Lacq

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Lacq
Lacq (Frankreich)
Lacq
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Artix et Pays de Soubestre
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 25′ N, 0° 37′ WKoordinaten: 43° 25′ N, 0° 37′ W
Höhe 88–190 m
Fläche 17,05 km2
Einwohner 735 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 43 Einw./km2
Postleitzahl 64170
INSEE-Code
Website Lacq

Lacq – Erdgasraffinerie

Lacq ist ein südwestfranzösischer Ort und eine Gemeinde mit 735 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Aquitanien.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lacq liegt auf dem Nordufer der Gave de Pau im Norden der historischen Provinz Béarn in einer Höhe von ca. 115 m. Die Städte Pau und Orthez liegen etwa 25 km (Fahrtstrecke) südöstlich bzw. 18 km nordwestlich. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 970 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 531 661 550 442 658 735

Trotz der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden Verlusts von Arbeitsplätzen ist die Einwohnerzahl der Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen konstant geblieben. Zur Gemeinde gehört auch das 1972 eingemeindete und ca. 100 Einwohner zählende Dorf Audéjos.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Untergrund unter Lacq enthält Schwefel in Form von gasförmigem Schwefelwasserstoff (H2S), aus dem durch Oxidation kristalliner Schwefel hergestellt wird, der dann transportiert und weiterverarbeitet werden kann.
  • Bei Lacq befindet sich Frankreichs größtes Erdgasfeld.
  • In Lacq wurde die erste französische Demonstrationsanlage errichtet, in der die gesamte Kette des Oxyfuel-Prozesses, von der Sauerstoffproduktion bis zur Einlagerung des Kohlendioxids in einer ehemaligen Erdgaslagerstätte in industriellem Maßstab getestet wird. Im Zeitraum von 2009 bis 2013 wurden insgesamt mehr als 51.000 Tonnen Kohlendioxid abgetrennt, über eine Pipeline in ein erschöpftes Erdgasfeld in 30 km Entfernung geleitet und dort gespeichert. Bis 2016 wurden mögliche Auswirkungen auf die Umwelt beobachtet. Das Projekt diente dazu, die technische Machbarkeit zu demonstrieren, Erfahrungen und Daten zu sammeln, um die Technologie mithilfe eines industriellen Prozesses mit größeren Volumen anzuwenden, und Methodiken zur geologischen Untersuchung und Überwachung von Standorten zu entwickeln.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet wurden mehrere prähistorische Hügelgräber (tumuli) entdeckt. Spätere Funde in der Nähe der heutigen Kirche lassen auf eine Besiedlung in gallorömischer Zeit schließen. Im späten Mittelalter gab es hier eine Fähre. Die heutige Gemeinde entstand aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Lacq und Audéjos, die zwei unterschiedlichen Kantonen angehörten. Die Zugehörigkeit zu den damaligen Kantonen besteht bis heute.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchen von Lacq und Audéjos stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lacq pflegt eine Partnerschaft mit der spanischen Gemeinde San Quintín de Mediona in Katalonien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lacq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lacq – Klimatabellen
  2. Abschlussbericht zu CCS-Pilotprojekt in Lacq, Frankreich, vorgestellt. IZ Klima - Informationszentrum für CO2-Technologien e.V. Archiviert vom Original am 17. Januar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iz-klima.de Abgerufen am 17. Januar 2017.
  3. Lacq – Geschichte