Lacrimas Profundere

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Lacrimas Profundere
Lacrimas Profundere 2014 bei der Nocturnal Culture Night 9
Lacrimas Profundere 2014 bei der Nocturnal Culture Night 9
Allgemeine Informationen
Genre(s) Gothic Metal (Bis 1999)
Dark Rock (Seit 2001)
Gründung 1993
Website www.lacrimas.com
Gründungsmitglieder
Christopher Schmid (bis 2007)
Oliver Nikolas Schmid
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Oliver Nikolas Schmid
Gitarre
Tony Berger (seit 2005)
Bass
Clemens Schepperle (seit 2013)
Christoph Schepperle (seit 2013)
Julian Larre (seit 2017)
Ehemalige Mitglieder
Peter Kafka (2007–2010)
Keyboard
Christian Steiner (1996–2007)
Bass
Daniel Lechner (2003–2007)
Schlagzeug
Willi Wurm (1999–2005)
Gitarre
Christian Freitsmiedl (2002–2005)
Rico Galvagno (2000–2003)
Gitarre
Marco Praschberger (1997–2002)
Bass
Markus Lapper (1994–1999)
Schlagzeug
Lorenz Gehmacher (1999)
Schlagzeug
Stefan Eireiner (1997–1998)
Gesang, Geige
Anja Hötzendorfer (1995–1996)
Gitarre
Stefan Randelshofer (1996)
Gitarre
Manu Ehrlich (1995)
Schlagzeug
Christian Greisberger (1996)
Keyboard, Flöte
Eva Stoger (1995–1997)
Ursula Riedl (1997)
Schlagzeug
Korl Fuhrmann (2005–2011)
Schlagzeug
Dominik Scholz (2011–2013)
Gesang
Roberto Vitacca (2007–2017)

Lacrimas Profundere (lateinisch Tränen vergießen) ist eine deutsche Dark-Rock-Band aus Waging am See.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Nikolas Schmid gründete Lacrimas Profundere 1993 und ist das einzig beständige Mitglied der Band

Lacrimas Profundere wurde 1993 von dem Gitarristen Oliver Nikolas Schmid gegründet, kurz darauf schloss sich sein Bruder Christopher dem Projekt an. Die beteiligten Musiker wechselten über den Aktivitätszeitraum der Gruppe mehrfach. Letzthin verblieb einzig Oliver Nikolas Schmid als beständiges Mitglied der Gruppe. In einer ersten stabilen Bandkonstellation, die mitunter von der klassischen Instrumentenausbildung der Violinistin Anja Hötzendorfer profitierte wurde 1995 das Debütalbum …And the Wings Embraced Us ohne verlegendes Label veröffentlicht.[1] Das Album erhielt wenige, jedoch positive Kritiken, welche zumeist Parallelen zu My Dying Bride zogen.[2] Das Album generierte indes genug Popularität um das zweite Album La Naissance D’Un Rêve über das schweizerische Independent-Label Witchhunt Records zu veröffentlichen. Auch mit diesem zweiten Album generierte Lacrimas Profundere nur geringe Aufmerksamkeit.[3] Dennoch konnte die Band nach der Veröffentlichung einen Vertrag mit Napalm Records abschließen, wodurch das dritte 1999 erschienene Studioalbum Memorandum entsprechend breiter beworben werden konnte.[4] Die Kooperation mit Napalm Records behielt die Band über Jahre bei und generierte zunehmend Popularität. Memorandum verschaffte der Gruppe international eine positive Rezeption und ermöglichte der Band Erfolge in Südamerika und Japan, wo sie auf unterschiedlichen Festivals auftraten.[1]

Mit dem vierten 2001 veröffentlichten Studioalbum Burning: A Wish vollzog die Band eine nachhaltige Stilveränderung hin zum Dark Rock.[1] Burning: A Wish international positiv aufgenommen und konnte die mit Memorandum aufgebaute Popularität ausbauen.[5][6][7][8][1] Mit dem 2002 nachfolgenden Fall, I Will Follow knüpften Lacrimas Profundere an dem Erfolg an und das Album konnte sich international in Musikmagazinen als Album des Monats platzieren.[9] Es folgten Auftritte mit Paradise Lost und Amorphis.[10] Die aufgebaute Popularität führte mitunter dazu, dass die Gruppe zu dem 2004 veröffentlichten Album Ave End ein erstes Musikvideo zum Titelstück aufnahm. Das Video wurde im deutschen Musikfernsehen, insbesondere auf VIVA in die Rotation aufgenommen.[9]

