Lady Bird

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Filmdaten
Originaltitel Lady Bird
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 93 Minuten
Stab
Regie Greta Gerwig
Drehbuch Greta Gerwig
Produktion Eli Bush,
Evelyn O'Neill,
Scott Rudin
Musik Jon Brion
Kamera Sam Levy
Schnitt Nick Houy
Besetzung

Lady Bird ist eine US-amerikanische Tragikomödie von Greta Gerwig, die am 1. September 2017 im Rahmen des Telluride Film Festivals ihre Premiere feierte.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 17-Jährige, rothaarige Christine McPherson will lieber Lady Bird genannt werden, denn sie empfindet sich selbst als anders benimmt sich unangepasst, ist voller schräger Gedanken und unverhohlener Begierden. Sie will unbedingt weg von Sacramento, raus aus dieser kalifornischen Einöde. Doch erst muss Christine noch ihr letztes Jahr an ihrer katholischen Highschool überstehen, auf das sie ihre Mutter Marion schickte, nachdem sie zuvor auf jeder Schule im Fahrradius von Sacramento untergebracht war. Ihr Vater Larry ist arbeitslos, ihr Bruder Miguel wurde adoptiert. Ihre beste Freundin ist Julie. Während ihre Mutter versucht, sie auf das reale Leben vorzubereiten und ihr praktisches Denken beibringen will, motiviert sie ihr warmherziger Vater, ihre eigenen Vorstellungen von der Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren.

Es ist das Jahr 2002, und ihre Mutter erinnert sie daran, dass das einzig Wichtige an diesem Jahr ist, dass es sich um ein Palindrom handelt. Ihre Tochter soll sich voll auf die Schule konzentrieren. An der Highschool gelingt ihr dies jedoch nicht wirklich, und sie beginnt erst eine Romanze mit dem gutmütigen Danny, dann mit dem Rocker Kyle.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Greta Gerwig, die auch das Drehbuch zum Film schrieb. Es handelt sich um den ersten Film, bei dem Gerwig alleine Regie führte, nachdem sie 2008 beim South by Southwest Film Festival das Filmdrama Nights and Weekends vorgestellt hatte, bei dem sie gemeinsam mit Joe Swanberg Regie führte.[1] Die Dreharbeiten wurden am 30. August 2016 in Sacramento begonnen. Weitere Aufnahmen entstanden Los Angeles und New York City.[2] Als Kameramann fungierte Sam Levy. Die Filmmusik wurde von Jon Brion komponiert. Der Soundtrack umfasst 23 Musikstücke, wurde am 17. November 2017 als Download veröffentlicht[3] und soll am 15. Dezember 2017 von Lakeshore Records als CD veröffentlicht werden.

Der Film feierte am 1. September 2017 im Rahmen des Telluride Film Festivals seine Premiere, wurde ab 8. September 2017 beim Toronto International Film Festival vorgestellt und kam am 3. November 2017 in die US-amerikanischen Kinos. Ein Kinostart im Vereinigten Königreich ist am 1. Dezember 2017 geplant.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.[4]

Kritiken und Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saoirse Ronan übernahm im Film die Hauptrolle

Der Film konnte bislang alle Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen und erhielt hierbei eine durchschnittliche Bewertung von 8,9 der möglichen 10 Punkte.[5]

Tina Hassannia, eine Kritikerin von Roger Ebert, sagt, Greta Gerwig habe mit dem Film bewiesen, dass sie sich hinter der Kamera gleichermaßen gut auskenne und lasse ihre persönlichen Erlebnisse in diese aufreizende und charmante Coming-of-Age-Komödie einfließen.[6]

Sara Stewart von der New York Post meint, der durch und durch moderne und eindeutig für Frauen gemachte Film deute stark darauf hin, dass von Gerwig hinter der Kamera stehend noch mehr großartige Dinge erwartet werden können.[7]

In den USA, wo der Film anfänglich in 4 Kinos und in der Folgewoche in 37 Kinos gezeigt wurde, spielte er in den ersten 10 Tagen 1.731.828 US-Dollar ein.[8]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotham Awards 2017

Hollywood Music in Media Awards 2017

  • Nominierung in der Kategorie Outstanding Music Supervision – Film (Brian Ross)[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Benjamin Lee: Lady Bird review – Greta Gerwig's charming and witty directorial debut flies high In: The Guardian, 10. September 2017.
  2. http://www.backstage.com/resources/detail/productionlisting/lady-bird-85896/
  3. http://filmmusicreporter.com/2017/11/06/lady-bird-soundtrack-details/
  4. Bulletin No: 2499 In: filmratings.com. Abgerufen am 29. Oktober 2017. (PDF)
  5. Lady Bird In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 16. November 2017.
  6. Tina Hassannia: TIFF 2017: 'Lady Bird', Woman Walks Ahead',, 'Marrowbone' In: rogerebert.com, 18. September 2017.
  7. Sara Stewart: Saoirse Ronan is a hilarious teen rebel in ‘Lady Bird’ In: New York Post, 9. September 2017.
  8. Lady Bird In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 14. November 2017.
  9. Gordon Cox: ‘Get Out’ Leads 2017 Gotham Awards Nominations In: Variety, 19. Oktober 2017.
  10. Anthony D'Alessandro: 'Get Out' Tops IFP Gotham Awards Nominations; ‘Mudbound’ Voted Special Jury Award In: deadline.com, 19. Oktober 2017.
  11. 8th Hollywood Music in Media Awards Nominations Announced In: filmmusicreporter.com, 25. Oktober 2017.