Lafnitz (Steiermark)

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Lafnitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Lafnitz
Lafnitz (Steiermark) (Österreich)
Lafnitz (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt: HB)
Fläche: 15,54 km²
Koordinaten: 47° 22′ N, 16° 1′ OKoordinaten: 47° 22′ 9″ N, 16° 0′ 46″ O
Höhe: 412 m ü. A.
Einwohner: 1.466 (1. Jän. 2021)
Postleitzahlen: 8233, 8230
Vorwahl: 03338
Gemeindekennziffer: 6 22 26
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Lafnitz 31
8233 Lafnitz
Website: www.lafnitz.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Hofer (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020[1])
(15 Mitglieder)
6
8
1
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Lafnitz im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
Bad BlumauBad LoipersdorfBad WaltersdorfBuch-St. MagdalenaBurgauDechantskirchenEbersdorfFeistritztalFriedbergFürstenfeldGrafendorf bei HartbergGreinbachGroßsteinbachGroßwilfersdorfHartbergHartberg UmgebungHartlIlzKaindorfLafnitzNeudauOttendorf an der RittscheinPinggauPöllauPöllaubergRohr bei HartbergRohrbach an der LafnitzSankt Jakob im WaldeSankt Johann in der HaideSankt Lorenzen am WechselSchäffernSöchauStubenbergVorauWaldbach-MönichwaldWenigzellSteiermarkLage der Gemeinde Lafnitz (Steiermark) im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Lafnitz von oben gesehen
Lafnitz von oben gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lafnitz ist eine österreichische Gemeinde mit 1466 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) in der Steiermark an der Landesgrenze zum Burgenland. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lafnitz liegt im Osten der Steiermark im Lafnitztal. Politisch gehört die Gemeinde zum Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, dessen Bezirkshauptstadt Hartberg etwa zehn Kilometer süd-westlich davon liegt. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen Fluss Lafnitz, einem Nebenfluss der Raab.

Die Lafnitz bildet südlich-östlich von Lafnitz die Grenze zwischen der Steiermark und dem Burgenland. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Haidwaldes, wobei sich die Besiedlung nur im Norden und im Süden befindet. Die Gemeindeteile im Süden werden vom Lungitzbach durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lafnitz besteht aus drei Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Lafnitz (990 Ew.) mit der Rotte Lafnitzer Haide
  • Oberlungitz (198 Ew.)
  • Wagendorf (278 Ew.) mit der Rotte Wagendorfer Haide

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Jänner 1959 wurden die selbständigen Gemeinden Oberlungitz und Wagendorf zur Gemeinde Lungitztal vereinigt, diese wurde am 1. Jänner 1969 eingemeindet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rohrbach an der Lafnitz Rohrbach an der Lafnitz Neustift an der Lafnitz
Grafendorf bei Hartberg Nachbargemeinden Loipersdorf-Kitzladen
Grafendorf bei Hartberg Sankt Johann in der Haide Markt Allhau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Spuren der Besiedlung des Gemeindegebietes reichen in das 4. Jahrtausend v. Chr. zurück, als die Oststeiermark durch das Lafnitztal besiedelt wurde. In der Römerzeit führte durch das heutige Gemeindegebiet eine Römerstraße von Baden in das Siedlungsgebiet bei Hartberg, die hier den Fluss kreuzte.

Da Lafnitz denselben Namen trägt wie der Fluss, an dem es liegt, beziehen sich die ersten Erwähnungen auf den Fluss. Im Jahre 864 wird dieser in einer von Ludwig dem Deutschen ausgestellten Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Das darin erwähnte „Gut an der Lafnitz“ könnte die heutige Gemeinde bezeichnen, da es in einer Urkunde aus dem Jahr 1272 als nahe Rohrbach gelegen weiter präzisiert wird.

Das heutige Dorf Lafnitz wird schließlich im Jahr 1184 erstmals als Lavenz in einer Urkunde des Chorherrenstiftes Vorau erwähnt. Der Ortsname veränderte sich im Laufe der Jahre über Laffnicz (1445), Laffnitz (1497) und Lafnicz (1506) zur heute verwendeten Schreibweise, die erstmals 1527 vorkommt.

Durch die Nähe zur Grenze nach Ungarn ist das Dorf häufig Opfer von feindlichen Überfällen geworden. Im 15. bis 18. Jahrhundert waren es vornehmlich die Ungarn, Türken und Kuruzen, die Lafnitz stark zusetzten, bevor im Jahre 1805 die napoleonischen Truppen durch das Land zogen.

Ortskapelle in Lafnitz

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lafnitz

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballverein SV Lafnitz spielt seit der Saison 2018/19 in der 2. Liga.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lafnitz liegt direkt an der in diesem Bereich gut ausgebauten Wechsel Straße B 54 von Wiener Neustadt nach Hartberg. Sie führt nicht durch das Ortsgebiet, sondern in einer langgezogenen Kurve herum. Auch die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist nicht weit entfernt und über die Anschlussstelle Pinkafeld (100) in etwa neun Kilometer (für den Gemeindeteil Lafnitz) bzw. über die Anschlussstelle Hartberg (115) in etwa sieben Kilometer (für die Gemeindeteile Wagendorf und Oberlungitz) zu erreichen.

Die Thermenbahn von Wien nach Fehring führt zwar durch das Gemeindegebiet, der Haltepunkt Lafnitz wird aber nicht mehr bedient. Der nächste Bahnhof ist deshalb Grafendorf in etwa vier Kilometer Entfernung. Hier bestehen zweistündliche Regionalzug-Verbindungen.

Der Flughafen Graz und der Flughafen Wien-Schwechat sind jeweils ca. 100 km entfernt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Kinder werden seit dem Schuljahr 2008/09 in der Volksschule Lafnitz unterrichtet.[3] Davor gab es auch in Wagendorf eine Volksschule, die allerdings nur einklassig geführt wurde. Weiterführende Schulen befinden sich in Grafendorf und in Hartberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 24. Juli 2020 wurde Andreas Hofer einstimmig zum Bürgermeister gewählt.

Dem Gemeindevorstand gehören weiters Vizebürgermeister Andreas Burghard (SPÖ) und der Gemeindekassier Gerald Fuchs, den die ÖVP stellt.

Amtsleiter ist Werner Pichler.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[4]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2020 2015 2010 2005 2000 1995
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 381 40,06 6 462 46,39 7 439 44,48 7 505 50 7 280 28 4 319 32 5
SPÖ 457 48,05 8 446 44,78 7 466 47,21 7 514 50 8 516 51 8 633 63 10
FPÖ 35 3,68 0 88 8,84 1 82 8,31 1 nicht kandidiert 207 21 3 59 6 0
GRÜNE 78 8,20 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1198 1.150 1.120 1.124 1.098
Wahlbeteiligung 80,3 % 88 % 90 % 92 % 92 % 90 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 1998.

Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Von Grün und Rot durch einen silbernen Fluß geteilt, im oberen Feld ein Abt- und Lilienstab von Silber schräg gekreuzt, im unteren Feld ein schrägrechter geminderter silberner Fluß.“[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinderatswahl 2020 - Ergebnisse Lafnitz. orf.at, abgerufen am 22. August 2020.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Gemeinde Lafnitz, Volksschule. Abgerufen am 31. März 2020.
  4. Gemeinderatswahlen Steiermark 2020 - news.ORF.at. Abgerufen am 30. Juni 2020.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 49, 1999, S. 52

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lafnitz (Styria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien