Lachte

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Lachte
Lachte westlich von Lachendorf

Lachte westlich von Lachendorf

Daten
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Aller → Weser → Nordsee
Quelle Südwestlich von Sprakensehl
52° 44′ 40″ N, 10° 28′ 9″ O
Quellhöhe 96 m
Mündung Im Osten von Celle, bei LachtehausenKoordinaten: 52° 37′ 17″ N, 10° 6′ 11″ O
52° 37′ 17″ N, 10° 6′ 11″ O
Mündungshöhe 40 m
Höhenunterschied 56 m
Länge 38 km[1] , mit Lutter 42,8 km
Einzugsgebiet 469 km²[1]
Abfluss am Pegel Lachendorf[2]
AEo: 433 km²
NNQ (1976)
MNQ
MQ
Mq
MHQ
HHQ (1998)
570 l/s
1,03 m³/s
2,69 m³/s
6,2 l/(s km²)
16,4 m³/s
37,4 m³/s
Linke Nebenflüsse Kainbach, Jafelbach, Sothbach
Rechte Nebenflüsse Lutter, Aschau
Gemeinden Auermühle, Lüsche, Steinhorst, Wohlenrode, Hohnhorst, Jarnsen, Beedenbostel, Lachendorf, Lachtehausen

Die Lachte ist ein etwa 38 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Aller in Niedersachsen. Sie entwässert ein sehr waldreiches Einzugsgebiet der östlichen Südheide und hat eine mittlere Wasserführung von rund 2,9 m³/s an der Mündung.[3] Das Flusssystem weist eine auffallend parallele Gewässerstruktur auf und liegt großenteils im Naturpark Südheide. Es enthält einige ökologisch sehr hochwertige Gewässerabschnitte.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Furt durch die Lachte in Steinhorst
Zusammenfluss von Lachte (rechts) und Lutter, nördlich von Jarnsen, Gemeinde Lachendorf

Die Lachte entspringt im nördlichen Landkreis Gifhorn südwestlich des Ortes Sprakensehl. Sie fließt zunächst in südwestlicher Richtung und speist beim Gut Auermühle eine 5 km lange Kette von Fischteichen. Anschließend nimmt sie von links den Kainbach auf und unterhalb von Steinhorst den Jafelbach. In Steinhorst (mit einem Wasserrad im Gemeindewappen) führt eine gepflasterte Furt durch den Fluss. Bei Beedenbostel, Landkreis Celle, münden von rechts die größten Nebenflüsse der Lachte, die Lutter und die Aschau. Die Lutter ist beim Zusammenfluss mit der Lachte sogar der größere Fluss.[4] Bei Lachendorf wendet sich der Fluss nach Westen und mündet bei Lachtehausen, einem Ortsteil der Stadt Celle, in die Aller.

Auch, wenn sie nur auf ihrem westlichen Abschnitt dem Fluss folgt, wird die Kleinbahnstrecke Celle-Wittingen auch Lachtetalbahn genannt.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 wurde das Naturschutzgebiet Obere Lachte, Kainbach, Jafelbach mit einer Größe von 1090 ha eingerichtet.[5] Seit 2009 steht die Lachte im 489 Hektar[6] großen Naturschutzgebiet Lachte auch im Landkreis Celle unter Naturschutz. Insgesamt stehen 4014 Hektar des Flusssystems der Lachte inklusive der Lutter und einiger Nebenbäche unter Naturschutz, 5113 bilden das FFH-Gebiet „Lutter, Lachte, Aschau (mit einigen Nebenbächen)“. Ein Teil davon liegt im Naturpark Südheide.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lachte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ausmessung in der Topographischen Karte 1:25.000
  2. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Weser- und Emsgebiet 2007
  3. MQ am Pegel Lachendorf (konservativ) hochgerechnet auf das gesamte Einzugsgebiet
  4. Anm.: Lachte: AEO 121,5 km², Länge 20,36 km; Lutter: AEO 149,6 km², Länge 25,80 km (Ausmessung in der Topographischen Karte 1:25.000)
  5. Naturschutzgebiet „Obere Lachte, Kainbach, Jafelbach“
  6. Naturschutzgebiet „Lachte“ in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
  7. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)