Lager (Statik)

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Balken auf zwei Stützlagern (Auflager); links: Festlager; rechts: Loslager
Die Stützung auf den Spitzen der Dreiecksymbole (mitunter mit zusätzlichen kleinen Kreisen versehen) deutet an, dass das Lager Drehmomenten nicht entgegen wirkt, Drehungen nicht unterbindet.

Lager im Sinne der Statik sind Verbindungen zwischen einem Starrkörper und seiner Umgebung, mit deren Hilfe Bewegungen des Körpers relativ zu seiner Umgebung infolge an ihm wirkender Kraftgrößen (Kräfte und Momente) verhindert werden. Die vom Lager ausgehenden, entgegenwirkenden Kraftgrößen werden als Lagerreaktionen bezeichnet.

Ein Lager, dass allen Kraftgrößen entgegen wirkt, heißt Einspannung. Bei Verwendung mehrerer Lager hat das einzelne Lager i.d.R. nur Kräfte, keine Momente aufzunehmen. Dabei wird zwischen Festlager (Fixlager) und Loslager (verschiebliches Lager) unterschieden. Ersteres unterbindet Bewegungen in alle Richtungen. Bei einem Loslager werden Bewegungen in einer oder in zwei der drei Richtungen im Raum nicht unterbunden. Meistens nimmt das Loslager nur das Gewicht des Körpers auf und ist in sich horizontal beweglich.

Lagerarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

feste Einspannung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine feste Einspannung oder nur Einspannung [1] ist jenes Lager, welches Verschiebungen in allen drei Richtungen als auch Verdrehungen um alle drei Achsen im Lagerpunkt unterbindet.

Ein Loslager auf dem Mittelpfeiler einer Eisenbahnbrücke, in Fahrbahnrichtung verschieblich bzw. -rollend

Festlager (Fixlager)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Festlager unterbindet alle Verschiebungen und ermöglicht alle Verdrehungen im Lagerpunkt.
Damit letztere unterbunden werden, muss ein Körper in der Ebene an mindestens einer weiteren Stelle, im Raum an mindestens zwei weiteren Stellen gelagert werden.[2]

Loslager (verschiebliches Lager)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Loslager - andere übliche Bezeichnungen sind verschiebliches Auflager oder Gleitlager - unterbindet eine Verschiebung (meistens die durch eine Gewichtskraft mögliche) und lässt die anderen Verschiebungen und alle Verdrehungen im Lagerpunkt zu.[2]

verschiebliche Einspannung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine verschiebliche Einspannung ist jenes Lager, welches i.d.R. eine Verschiebung, aber keine der drei Verdrehungen im Lagerpunkt zulässt. [1]

2D-Lagerarten-Symbole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei häufigsten Symbole in ebenen Tragsystemen:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sigurd Falk: Biegen, Knicken und Schwingen des mehrfeldrigen geraden Balkens. In: Abhandl. Braunschweig. Wiss. Ges. Band 7, 1955, S. 74–92 (tu-bs.de [PDF]).
  2. a b Bernd Markert: Mechanik 1, Stereostatik, Statik starrer Körper. Aachen 2014, S. 73–77.