Lager (Bauwesen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Altes Einrollenkipplager
Altes Mehrrollenbrückenlager an Eisenbahnbrücke über die Spree in Cottbus

Im Bauwesen verwendete Lager (Bauwesen) sind Lager im Sinne der Statik (Lager (Statik)). Sie verbinden ein (Bauwerk) mit in der Regel dem Erdboden (Baugrund).

In der Regel hat ein Bauwerk mehrere Lager. Dabei ist die statische Bestimmtheit seiner Lagerung zu beachten. Typische Beispiele sind Brückenlager. Der Freiheitsgrad ist infolge der Mehrzahl der Lager in keinem der Lager f=0.[1] Die beiden Abbildungen zeigen Brückenlager mit f=1 /(oben, fixiert die gesamte Brücke horizontal, an der Lagerstelle auch vertikal, erlaubt dort aber ein Verdrehen um einen Querbolzen) und f=2 (unten: zusätzlich über mehrere Querrollen längs verschieblich).

Für den Transport temperaturveränderlicher Medien (Wasser, Dampf) benutzte lange Rohrleitungen erfordern die Längsbeweglichkeit ihrer Lager zusätzlich wegen der mit der Temperaturänderung einhergehenden Längenänderung der Rohre.[2][3]

Lagertypen räumlicher Systeme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Normiertes Kräftesystem
  • allseits festes Lager (r*=3, f=0): nicht verschieblich.
  • einfach verschiebliches (bewegliches) Lager (r*=2, f=1): entlang einer Achse verschieblich und in zwei Richtungen starr.
  • (zweifach) verschiebliches Lager (r*=1, f=2): in zwei Richtungen verschieblich und entlang einer Achse starr gelagert.

Wobei r* die Anzahl der aufnehmbaren Kräfte angibt.

  • Mechanisch durch Verschieben:
    • Mehrrollenlager, Kugellager
    • Gummilager, Viskositätslager
    • Verschieben durch Gleiten

Lagerbauarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brückenlager – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Lager mit f=0 ist eine feste Einspannung und benötigt keine weiteren Lager um statisch bestimmt zu sein; Beispiel: Im Fundament einbetonierter alleinstehender Pfosten.
  2. Rollenlager und Zubehör für Rohrleitungen hesterberg-gmbh.com
  3. Eine alternative Lösung ist das Einfügen von omegaförmig ausragenden Bogenstücken oder kurzen Wellrohren, in denen die Längenänderung nur zu erträglicher elastischer Verformung führt.
  4. Bernhard Pichler, Josef Eberhardsteiner: Baustatik VO – LVA-Nr 202.065. Hrsg.: E202 Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen – Fakultät Bauingenieurwesen, TU Wien. SS 2016 Auflage. TU Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-903024-17-5, Drehwinkelverfahren (520 S., shop.tuverlag.at – Erstausgabe: 2012).