Lady in Black

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Lady in Black ist der Titel eines bekannten Rocksongs der britischen Hard-Rock-Band Uriah Heep.

Die Rock-Ballade wurde von Ken Hensley, dem Keyboarder der Gruppe, geschrieben, angeblich nach der Begegnung mit einer Frau im Sommer 1970 in München. Sie waren später eine Zeit lang eng befreundet. Im Herbst 1970 schrieb und komponierte Hensley den Song. Hensley musste Lady in Black selbst singen, da das Lied dem damaligen Sänger David Byron zu „banal“ klang.

Der pazifistische Text handelt von der Begegnung eines Mannes mit einer mysteriösen „Lady in Black“ (Frau in Schwarz), die metaphorisch für das Gewissen stehen kann. In einem schweren Konflikt, der nicht näher beschrieben wird, bittet er sie um Waffen und kämpferische Stärke. Die Frau weigert sich jedoch und rät ihm stattdessen zu Friedfertigkeit und Entspannung des Konflikts. Seine Bitte, ihn fortan zu begleiten, lehnt sie ab. Sie verlässt ihn wieder, nicht ohne ihm zu versprechen, jederzeit für ihn da zu sein, wenn er sie braucht.

Hensley singt den Text ohne Pausen, aufgeteilt in fünf Strophen. Dazwischen liegt jeweils ein viertaktiger Refrain, der aus einem langgezogen gesungenen ahh besteht und sich nach der letzten Strophe so lange wiederholt, bis der Song ausgeblendet wird. Das Lied ist in a-Moll komponiert und besteht lediglich aus den beiden Akkorden a-Moll und G-Dur.

Die einleitenden Instrumente sind die akustische Gitarre, die versetzt zum Grundrhythmus gespielt wird, und das Schlagzeug. Ab der zweiten Strophe setzen E-Bass und elektrische Rhythmusgitarre ein, die zusammen den markanten und zugleich monoton-repetitiven Grundriff des Songs bilden. Im weiteren Verlauf kommen Keyboards sowie eine zweite Gesangsstimme hinzu.

Der 4:44 Minuten lange Song wurde im Oktober 1970 eingespielt. Erstmals veröffentlicht wurde er auf der 1971 erschienenen LP Salisbury und später als Single – um etwa eine Minute gekürzt – ausgekoppelt. Vor allem in Deutschland war das Lied sehr erfolgreich, wo es während der 1970er Jahre mehrmals auf Single wiederveröffentlicht wurde und insgesamt drei Mal in die Single-Hitparade kam (1971 Platz 24, 1975 Platz 44 und 1977 Platz 5[1]). Live wurde der Song teilweise in zwei- oder dreifacher Länge gespielt.

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coverversionen existieren von u. a. Torment, Ensiferum, den Puhdys, Blackmore’s Night, The Ravenous und Gregorian. Rex Gildo sang es mit einem deutschen Songtext ("Verschone mich mit Tränen"), Caterina Caselli mit einem italienischen ("L'uomo del paradiso"). Hinzu kommen unzählige Adaptionen und Persiflagen, darunter eine der bekanntesten von Norbert und die Feiglinge.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Ehnert (Hrsg.): Hit-Bilanz, Deutsche Chart Singles 1956-1980. Taurus-Press, Hamburg 1990, ISBN 3-922542-24-7, S. 209.