Sender Lakihegy

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Sender Lakihegy
Sendemast Lakihegy
Sendemast Lakihegy
Basisdaten
Ort: Szigetszentmiklós-Lakihegy
Staat: Ungarn
Verwendung: Fernmeldeanlage, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendemast öffentlich nicht zugänglich
Daten des Mastes
Baustoff: Stahl
Daten der Sendeanlage
Wellenbereiche: LW-Sender, MW-Sender
Rundfunk: LW-Rundfunk, MW-Rundfunk
Positionskarte
Sender Lakihegy (Ungarn)
Sender Lakihegy
Sender Lakihegy
Koordinaten: 47° 22′ 23,5″ N, 19° 0′ 16,5″ OVorlage:Infobox Sendeanlage/Wartung/Pflichtparameter fehlt

Der Sender Lakihegy ist ein Sendeturm bei Szigetszentmiklós auf der Donau-Insel Csepel in Ungarn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sender wurde 1933 nach den Plänen von Károly Massány als ein Blaw-Knox-selbststrahlender Sendemast mit einer Höhe von 314 Metern südlich der ungarischen Hauptstadt Budapest errichtet. Zum Zeitpunkt seiner Errichtung war er das höchste Bauwerk Europas und die höchste Stahlkonstruktion der Welt.[1] Heute steht er in Ungarn unter Denkmalschutz und ist weiterhin eines der höchsten Bauwerke des Landes.

Der Sendemast wurde am 26. November 1944 von der aus Südosteuropa zurückfliehenden, deutschen Wehrmacht im Rahmen der Strategie der Verbrannten Erde gesprengt.[2] Die Anlage wurde erst 1948 wieder aufgebaut; 2006 wurde sie generalüberholt.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sendemast ist, wie alle selbststrahlenden Sendetürme, bei Betrieb unter Hochspannung. Mit Stand 2012 wird der Mast bei Bedarf als Reserve für den Sender Solt auf der Sendefrequenz 540 kHz mit 150 kW und im Diplexbetrieb zur Ausstrahlung des Europäischen Funkrundsteuerungssignals (EFR) auf 135,6 kHz mit 100 kW genutzt.

Er verfügt über einen fischbauchartigen Querschnitt welcher als Blaw-Knox-Sendeturm bezeichnet wird. Diese in nordamerikanischen Raum verbreite Mastbauform wird in Europa nur noch bei den Sendemasten im nordirischen Lisnagarvey, im bulgarischen Wakarel und Stara Sagora (beide in Bulgarien) verwendet. Daneben existieren in Lakihegy noch zwei weitere kleine abgespannte Sendemasten für Mittelwelle üblicher Bauart.

Eine weitere Sendeantenne, bestehend aus zwei freistehenden Türmen bei 47° 22′ 25″ N, 18° 59′ 0″ O wird über eine 2,1 Kilometer lange Reusenleitung vom Sendegebäude aus gespeist. Daneben befindet sich auf dem Sendergelände noch ein abgespannter Stahlfachwerkmast für die Frequenz 873 kHz.

Im Jahre 2006 nahm am Sender der Langwellenbetrieb für das Rundsteuersignal der Europäischen Funkrundsteuerung (EFR) den Sendebetrieb auf. Dieses Signal dient zur automatischen und grenzüberschreitenden Fernsteuerung von Verbrauchern im Versorgungsnetz von mehreren mitteleuropäischen Energieversorgungsunternehmen. Verwendet wird dafür die Langwellenfrequenz von 135,6 kHz mit einer Sendeleistung von 100 kW. Die digital codierten Steuerdaten werden mit einer Symbolrate von 200 Baud nach dem Kommunikationsstandard IEC 60870-5 übertragen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  2. Kühnste Antennenkonstruktion Europas (PDF; 4,8 MB) Veröffentlichung auf der Internetseite des Deutschen Museums. Abgerufen am 2. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sender Lakihegy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien