
   
Zaya
   
Lokalbahn von Korneuburg
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Lokalbahn von Gänserndorf
   
55,633 Mistelbach an der Zaya 209 m ü. A.
   
Mistelbach Lokalbahnhof
   
Lokalbahn nach Hohenau
Haltepunkt, Haltestelle
56,220 Mistelbach an der Zaya Stadt 213 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
61,907 Siebenhirten NÖ 244 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
63,425 Hörersdorf 250 m ü. A.
Bahnhof, Station
66,526 Frättingsdorf 266 m ü. A.
   
Mistelbach
Bahnhof, Station
70,918 Enzersdorf bei Staatz 244 m ü. A.
   
Lokalbahn nach Poysdorf
   
Tonibach
   
Fürhapgraben
Haltepunkt, Haltestelle
74,937 Staatz 220 m ü. A.
   
Entersgraben
Haltepunkt, Haltestelle
77,017 Kottingneusiedl 208 m ü. A.
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Pulkautalbahn von Novosedly
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Pulkautalbahn nach Zellerndorf
   
82,460 Laa an der Thaya 187 m ü. A.
   
~84,3 Staatsgrenze Österreich-Tschechien
   
Strecke nach Brno

Koordinaten: 48° 11′ N, 16° 23′ O

Die Laaer Ostbahn, früher Ostbahn (nördliche Linie), ist eine teilweise zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Österreich, welche heute von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben wird. Sie führt von Wien Richtung Norden nach Laa an der Thaya und verläuft dabei durch das Weinviertel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde von der k. k. privilegierten österreichisch-ungarischen Staatseisenbahn-Gesellschaft (StEG) als Teil einer durchgehenden Magistrale von Wien über Brünn und Prag nach Bodenbach konzipiert. Am 24. November 1870 wurde sie eröffnet. Die durchgehend zweigleisig geplante Strecke wurde allerdings nur bis Gerasdorf zweigleisig ausgebaut, die restliche Strecke auf einem zweigleisig dimensionierten Unterbau eingleisig ausgeführt. Die Strecke führte von Wien Ostbahnhof über Wolkersdorf, Mistelbach, Laa an der Thaya nach Grußbach in Mähren und weiter über Mährisch-Kromau nach Brünn. 1909 übernahmen die k.k. Staatsbahnen (kkStB) die StEG.

Nach 1945 wurde die Strecke an der Staatsgrenze zwischen Laa an der Thaya und Hevlín (Höflein) unterbrochen. Der Lückenschluss wurde nach Fall des Eisernen Vorhanges immer wieder von beiden Seiten gefordert, bis jetzt aber noch nicht umgesetzt. Seit 1983 bedient die Linie S2 der Wiener S-Bahn die Strecke Gerasdorf–Mistelbach. Hierfür wurden im Bereich Süßenbrunn zwei Schleifen von der Nordbahn zur Laaer Ostbahn errichtet. Der Abschnitt Wien SüdbahnhofWien Erzherzog-Karl-Straße wird heute von der Linie S80 abgedeckt.

2005 wurde die Strecke zwischen Gerasdorf und Wolkersdorf zweigleisig ausgebaut und zwischen Wien und Wolkersdorf ein Viertelstunden-Takt in der Hauptverkehrszeit eingerichtet. Außerdem wurde der Abschnitt Wien SüdbahnhofWien-Breitenleer-Straße durch die neu geschaffene S-Bahnlinie S8 verstärkt. Nach der Elektrifizierung der Strecke Mistelbach–Laa an der Thaya 2006 wurde die S-Bahn nach Laa verlängert. Seither ist die gesamte Strecke Wien–Laa elektrifiziert und mit durchgehendem Gleiswechselbetrieb ausgestattet. Geplant ist ein zweigleisiger Ausbau der Strecke Mistelbach–Mistelbach Stadt. Nach dessen Abschluss sollen alle Züge aus Wien, die bisher im Bahnhof Mistelbach endeten, bis Mistelbach Stadt verlängert werden. In Obersdorf bestand zudem, bis zur Betriebseinstellung am 15. Dezember 2019, noch die Umsteigemöglichkeit zur Lokalbahn nach Groß-Schweinbarth, der letzten Nebenbahn der Laaer Ostbahn.[1][2]

Mit 12. Dezember 2010 wurde die Haltestelle Wien Breitenleer Straße (ursprünglich: Breitenlee; später: Breitenlee-Kagran; dann: Kagran; hierauf: Kagran ÖBB zur Unterscheidung von Kagran U1) aufgelassen.

Seit 20. Oktober 2014 ist zwischen Wien Hbf und Gerasdorf ETCS Level 2 aktiv. Mit Fahrplanwechsel Ende Dezember 2014 wurde die Station Wien Lobau aufgelassen.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Laaer Ostbahn beginnt formal – am Fusse des Laaer Bergs in Simmering- mit ihrer Abzweigung nordostwärts von der Linie der (ehemaligen) Raaber Bahn / heute Ostbahn. In deutlicher Dammlage werden die Niederterrassen der Donau, der Donaukanal, der Prater und schließlich der Hauptstrom der Donau auf der Stadlauer Brücke gequert. In Nähe eines ehemaligen Seitenarms der Donau, dem Mühlwasser, wird der Bahnhof Stadlau am Westrand des Marchfelds angefahren.