Das zwei Jahre nach Ave End veröffentlichte Filthy Notes for Frozen Hearts stieg als erstes Album der Gruppe in die deutschen Albumcharts ein. Einige der darauf folgenden Alben bauten diesen Erfolg noch weiter aus. Filthy Notes for Frozen Hearts erreichte Platz 82, Songs for the Last View Platz 73 und Hope is Here Platz 30.[11] Mit Hope is Here vollzogen Lacrimas Profundere einen Labelwechsel zu SPV. Indes wurden die Veröffentlichungen seit Filthy Notes for Frozen Hearts wechselhaft beurteilt. Kritische Stimmen bezeichnen die Veröffentlichungen als Abwechlsungsarm, lobende Rezensionen betiteln die Ausrichtung hingegen einen gefunden Stil.[12][13] Durchgehend positive Rezeption wie zu den vorausgegangenen Alben erfuhr die Gruppe allerdings kaum mehr. Die Popularität der Band blieb dennoch bestehen. So trat die Band mittlerweile in 29 Ländern, insbesondere in Asien, Südamerika und Europa sowie auf unterschiedlichen Metal- und Schwarze-Szene-Festivals auf.[14]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den wechselnden Musikern veränderte die Gruppe zunehmend den gespielten Stil vom Gothic Metal der ersten Alben hin zu einem als „Rock’n’Sad“ bezeichneten Dark Rock späterer Veröffentlichungen. Die frühen Veröffentlichungen werden mit populären Gothic-Metal-Bands wie My Dying Bride und Anathema verglichen.[2][15][3] Wohingegen die Veröffentlichungen seit Burning: A Wish mit Bands wie HIM und The 69 Eyes assoziiert werden.[13][12] Die Texte sind, außer dem Lied Lilienmeer, welches auf Deutsch vorgetragen wird, und Priamus von La Naissance D’Un Rêve, welches in Latein gesungen wird, auf Englisch gehalten.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[11]
Filthy Notes for Frozen Hearts
  DE 82 21.07.2006 (1 Wo.)
Songs for the Last View
  DE 73 11.07.2008 (1 Wo.)
Hope Is Here
  DE 30 19.08.2016 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: …And the Wings Embraced Us (Album, Selbstverlag)
  • 1997: La Naissance D’Un Rêve (Album, Witchhunt Records)
  • 1999: Memorandum (Album, Napalm Records)
  • 2001: Burning: A Wish (Album, Napalm Records)
  • 2002: Fall, I Will Follow (Album, Napalm Records)
  • 2004: Ave End (Album, Napalm Records)
  • 2004: Ave End/Sarah Lou (Single, Napalm Records)
  • 2006: Filthy Notes for Frozen Hearts (Album, Napalm Records)
  • 2006: Again It’s Over (EP, Napalm Records)
  • 2008: Songs for the Last View (Album, Napalm Records)
  • 2008: A Pearl (Download-Single)
  • 2010: The Grandiose Nowhere (Album, Napalm Records)
  • 2013: Antiadore (Album, Napalm Records)
  • 2016: Hope Is Here (Album, SPV)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lacrimas Profundere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Lacrimas Profundere. Metalstorm, abgerufen am 25. Juni 2018.
  2. a b Katja Kruzewitz: Lacrimas Profundere: …And the Wings Embraced Us. Eternity Magazine, 1. März 1996, abgerufen am 25. Juni 2018.
  3. a b Nephil: Lacrimas Profundere: La Naissance D’une Reve. Metal.de, 15. März 1999, abgerufen am 25. Juni 2018.
  4. KwonVerge: Lacrimas Profundere: Memorandum. Metalstorm, 10. Februar 2005, abgerufen am 25. Juni 2018.
  5. Stephan: Lacrimas Profundere: Burning: A Wish. Metal.de, 6. April 2001, abgerufen am 25. Juni 2018.
  6. Jason Hundey: Lacrimas Profundere: Burning: A Wish. Allmusic, abgerufen am 25. Juni 2018.
  7. Anne Herskind: Lacrimas Profundere: Burning: A Wish. Abgerufen am 25. Juni 2018.
  8. Pedro Azevedo: Lacrimas Profundere: Burning: A Wish. chronicles of chaos, 12. August 2001, abgerufen am 25. Juni 2018.
  9. a b Lacrimas Profundere. Backtagepro, abgerufen am 25. Juni 2018.
  10. Lacrimas Profundere. The Gauntlet, abgerufen am 25. Juni 2018.
  11. a b Lacrimas Profundere. Offizielle Charts, abgerufen am 25. Juni 2018.
  12. a b Dominik Rothe: Lacrimas Profundere: Hope is Here. Metal.de, abgerufen am 25. Juni 2018.
  13. a b Stephan Rajchl: Lacrimas Profundere: Hope is Here. Metal1.info, abgerufen am 25. Juni 2018.
  14. Lacrimas Profundere: Biography. Lacrimas Profundere, abgerufen am 25. Juni 2018.
  15. Sebastian Schult: Lacrimas Profundere: Burning: A Wish. Eternity Magazine, 1. Mai 2001, abgerufen am 25. Juni 2018.