Lacre Motor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
1912, Bus in Brisbane, Australien, unter Verwendung eines Lacre-Lastwagencassis
1912, Lacre-Bus in Brisbane, Australien

Die Lacre Motor Co. Ltd. war ein britischer Automobilhersteller in London.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma wurde um die Jahrhundertwende gegründet und stellte Spezialfahrzeuge, insbesondere für den kommunalen Einsatz, her. Zwischen 1904 und 1905 entstanden einige Elektro-Pkw.[1] 1910 wurden drei PKW-Modelle mit Verbrennungsmotor für Privatkunden aufgelegt.[2]

Modelle von 1910[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lacre 12 hp war ein Mittelklassewagen mit Reihenzweizylindermotor, der einen Hubraum von 2,4 Liter hatte. Das 3543 mm lange und 1727 mm breite Fahrzeug besaß einen Radstand von 2515 mm und eine Spurweite von 1372 mm. Das Gewicht des Fahrgestells lag bei 914 kg.

Der Lacre 18 hp war das mittlere Modell. Es besaß ebenfalls einen Reihenzweizylindermotor, aber mit einem Hubraum von 3,07 l. Der Wagen war 3924 mm lang und, wie das kleinere Modell, 1727 mm breit. Der Radstand lag bei 2743 mm, die Spurweite bei 1372 mm (wie beim 12 hp). Das Fahrgestells wog 1067 kg.

Spitzenmodell war der Lacre 20 hp mit Reihenvierzylindermotor. Dieser kombinierte die Zylinder zweier 12-hp-Motoren, was einen Hubraum von 4,8 Liter ergab. Das Fahrzeug hatte eine Länge von 5334 mm und eine Breite von 1880 mm. Sein Radstand betrug 3658 mm und seine Spurweite 1499 mm. Das Gewicht des Fahrgestells lag bei 1524 kg.

Ende 1910 gab Lacre den Serienbau von Privat-PKWs wieder auf. Als Nutzfahrzeughersteller existierte das Unternehmen bis 1952.[3]

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Bauzeitraum Zylinder Hubraum Radstand
12 hp 1910 2 Reihe 2414 cm³ 2515 mm
18 hp 1910 2 Reihe 3068 cm³ 2743 mm
20 hp 1910 4 Reihe 4829 cm³ 3658 mm

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Culshaw, Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975. Veloce Publishing plc, Dorchester 1999, ISBN 1-874105-93-6.
  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1. (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.
  2. Zeichner: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975.
  3. Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.