Geradlinig, mehr nördlich als östlich, führt die Laaer Ostbahn weiter bis Wolkersdorf, wo das Weinviertel und sein Hügelland erreicht werden. Die Ostbahn durchmisst dabei bis zum Weinviertel das östliche, transdanubische Stadtgebiet von Wien, namentlich den 22. Gemeindebezirk Donaustadt. Bei Süßenbrunn wird die Nordbahn gekreuzt und etwas südlich davon befinden sich noch – Richtung Breitenlee – Reste des Verschiebebahnhof Breitenlee.

Nordwärts ab Wolkersdorf geht es am westlichen Talrand des Russbachtals, ab etwa Unterolbendorf entlang des Hautzendorfer Baches bis Niederkreuzstetten, wo der Geländerücken zum Neubauer Bach durchschnitten wird. Anschließend (ab Ladendorf) folgt man dem Taschlbachtal bis Mistelbach.

Im gleichnamigen Mistelbachtal geht es, wieder vornehmlich am Westabhang, nordwärts bis Frättingsdorf, von wo ab in weiten Bögen Seitengräben um Enzersdorf umfahren und schließlich in der Entersgrabenniederung bis Laa an der Thaya gelangt wird. Nördlich des Bahnhofs ist das kurze Planum der abgekommenen Weiterführung nach Hevlin / Höflein bis zur Staatsgrenze am Thayamühlbach noch erkennbar.

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Laaer Ostbahn verkehren, dem am 13. Dezember 2020 in Kraft getretenen Fahrplan entsprechend, Züge der Linie S2 der Wiener S-Bahn von Mödling aus über die Südbahn, Wiener Stammstrecke sowie der Nordbahn bis zum Knoten Süßenbrunn in Richtung Mistelbach bzw. Laa an der Thaya und retour. Manche Schnellbahngarnituren enden bereits am Bahnhof Wolkersdorf. Weiters fährt auf dieser Strecke die S7 nach Flughafen Wien bzw. in weiterer Folge Wolfsthal. In der Hauptverkehrszeit an Werktagen wird der Verkehr mit schnelleren REX-Zügen verstärkt, darunter Zugpaare Laa/Thaya – Wien Westbahnhof.[3] Auf dem innersten Ast der Laaer Ostbahn von Wien Erzherzog-Karl-Straße nach Gerasdorf besteht derzeit kein Personennahverkehr, zwischen Wien Hauptbahnhof und Süßenbrunn verkehren die Fernverkehrszüge Richtung Břeclav und weiter nach Polen, Tschechien oder Deutschland, die bis Dezember 2014 auch in Simmering einen Halt einlegten. Zwischen Wien Hauptbahnhof und Wien Erzherzog-Karl-Straße besteht ein halbstündlicher Takt der Schnellbahnlinie 80, sowie stündliche Regionalzug- und Regionalexpress-Verbindungen nach Marchegg bzw. Bratislava.[4]

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wiener Schnellbahn werden seit wenigen Jahren hauptsächlich Triebwagen der Reihe 4746 eingesetzt – besser bekannt als Cityjet. In seltenen Fällen schafft es ein Triebwagen der Reihe 4020 noch in den Fahrgastbetrieb an der Laaer Ostbahn. Auf den Regionalexpress-Zügen nach Wien Westbahnhof werden Lokomotiven der Taurus-Familie, 1144, sowie manchmal noch 1142 verwendet. Als Wagenmaterial verkehren Doppelstockwagen sowie Inlandsreisezugwagen (CityShuttle-Wagen) der ÖBB.

Lückenschluss nach Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem Ende der Strecke unmittelbar nördlich des Laaer Bahnhofs und dem Ende der Stichstrecke Hevlin-Hrušovany der Bahnstrecke Hevlín–Brno besteht seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1945) keine Verbindung. Die fehlenden zwei Streckenkilometer, die auch eine Brücke über die Thaya beinhalten, wurden auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht wiederhergestellt.

Von politischer Seite besteht seit jeher verhältnismäßig wenig Interesse, die Verbindung wieder zu reaktivieren, da sowohl Österreich als auch Tschechien einer durchgängigen Bahnstrecke kaum Bedeutung beimessen. Anderer Meinung waren 2007 Lokalpolitiker aus Laa, die damit eine Belebung der Therme Laa erhofften. Auch die Jungbunzlauer Austria AG, für die ein Gleisanschluss an die nördlichen Nachbarn „sehr wichtig wäre“, sprach sich laut einem Zeitungsbericht für den Lückenschluss aus.[5]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006–2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1
  • Festkomitee (Hrsg.): 100 Jahre. STEG 1870 – 1970 ÖBB. Wien-Stadlau–Marchegg. Wien-Stadlau–Laa a. d. Thaya. Festschrift anlässlich des Jubiläums, Wien, 1970.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Laaer Ostbahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die letzten Züge am Groß Schweinbarther Kreuz vor der Einstellung - und das vor den Toren Wiens! Die letzte Zugkreuzung in Groß ... - Bahnbilder.de. Abgerufen am 6. August 2021.
  2. „Schweinbarther Kreuz“: VP schmettert Antrag ab. Abgerufen am 14. November 2019.
  3. Fahrplan Wien Meidling/Wolfsthal – Wien Floridsdorf – Wolkersdorf – Mistelbach – Laa. 13. Dezember 2020, abgerufen am 23. August 2021.
  4. Fahrplan Marchegger Ostbahn. 13. Dezember 2020, abgerufen am 23. August 2021.
  5. Schengen auf news.at vom 27. November 2007, abgerufen am 8. Juni 2010